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Wir kochen in jeder Wohnung jeden Tag frisch. Wir haben keine Zentralküche mehr, das ist auch der Klassiker normalerweise in anderen Altenheimen, sondern wir kochen direkt auf der Wohnung. Das soll auch wieder vermitteln, das ist ein Zuhausegefühl. Ich rieche, dass es etwas zum Essen gibt, man hört das Klappern vom Kschirr. Wenn die Anlieferung kommt, dass die frischen Lebensmittel verteilt werden. Das ist eher so im Vormittag die Geschichte und natürlich das Kochen. Und am Nachmittag ist dann sehr viel Aktivität für die Bewohner. Das ist bei uns auch ein bisschen anders, sondern es entsteht in die Wohnungen individuell. Das heißt, es ist nicht so, wie man es auch klassisch kennt, heute sinkt nachmittags, da kommen dann alle hin, werden dann hingeführt, werden dann wieder zurückgeführt, sondern es passiert in die Wohnungen ganz verschieden. Man wird gemalt, weil wir haben auf einer Wohnung eine Dame, die sehr gerne gemalt hat, Aquarell früher, mit der wird dann gemalt zum Beispiel, oder es wird einmal die Zeitung vorgelesen, oder es wird über Musik diskutiert, die gerade im Radio spielt, oder man legt eine CD auf, oder Spotify mittlerweile. oder Spotify mittlerweile. Es wird, weiß ich nicht, gebastelt zu den Jahreszeiten, wie es so passt, dann auch im Jahreskreis musiziert, je nachdem. Also das ist jetzt nichts Fixes, so wie man es vielleicht kennt, so schwerpunktmäßiger, sondern es passiert halt einfach in den Wohnungen, auch welche Mitarbeiterin gerade da ist, was die für sich einen Schwerpunkt hat. Wir haben sehr viele Spiele, Gesellschaftsspiele oben, was man auch machen kann. Oder man geht mit denen in den Garten raus, wenn jetzt etwas einfach zu heiß ist, das ist nicht gescheit. Dann sitzen wir viel auf den Nordterrassen oder Nordlodscher sind es eigentlich. Da holt man es gut aus. Da wird dann am Nachmittag Kaffee getrunken, Kuchen gegessen oder Eis oder Melone. Je nachdem, es gibt auch Temperaturen natürlich. Da schaut man, dass der Flüssigkeitshaushalt auch passt. Dann haben wir die dritte Gruppe, der Diplom. Das ist alles, was medizinisch ist. Das ist bei uns der PSC-Dienst. Das muss man sich so vorstellen wie einen mobilen Dienst im Haus. Sie haben hier unten ein Dienstzimmer. Die schwärmen aus im Haus und sind für alle Bewohner zuständig. Das heißt, sie haben hier unten einen Stickplan. Da sind die Sachen, die man planen kann, sind gestickt, dass jeder weiß, was an dem und dem Tag zu machen ist. Und der Rest ist Alltagsgeschehen, was halt dann ist, wenn zum Beispiel von der Pflegebewerberin sagt, dem oder der Bewohnerin geht es nicht so gut, kannst du das bitte anschauen, dann geht es rauf. Das ist so ein mobiler Dienst im Haus. Das ist auch beim klassischen Altersheim, sind die pro Stück Diplom und das ist im Wohnungslid. Hat auch was mit Vereinfachung, mit Umstrukturierung zu tun. Die Diplom macht reinen Diplomdienst, das ist nicht so eine Mischform, ein bisschen Pflege, ein bisschen dies oder vielleicht auch noch Mitarbeiterführung, weil es eine Wohnbereichsleitung ist, wie es in einem klassischen Altersheim ist, sondern sie macht Diplom-Test. Alles, was im Guck drinnen ist, braucht sie. Das ist jetzt mal grob von der Einteilung. Wir sind dann nur ein Stück weiter gegangen und haben gesagt, wir teilen auch unsere Bewohner ein und zwar nach der Demenz. Wir haben drei Lebenswelten. Das ist entwickelt worden vom Dr. Held, das ist ein Gerontopsychiater aus der Schweiz, der hat das aus der Alzheimer Demenz entwickelt, weil er sagt, jeder Mensch hat seine eigene Lebenswelt. Also jeder jetzt, der da sitzt hat seine eigene Lebenswelt und das kann man in der Demenz auch ungefähr so sagen. Wir haben drei Lebenswelten, die Lebenswelt eins sind die Menschen, die geistig fit sind, oder beginnende Demenz sind, die einen Tag noch selber strukturieren können, die die Tagesabläufe noch wissen, die wissen, dass jetzt Mittag ist und dass es um 12 Uhr Essen gibt, wenn sie denn das wollen. Die vielleicht pflegerisch mehr Betreuung brauchen, aber jetzt von der Demenz her gar nicht. Weil sie einfach klar sind und das selber auch noch bestimmen können, wie ihr in der Tagesablauf passiert. Die Lebenswelt 2 sind mittlere Beschweredemenz. Da verschwimmt schon die Tagesstruktur. Sie wissen vielleicht nicht mehr, dass es gerade Mittag ist oder dass sie gerade gegessen haben, verwechseln vielleicht Tag und Nacht, haben diese Weglauf-Tendenzen, die es gibt oder auch diese Unruhegeschritten sind, die hauptsächlich oder sehr viel im Bett liegen, sich verbal nicht mehr viel äußern können, schon sehr zurückgezogen sind in sich selbst. Und für das gibt es bei uns die Pflegeuase. Und dafür gibt es bei uns die Pflegeuase. Mir gegenüber sitzt der Bürgermeister, der junge Bürgermeister von Feldkirchen, der David Adlersdorfer. Und hat mit uns gerade das Seniorenwohnprojekt Senioreneim Fradonus besucht und gezeigt. Ich möchte mich aber grundsätzlich fragen, was hat euch dazu bewogen, dieses Projekt in Völlkirchen zu betreiben, zu errichten? Vor allen Dingen, es ist eine andere Wohnform, eine andere Form, wie man mit älteren Menschen umgeht. Was war da der Impetus? War das ein sozialer oder war das rein, weil die Bevölkerung schon gemauelt hat? Oder ist das von euch rausgekommen, von der Gemeinde direkt? Das ist ja Sozialdemokraten. Gibt es da einen Anspruch dazu, dass man da etwas anderes anliefert einmal? Also grundsätzlich ist es immer so, dass ja Pflege an sich ein Thema ist, das nicht immer wichtiger wird, aber das immer präsenter wird, nämlich von der Art und Weise her, wie man es organisiert. Es war mir in der glücklichen Lage, dass vor Jahrzehnten schon die Marienschwestern bei uns in Bad Mühlacken ein Alten- und Pflegeheim betrieben haben und auch entschieden worden ist, dass das dort an diesem Standort nicht mehr weiter betrieben werden kann, dass das dort an diesem Standort nicht mehr weiter betrieben werden kann, haben wir natürlich versucht, dass wir alles in die Wege leiten, damit wir diese Form der Pflege, nämlich für Menschen nach Pflegestufe 4 bei uns in der Gemeinde weiterhin aufrechterhalten. Und wir haben alles gekriegt, dass wir mit den Franziskanerinnen, die ein Unternehmen gegründet haben, die Firma Fratomo, dass die in diesem Rahmen dieses Alten- und Pflegeheim am Standort Valkirchen weiter betreiben wollen, aber in einer Form, wie es es sonst im Bezirk nicht gibt, nämlich nicht diese Stockwerksweise Pflege und Betreuung von Menschen, die Unterstützung brauchen, sondern es sind Wohngruppen. In den Wohngruppen wird gekocht, in den Wohngruppen wird gelebt. Es ist nicht so, dass in jedem Zimmer einzeln die Betreuung stattfindet. Das ist das eine, was wir da auf Schienbeinkommen haben. Wir haben natürlich dann auch geschaut, dass wir von der Infrastruktur bzw. dort, wo es möglich ist, dieses Projekt unterstützen. Ich freue mich auch, dass im Sozialhilfeverband die Unterstützung für das Projekt da war und da ist. Genau, deswegen haben wir diese Form der Pflege in Völkirchen sichergestellt und der ganze Bezirk profitiert davon. Wird das von der Bevölkerung in Völkirchen positiv eingenommen und kommen auch die mehreren Leute, die dort leben aus aus der Kirche oder der Region oder kommen die von weiter zu? Also der Großteil der Menschen, die im Alten- und Pflegeheim, also im Fratomo, so sage ich, die kommen direkt aus der Region, also Gemeinde angrenzt oder die Gemeinde selber. Ganz, ganz selten, dass sie von weit weg, weil keine Plätze frei sind, oder weil gerade kein Platz frei ist, dass sie dann auch von weit weg her kommen. Aber an sich ist das ein Angebot, das sehr sehr gefragt ist und man spürt eigentlich auch in der Bevölkerung, dass sie sich immer mehr Sorgen machen, wenn sie in einer Situation sind, wo sie die Pflege brauchen, sind dann auch entsprechende Angebote vor Ort da? Ich persönlich kann da satt sein. Wir haben leider solche Angebote nicht bei uns, hat sich das leider nicht durch- oder umsetzen lassen. Ich frage trotzdem immer, wie schwierig es ist oder war das, dass man so ein Projekt in der Gemeinde implementiert, dass es vom Land, vom Sozialministerium Unterstützung gibt, damit man so etwas da veräugt überhaupt machen kann. Die Frage ist so von dem Hintergrund schwierig zu beantworten, weil wir schon einen Altenabfänger im Kopf haben. Das ist schon vor Jahrzehnten implementiert und installiert wurden. Ich glaube, dass es sich da ein bisschen leichter tut, einen Standort zu erhalten, als einen neuen Standort zu errichten. Aber natürlich, ich glaube, wenn du als Gemeinde signalisierst, du machst alles dafür, dass du den Standort kriegst, du schaust, dass du Infrastruktur schaffst, du gehst auch, bei uns war es zum Beispiel eine Abbiege-Situation, eine Kreuzungssituation, wo wir mit der Gemeinde große finanzielle Vorleistungen gegangen sind. Wenn man das synchronisiert und alle Akteure wissen, man kann partnerschaftlich gut zusammenarbeiten, dann ist schon einiges möglich. Also, wo im Widerstand ein Weg und die BürgerInnen beklatscht ist. Wie bequem ist denn das für die Situation? Ja, aber es geht ja nicht darum, dass man beklatscht, sondern es geht darum, dass man einfach zusammenleben für alle Generationen so organisiert, dass es für die Familien und Familie heißt ja nicht nur Kleinkind, Mama und Papa, sondern Familie heißt ja alle Angehörigen, die im Kreise der Familie dazukommen. Das heißt Pflege wird bei uns, man fängt schon früher an, dass man Pflege organisiert. Es fängt an, dass man schaut, dass man seniorengerechte, barrierefreie, gut geschnittene Wohnungen schafft, wo Leute hinziehen können, denen vielleicht das Einfamilienhaus schon zu groß ist, die in einer kleineren Umgebung ihren Lebensalltag schon bewältigen können. Das geht dann so weit, dass wir ein betreubares Wohnangebot über einen Samariter bei uns in Verkirchen haben. Wir haben auch vitale Wohnformen, das sind spezielle Wohnformen für Menschen auf Pflegestufe 1. Dieses vitale Wohnen wird betreut von Frau Dahmer. Das heißt dort sind Leute auf Pflegestufe 1, die schaffen ihren Lebensalltag. Dort ist mindestens einmal am Tag jemand, der pflegeaffin ist, der sich um die Leute kümmern kann, der sieht welche Bedürfnisse sie haben. Und sollte im Laufe der Zeit die Pflegebedürftigkeit steigen, beispielsweise bis Pflegestufe 4, dann hat man schon ein Radar, man sieht das, man kann das verfolgen und man kann rechtzeitig Maßnahmen setzen, damit dann die Eingliederung im Alpen- und Pflegeheim, wo man ja erst der Pflegestufe 4 rein kann, damit das dann rechtzeitig und sehr reibungslos organisiert werden kann. Und was auch bei uns ganz wichtig ist, ist die Möglichkeit der Tagesstruktur. Viele Leute wollen noch nicht in irgendeiner Einrichtung unterkommen, wollen noch nicht außerhalb von ihren eigenen Lebensräumen gepflegt werden oder wollen dort auch gar nicht wohnen. Und dann ist es gut, wenn man Möglichkeiten hat, wo man sehr flexibel ist, wo man Angehörige hinbringen kann, wo man weiß, sie werden gut versucht, sie kriegen ein entsprechendes Angebot, sie kriegen ein gutes Essen, ein gesundes Essen. Und vor allem auch dort, die Leute, die dort pflegen, das sind ganz liebe, herzliche Profis, Spezialisten, keine Ehrenamtlichen, sondern das sind Leute, die wirklich wissen, worum es geht und dort sind die Angehörigen auch gut unterbrochen. Also ihr habt jetzt eine 100% Versorgung für das, dass die Gemeinde 5700 Einwohner hat, und eigentlich im Wald von A bis Z, wie es durch anbieten kann. Genau, also wir schauen, dass wir Familie für alle Generationen lebbar machen, entsprechend der Lebensrealitäten, der Arbeitsrealitäten und der Familienrealitäten. Und das ist auch etwas, was wir nicht als Gemeinde alleine schaffen, sondern das schaffen wir schon im Bezirk und auch durch den Sozialhilfeverband. Es ist ein gewisses Verständnis da und ab und zu muss man mit seinen Ideen sich ein bisschen mehr auf die Füße stellen. Und wenn man das dann macht, dann kann man ganz tolle Angebote für die ökologische Wirtschaft. Thank you.