L'Hccitane ¦ so so ¶¶ uh um Soprano © transcript Emily Beynon Applaus Guten Abend, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Literaturinteressierte. Ich freue mich sehr, Sie heute Abend hier bei uns im Stifterhaus begrüßen zu dürfen. Wir begehen heute einen besonderen Abend, die Festveranstaltung des Autorinnenkreises Linz unter dem Titel Starke Stimmen, freies Denken anlässlich seines 70-jährigen Bestehens. Stimmen freies Denken anlässlich seines 70-jährigen Bestehens. Der Autorinnenkreis Linz wurde 1956 gegründet und ist damit die älteste SchriftstellerInnenvereinigung Oberösterreichs. Ja, 70 Jahre sind ein guter Anlass, um auf die Geschichte und die Entwicklung des Vereins zurückzublicken und gleichzeitig auch nach vorne zu schauen, auf eine Zukunft, in der Literatur und starke Stimmen wohl mehr denn je gebraucht werden. Ich freue mich sehr, dass wir diesen Abend gemeinsam mit so vielen Gästen begehen können. Unter uns ist auch der stellvertretende Direktor Kultur und Gesellschaft, Herr Dr. Christian Kolarik, der die Grußworte des Landes Oberösterreich überbringen wird und den ich herzlich begrüße. Ebenso möchte ich alle Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik begrüßen, die heute den Weg zu uns gefunden haben. Herzlich willkommen. Unsere Institutsleiterin, Doktorin Petra Maria Dallinger, ist heute leider verhindert, übermittelt aber herzliche Grüße und die besten Wünsche zum 70-jährigen Jubiläum des Autorinnenkreises Linz. Nun zu den Personen, die diesen Abend ermöglicht haben. Ganz besonders begrüßen möchte ich Hermann Knapp, den neu gewählten Obmann des Autorinnenkreises Linz, sowie Ursula Hirtl, die stellvertretende Obfrau. Mit beiden war ich in der Vorbereitung dieses Abends eng im Austausch. Beide haben maßgeblich den Rahmen geschaffen, dass wir heute zusammenkommen können und beide werden auch im Laufe dieses Abends eng im Austausch. Beide haben maßgeblich den Rahmen geschaffen, dass wir heute zusammenkommen können und beide werden auch im Laufe des Abends auch selbst lesen. Ein Jubiläum wie dieses ist auch immer eine Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Gegenwart und in diesem Jahr ist es mit einem schmerzlichen Abschied verbunden. Erich Josef Langwiesner, der dem AutorInnenkreis Linz über viele Jahre als Obmann vorstand und ihn auch maßgeblich geprägt hat, ist Ende Mai im 76. Lebensjahr verstorben. Unter seiner Federführung fanden jedes Jahr zahlreiche Veranstaltungen des AutorInnenkreises Linz statt und Erich war dabei auch immer selbst dabei, als Moderator, als Organisator und natürlich auch als Autor. Der Abend ist deshalb auch seinem Andenken gewidmet. Zur heutigen Veranstaltung, Hermann Knapp wird zu Beginn einen Ausblick auf die Zukunft des Autorinnenkreises Linz geben. Anschließend hören wir dann die Grußworte und Ursula Hirtl wird danach auf die Geschichte des Autorinnenkreises Linz eingehen. Und dann beginnt der literarische Teil dieses Abends. Es wird eine lange Nacht, rund 20 AutorInnen werden heute lesen und ich denke, dass wir auch an dieser Stelle dafür schon mal einen Applaus geben können. Zum 70-jährigen Bestehen entsteht oder ist bereits eine Festschrift entstanden, in der wir auch im Laufe des Abends immer wieder Einblicke bekommen werden und die im Schriftenstand Verlag erschienen ist. Sie können sie hinten am Büchertisch auch gerne ansehen bzw. auch erwerben. ansehen bzw. auch erwerben. Musikalisch wird dieser Abend begleitet von Eveline Leb am Saxophon, Jumama an Trommel und Handpan sowie von Viktoria Wall am Violoncello. Auch Ihnen allen ein herzliches Willkommen. Wir werden heute Abend zwei Pausen machen. In diesen Pausen lädt uns der Autorinnenkreis Linz im Foyer zu Getränken und kleinen Häppchen ein und natürlich auch dazu, miteinander ins Gespräch zu kommen. Zum Abschluss wird dann Hermann Knapp noch einige Worte an uns richten. Jetzt möchte ich aber nicht länger vorweggreifen. Daher bitte ich Hermann Knapp auf die Bühne und wünsche uns allen einen schönen Abend. Herzlichen Dank. Die moderne Technik ist faszinierend. Vielen Dank, liebe Sarah. Vielen Dank auch an Evelyn Leb für die sehr wunderbare Einbegleitung dieses Abends. Ja, als kürzlich neu gewählter Obmann des Linzer Autorinnenkreises freue ich mich, dass so viele unserer Einladung gefolgt sind, um mit uns unser 70-Jahr-Jubiläum hier im Stifterhaus und zugleich eine lange Nacht der Literatur zu feiern. Besonders begrüßen möchte ich auch nochmal den Dr. Kollerig, der in Vertretung von Direktorin Nassal bei uns ist, die leider Absagen hat müssen. In Vertretung vom Bürgermeister Dietmar Bramer, die Gemeinderätin Erika Wundsam. Vielen Dank, dass Sie hier sind. Ein herzliches Willkommen auch an alle weiteren politischen Vertreterinnen. Angesagt hätten sich eigentlich auch noch der Landtagsabgeordnete Erich Wahl und der Landtagsabgeordnete Severin Mayer, aber da heute Landtagssitzung ist, werden Sie vermutlich später kommen, außer die Sitzung dauert bis Mitternacht. Ich weiß jetzt nicht, was da üblich ist. Begrüßen darf ich aber noch Gemeinderätin Renate Schütz und Gemeinderätin Beate Gotthardsleitner. Schön, dass Sie da sind. den Beate Gotthardsleitner. Schön, dass Sie da sind. Wir möchten uns als Autorinnenkreis anlässlich unseres Jubiläums für die Unterstützung in diesen 70 Jahren herzlich bedanken, denn ohne Förderung der öffentlichen Hand könnten wir unsere Vereinsaktivitäten und wir veranstalten doch etwa 8 bis neun Lesungen für unsere Mitglieder im Jahr nicht aufrechterhalten. Mit diesem Dank ist natürlich auch gleich die Bitte verbunden, auch in Zeiten knapper werdenden Budgets weiterhin ein offenes Ohr für uns Literatinnen und Literaten im Land zu haben und in der Stadt und unser Schaffen auch weiterhin zu unterstützen, denn es ist wertvoll für unsere Gesellschaft und für die Kultur. Ich darf an dieser Stelle an ein Zitat des peruanischen Nobelpreisträgers Mario Vargas Loja erinnern, der einmal gesagt hat, ein Land, das seine Literatur vergisst oder vernachlässigt, zerstört seine eigene Identität. Begrüßen möchte ich natürlich auch ganz besonders alle Mitglieder des Autorinnenkreises LINKs. Schön, dass so viele da sind. Danke auch an alle, die mitgearbeitet haben, damit diese Veranstaltung in diesem Rahmen hier stattfinden kann und ich freue mich, dass viele auch dann einen Einblick in ihr literarisches Schaffen geben werden. Ja, was wären Autorinnen und Autoren ohne Leserinnen und Leser, ohne Zuhörerinnen, ohne Zuhörer? Wir freuen uns über alle Literaturinteressierte, die heute den Weg hierher zu uns ins Stifterhaus gefunden haben. Herzlich willkommen. Ja und besonders freut auch mich, die Sarah hat es ja schon vorweggenommen, auch dass uns unsere musikalischen Begleiterinnen über die Jahre hinweg auch heute die Treue halten und zu uns gekommen sind. Die Evelyn Leb am Saxophon haben wir ja schon gehört. Die Viktoria Wall ist auch bei uns. Und Jumama, das sind die Maria Ehrenmüller und die Jutta Gieber. Da will ich aber noch nicht vorwegnehmen, was die drei spielen, das hören Sie dann ja eh selbst. Und welche Instrumente. Ja, sehr geehrte Damen und Herren, die Sarah hat es auch schon angedeutet, eigentlich sollte an dieser Stelle heute ein anderer stehen. Wir hatten zwar den Obmannwechsel für den Herbst schon geplant, aber erst nach dem Jubiläum. Aber der Tod schert sich nicht um die Pläne von uns Lebenden. Am 31. Mai ist unser langjähriger Obmann Erich Josef Langwiesner, Literat, Schauspieler, politisch denkender Kopf und Humanist, für uns alle überraschend verstorben. Und ich möchte Sie bitten, sich für ein kurzes Gedenken von Ihren Plätzen zu erheben. Herzlichen Dank. Ich möchte diesen Abend auch nutzen, um eine Person vor den Vorhang zu holen, die in den letzten 14 Jahren mit Erich gemeinsam beim Autorinnenkreis die Hauptlast der Organisation getragen und sich als Kassiererin unermüdlich ehrenamtlich für unseren Verein eingesetzt hat. Liebe Renate, bitte. Applaus die hier schon unsere Lesungen abhalten durften. Und wir hoffen natürlich, dass uns auch weiterhin die Tür für unsere Veranstaltung offen steht. Liebe Sarah Kühr, ich bitte dich, unseren Dank an das ganze Team des Stiftungsbauhauses weiterzugeben. Herzlichen Dank. Applaus gegründet, haben sich die Herausforderungen für Literatinnen und Literaten natürlich immer wieder grundlegend verändert und der Verein musste sich sozusagen immer wieder neu erfinden. Und diese Aufgabe stellt sich uns auch jetzt an der Schwelle zum achten Jahrzehnt unserer Existenz aufs Neue. Hat die Literatur in unserer schnelllebigen Welt mit ihrer enormen Reizüberflutung, der sich stetig verkürzenden Aufmerksamkeit spannender Menschen, den sich ändernden Lesegewohnheiten, geprägt vor allem durch die allgegenwärtigen sozialen Medien und angesichts, unter Anführungszeichen, epochaler Technologien wie der künstlichen Intelligenz überhaupt noch eine Zukunft? Diese Frage muss sich der Autorinnenkreis Linz stellen, denn es ist in letzter Konsequenz die Frage nach seiner Existenzberechtigung. Macht es noch Sinn, Lesungen für Autorinnen zu organisieren, obwohl das Publikumsinteresse oft überschaubar ist? Macht es noch Sinn, diese Solidargemeinschaft von Menschen, die geschriebene Sprache als Werkzeug verwenden, wie es der frühere Obmann Peter Klimitsch in seinem Beitrag zum 50-jährigen Jubiläum formulierte, aufrechtzuerhalten? Wir sind der festen Überzeugung, dass Literatur, auch wenn die KI ein nützliches Werkzeug bei der Recherche oder Fehlersuche sein kann, nach wie vor ein Produkt der natürlichen Intelligenz sein muss. Literatur muss innovativ, kreativ und qualitativ hochwertig sein. Das ist der Anspruch, den wir als Autorinnenvereinigung auch an unsere Mitglieder stellen. Wir sind davon überzeugt, dass der Autorinnenkreis auch in Zukunft unverzichtbar ist, weil es eines seiner zentralen Aufgaben ist, eine direkte Verbindung zwischen Leserinnen und Lesern und Autorinnen und Autoren herzustellen. und Autoren herzustellen. Mit anderen Worten, wir verstehen uns als literarischen Nahversorger, der Schriftstellern und Schriftstellerinnen eine Plattform für die Präsentation ihres Schaffens bietet, zugleich aber auch dem Publikum einen niederschwelligen Zugang zur Literatur. Bei unseren Veranstaltungen kann man literarische Vielfalt an unterschiedlichsten Orten genießen. In Cafés, in Gasthäusern, in Vereinshäusern, natürlich im Stifterhaus, in Bibliotheken, in Galerien und auch schon einmal in einem Orient-Teppichgeschäft. Warum nicht? Warum nicht? Wer mit einer Autorin oder einem Autor nach der Lesung in persönlichen Kontakt kommen will, der kann einfach nach der Lesung hingehen und Sie, muss sich ein Verein darüber in klar sein, wie er sich ideell verortet. Der Autorinnenkreis und seine Mitglieder mit ihrem literarischen Schaffen stehen heute für freies Denken, für Demokratie, für die Würde des Menschen, für die Vielfalt der Lebenskonzepte und gegen Ausgrenzung, gegen Rassismus und gegen alle Formen des Totalitarismus. Das war Erich Josef Langwiesner immer ein großes Anliegen und wir werden diesen Weg weitergehen. Das war Erich Josef Langwiesner immer ein großes Anliegen und wir werden diesen Weg weitergehen. Wir werden auch im kommenden Jahrzehnt Literatur unter die Menschen bringen und das eine oder andere Mal die Stimme in Debatten zu gesellschaftlichen und vor allem bedenklichen kulturpolitischen Entwicklungen erheben. in die Zukunft und laden Autorinnen und Autoren allen Alters ein, sich uns anzuschließen und gemeinsam der Literatur die Aufmerksamkeit zu verschaffen und die Bedeutung zu verleihen, die sie verdient. Dankeschön. Ich darf nun Herrn Dr. Kollerich bitten um ein paar Grußworte. Danke. Ich bin wesentlich kleiner noch. Meine sehr geehrten Damen und Herren, geschätzte Ehren- und Festgäste zur Jubiläumsveranstaltung anlässlich 70 Jahre Autorinnenkreis Linz. In Abwandlung eines weisen Wortes könnte man heute sagen, wer Bücher liest und erst recht wer sie schreibt, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaun. Und gerade das macht der Linzer Autorinnenkreis seit 70 Jahren. Und die Welt war ja doch damals sehr bewegt, 1956, wie er so richtig gegründet wurde. Bewegt, dass Österreich erst ein Jahr frei war. Bewegt, dass wir zur UN und zum Europarat gehen durften. dass wir zur UN und zum Europarat gehen durften, bewegt, dass der Ungarnaufstand auch Österreich als humanitäres Strehkreuz gefordert hat und wir das bewältigt haben. Und die Welt ist heute auch wieder unruhig und bewegt, wenngleich auch anders. Jedoch Kultur und gerade auch heute Literatur ist das, was bleibt von Menschen, ist das, was Bestand hat und übernimmt die wichtige Aufgabe, nicht nur bis zum Zaun, sondern in die Welt hinaus zu schauen, nicht nur bis zur eingegrenzten Social-Media-Blase oder manchmal auch sehr unsozialen Blase, sondern zu blicken, uns zu konfrontieren, mit Ein- und Aussichten und in den Diskurs zu treten. Gerade das, was im Social-Media-Bereich uns ja doch immer wieder mal abgeht, nämlich einen offenen Diskurs von Angesicht zu Angesicht. Und oft sagt man ja, wir, die wir nicht so literaturaffin oder vielleicht künstleraffin sind, wir denken in Länge mal Breite. Künstlerinnen und Künstler, Literaten, Literatinnen denken in Höhe und Tiefe und das ist was ganz Unverzichtbares. Namens Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer sowie der Landeskulturdirektorin Margot Nassall, die leider gerade aufgrund einer akuten gesundheitlichen Einschränkung sich für kurze Zeit etwas schonen muss, darf ich die herzlichsten Glückwünsche zum 70-jährigen Jubiläum übermitteln. Ein Jubiläum, das von umtriebigen Schriftstellerinnen und Schriftstellern zeugt, aber auch von einem treuen Publikum, wie man sieht, das sich über die Jahre und Jahrzehnte zum richtigen Fanclub entwickelt hat. Der Linzer Autorinnenkreis ist schon, wie es gesagt wurde, einer, ein wesentlicher literarischer Nahversorger, im besten Sinne des Wortes. Sie sind das Beispiel für das Spiel mit der Sprache, für den Aktionismus, für atypische Präsentationen von Texten, für Worte, die für sich allein stehen und nicht sich selbst brauchen, um zu sein, für Poesie wie für Prosa, für den kurzen Text wie im Roman, aber die Literatinnen und Literaten gehören ebenfalls zu ihren Mitgliedern, wie auch sach- und wissenschaftliche Autorinnen und Autoren und journalistisch Schreibende. Die Buntheit in diesem Kreis war von Anfang an eingeschrieben. Sie schaffen, und das ist auch schon gesagt worden, nicht nur an ungewöhnlichen Orten, Räume und Zugang, und das setzt 70 Jahre, um sich mit Literatur auseinanderzusetzen. Sie schaffen noch etwas ganz besonders Wertvolles, und gerade das hat mir die Frau Dr. Dallinger heute auch noch einmal gesagt. etwas, in dem dass sie Leidenschaft vermitteln, vernetzen, unterstützen und Autorinnen und Autoren damit an die Kulturtechnik des kreativen Schreibens, an Junge, die vielleicht auch sich da entwickeln möchten, heranführen ins Heute und in die Zukunft. Sie sind damit ein wichtiger Teil des literarischen Lebens in Oberösterreich. Und wie in Vereinen üblich, steht und fällt alles mit ehrenamtlich Engagierten, die jetzt nicht nur schreiben, das sie ja vor allem tun, sondern sich um Veranstaltungen kümmern, Zusammenkämpfe planen und organisieren, kurz gesagt die dafür brennen, um über den Zaun in die Welt zu schauen. Und sie denken, so wie sie jetzt natürlich auch schon gesagt wurde, natürlich auch an ihren janglärigen Obmann, der sich mit voller Inbrunst dem Autorinnenkreis Linz verschrieben hatte und der fehlt. Und gleichzeitig bedanken wir uns aber auch, dass es ein neues Team gibt, einen neuen Obmann mit Hermann Knapp und Ursula Hirtl, dass die Aufgaben weiterführt. Der einzige Bundespräsident, den wir bisher aus Oberösterreich hatten, Rudolf Kirschliger, hat einmal den Ausspruch geprägt, Frieden, Wohlstand und Lebensqualität kann niemals allein von oben verordnet werden, sondern muss von unten her wachsen. Und gerade mit ihrem Engagement und gerade mit, wenn ich an das Motto heute denke, mit Fantasie, mit Abenteuer, mit Widerstand, mit Unterhaltung, Kreativität, Gesellschaftskritik, Menschlichkeit, Tabuthemen, gerade das machen sie. Sie schaffen Lebensqualität, gerade mit der Literatur. Dazu braucht es Menschen, die sich engagieren und das seit 70 Jahren. Und sie blicken heute nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. In diesem Sinne, Literatur hat kein Alter. Literatur bleibt, ist aber ewig jung und ich wünsche Ihnen für die nächsten 70 Jahre alles Gute und weiterhin auf eine so gute Zusammenarbeit. Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Applaus Herzlichen Dank für diese Worte. Ich verspreche Ihnen, wir werden weiterhin über den Zaun in die Welt hinausschauen und wir werden unsere Meinung auch zu verschiedenen Gegebenheiten in der Welt kundtun mit unserem literarischen Schaffen. Ich darf jetzt Ursula Hirtl bitten, uns einen kleinen Abriss über die Geschichte des Autorinnenkreises zu geben. Einen kleinen? Wir haben drei Stunden. Ich brauche da einige Dinge. Jemand hat sich vorhin schon sehr aufgeregt über diesen Titel Wir sind 70, den ich da hinten hingeschrieben habe. Nicht alle von uns sind 70 und andere sind schon drüber, aber der Verein ist 70. Gut. Gut. Was ich Ihnen zuerst einmal zeigen möchte, ist diese Karte. Und ich zeige Ihnen damit nicht eine rote Karte, sondern es ist eine Original-Mitgliedskarte aus dem Jahr 1956. Und damit sind wir am Beginn unserer Reise in die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Ich zeige sie Ihnen auch noch genauer. Wir sehen hier, dass jeden Monat ein Schilling-Mitgliedsbeitrag eingehoben wurde ab 1956. Das ist penibel vermerkt. Ab 1964 waren es dann 15 Schilling pro Jahr und ab 1967 20 Schilling pro Jahr. Wer heute beitreten möchte, wir zahlen 30 Euro pro Jahr. Der Verein hatte von Anfang an 45 Mitglieder, wobei nicht alle richtige Mitglieder waren, sondern einige waren noch sogenannte B-Mitglieder, die noch in der sogenannten Bewerbungsphase waren. Eine zweite Mitgliedskarte möchte ich Ihnen auch noch zeigen und zwar aufgrund des Datums, das drauf ist. Das hier ist das Original, falls sich jemand danach ansehen will. 1. Oktober 1962, an diesem Tag, also heute vor 64 Jahren, ist Käthe Reicheis bei uns eingetreten. Aber jetzt zu denen, die diesen Verein aufgebaut haben. Karl Martin Eckmeier hat im Jahr 1946 schon die Notgemeinschaft Oberösterreichischer Schriftsteller gegründet. Damals ging es ja um die Existenz, um ein Dach über dem Kopf, um etwas zu essen. Und ab 1955 sind Briefe vorhanden, wir haben die alle noch, wo es darum geht, unseren Verein zu gründen. Das hier ist die Einladung zur festlichen Gründungsversammlung, die am 6. April 1956 in der Linzer Studienbibliothek stattfand. Es gab Musik, also eine Tradition, die wir beibehalten haben, es gab eine Lesung und es gab den festlichen Gründungsakt, bei dem Eckmeier dann zum ersten Obmann gewählt wurde. Von da an ging es los mit zahlreichen Aktivitäten und zwar gab es ab Herbst dann jeden Monat einen sogenannten literarischen Abend, die wurden durchgezählt. Der Gründungsabend galt als erster literarischer Abend, das ist die Einladung zum zweiten literarischen Abend, euer Wohlgeboren steht hier. Und ich habe in einem Zeitungsartikel von damals gelesen, dass durchschnittlich 65 Personen pro Veranstaltung kamen. Und was auch anders war als heute, die Zeitungen berichteten über jede Veranstaltung und zwar das Linzer Volksblatt. Ich habe einen Artikel vom 27.05.1957 herausgesucht. Da waren wir auf Seite 4. Da feierte der Verein nämlich gerade seinen ersten Geburtstag. Da waren wir noch ganz jung und frisch. Zum Geburtstag einen Strauß Gedichte. Die oberösterreichischen Nachrichten haben uns sogar auf Seite 3 gebracht. Literarische Feierstunde heimischer Schriftsteller. Ja, ich habe auch beide Artikel hier, falls Sie sie möchten. Und insgesamt gibt es einen solchen Stoß solcher Artikel, die damals verfasst wurden. Damit sind wir schon beim nächsten Obmann und der nannte sich nicht Obmann, sondern Präsident. Das war offensichtlich aufgrund von Staatsbesuchen notwendig. Man besuchte sich damals nämlich gegenseitig im benachbarten Ausland. Und damals tauchte auch der Name Autorenkreis Linz zum ersten Mal auf. Ein kurzes Wort über Karl Hans Watzinger. Viele Menschen waren während des Krieges Mitglieder der NSDAP, so auch einige, die bei uns im Verein Mitglieder waren am Anfang. Watzinger hatte nach dem Krieg drei Jahre Berufsverbot, weil er die nationalsozialistische Ideologie durch seine journalistische und seine literarische Tätigkeit verherrlicht und verbreitet hat. Eines möchte ich Ihnen auch noch zeigen, ab 1963 bis 1985 wurde Buch geführt, das ist so ein dickes Buch, alles handgeschrieben, da wurde jede Veranstaltung, jeder literarische Abend des Vereins eingetragen und was das Besondere daran ist, sämtliche Besucher und Besucherinnen haben sich mit ihrer Unterschrift verewigt. Auf dieser Seite, die Sie hier sehen, sind 48 Unterschriften, bei den meisten Veranstaltungen kam man mit einer Seite nicht aus. Damit sind wir jetzt bei der dritten Präsidentin, Marga Czerny-Sattlberger, die 1988 übernahm. Sie war eine sehr umtriebige Dame. Sie war Radiomacherin, Schriftstellerin und hat auch hier im Haus gearbeitet als Bibliothekarin und Archivarin und vielleicht auch deshalb gab es etwas, was bisher einzigartig ist, nämlich eine Rampe mit dem Titel Zeitbezüge Texte des Autorenkreises Linz. Und wenn wir uns zum Geburtstag was wünschen dürfen, wir hätten gern wieder sowas. Ich sag's nur. Zwei Personen, die ich heute schon gesehen habe, sind in dieser Rampe bereits vertreten. Sie sitzen da hinten. Die Jutta Tanzer und der Günther Giesel, Herr Krenner. Die beiden da. Steht kurz mal auf, bitte. Dann gibt es wieder einen Obmann. Also der Name Präsident war offensichtlich Geschichte. Peter Klimitsch übernahm 1999 und aus seiner Zeit, Literatur ist das, was erhalten bleibt, ist gerade gesagt worden, aus seiner Zeit ist diese Anthologie erhalten, die auch heute noch absolut lesenswert ist und einige der Autoren und Autorinnen, die Sie heute noch hören werden, sind hier auch schon vertreten. Ich habe hinten einen Stoß aufgelegt gegen vielleicht eine kleine Spende oder so. Können Sie sich gern eines mitnehmen? Und damit sind wir bei Erich. Er ist schon erwähnt worden. Er hat ab 2011 mit Renate Perfall die Geschicke dieses Vereins übernommen. Auch zum 60-jährigen Jubiläum gab es eine Anthologie. Ja, über Erich ist ohnehin vorhin schon gesprochen worden, wie er war und dass wir in seinem Sinne weitermachen. Und damit sind wir in der Gegenwart, zumindest in der ganz nahen Vergangenheit. Am 4. September war die Generalversammlung, das ist der neue Vorstand, gewählt worden. Hermann hat sich schon vorgestellt, hier sehen wir ihn letzte Woche schon im Einsatz bei dieser wunderbaren Lesung, die wir auf Einladung vom ZZI im Ursulinenhof hatten. Danke, Damir. Und ja, was ist neu? Wir heißen jetzt ganz offiziell, gegendert, Autoren und Autorinnen Kreis Linz, Schriftstellerinnen und Schriftsteller Vereinigung aus Oberösterreich. Ganz offiziell ist unser Motto starke Stimmen, freies Denken und die Generalversammlung hat sich auch für ein neues Logo entschieden und sämtliche Mitglieder konnten dann abstimmen zwischen Orange, Tannengrün oder Violett. Sie haben sich für die Farbe Lila entschieden. Und damit kommen wir zu dem, wofür wir eigentlich hier sind, nämlich zur Literatur. Aber damit Sie sich noch kurz von mir erholen können, bitte ich um Musik. Dankeschön. Applaus Thank you. Thank you. Thank you. Wie Mama. Applaus Danke für diese musikalische Einbegleitung des literarischen Blogs. Sie sehen, Literatur, Musik, interessante Menschen. Ich würde fast sagen, wir sind ein Gesamtkunstwerk. Ja, ich darf nochmal auf die Anthologie hinweisen, die hinten natürlich auch käuflich zu werben gibt und auf den Büchertisch. Unsere Autorinnen haben Bücher mitgebracht und vielleicht nehmen sie sich einfach ein Stück gute Literatur mit nach Hause. Und jetzt würde ich den ersten Autor auf die Bühne bitten. Wir machen im ersten Block, es werden sieben Autorinnen und Autoren lesen und danach gibt es eine Pause, dann können Sie sich draußen beim Buffet stärken. Viel Spaß. Applaus Ich bin der Mühlviertel Linzer, 60 Jahre in Linz und den Rest doch Mühlviertler. Und daher auch meine Geschichten laut der Tatsachen, klarerweise, die ich Ihnen zur Kenntnis bringen möchte. Ich möchte die ehrwürdigen Hallen hier mit meiner Literatur entweihen. Gelingt mir sicher. Der Altbauer. Die Ratte ist jetzt in deiner Garage, sagte die Frau des dritten Hauses zu ihrem eben heimgekehrten linken Nachbarn, einem Biologielehrer, und schließt blitzartig die Tür. Der vom Dienst erschöpfte Pädagoge setzt seine Fahrt indessen furchtlos fort. Sein Verstand lässt ihn glauben, das Tier werde flüchten, sobald sein Auto die Garage füllt. Mit Mühe bewegt er sich nun auf die rechte Seite, wo er aussteigt, vordergründig, weil auf dieser Seite mehr Platz vorhanden ist, hintergründig aber in der uneingestandenen Hoffnung, die angriffslustige Ratte würde mit diesem Schachzug nicht rechnen und fahrerseitig auf ihr Opfer lauern. Nichts dergleichen geschah. Auch ein Blick unter das Auto machte den Feind nicht sichtbar. Allerdings war da ein neues Geräusch. Es kam aus dem Motorraum des eben abgestellten Fahrzeuges. Durch Autostarten ins Freie fahren und warten löste das Problem nicht. Der Blick unter die geöffnete Motorhaube brachte es wenigstens zu Tage. Aus der seitlichen Verkleidung hing ein nackter Schwanz. Jakob Haslinger, ein Altbauer, auf dessen früheren Feldern jetzt die Häuser stehen, ist auf seinem täglichen Spaziergang unbemerkt dazugetreten. In die Ratlosigkeit der inzwischen mehrere Bewohner umfassenden Versammlung hinein bemerkt er, wenn ich Handschuhe hätte. Diese Aussage verleiht ihm höchste Kompetenz. Das Paar, welches man ihm reicht, hat genau die richtige Beschaffenheit, zwischen geschmeidig und widerstandsfähig. Das anhaftende Schmieröl macht sie unappetitlich. Die Zahl der Zuschauer ist nun auf etwa zehn Personen angewachsen. Vier Hausfrauen, drei Lehrer, zwei Pensionisten und ein Installateur. Da weiterer Zuwachs nicht mehr zu erwarten steht, geht man zum Angriff über. Der Biologielehrer stochert mit einem langen Stab nach dem Tier und zwingt es, den Rückzug anzutreten. Der Altbauer überwindet kurzfristig die Bürde seiner Jahre und erfasst die Ratte so, dass sie keine Möglichkeit hat, ihn zu beißen. Mit derselben Geschwindigkeit hält er sie zu Boden und zerquetscht ihr den Kopf. Einen Schritt weiter macht er dieselbe Bewegung erneut. Er steigt mit einem Schuh auf die inzwischen leeren Handschuhfinger und zieht einen nach dem anderen aus, ohne sie außen zu berühren. Die kannst du mit eingraben, sagt er ihm gehen. Soweit Literaturmissbrauch zu meinem Buch. Echte Müffertler-Geschichte natürlich, ganz klar. 1978, als die Grenze zur GSSR noch tot und bekannt abgeriegelt war, wunderten sich die Bewohner vom österreichischen Ort Schöneben, dass abends aus dieser Richtung ein unheimlicher Lärm zu hören war. Ein Stampfen und Gebrüll, das näher kam. Es stellte sich schnell heraus, dass eine ganze Horde Kühe aus einer Kolchose nahe Glöcklberg, Zadnitz-Vonkowar, ausgebrochen und über die Grenze gestürmt war. Ob es Opfer am elektrischen Zaun gab, man weiß es nicht. Dem Wirt deutscher Herkunft gelang es sogar, eine Kuh mit dem Lasso zu fangen und hinter seinem Haus anzubinden. Nach Tagen wurden die vierbeinigen Flüchtlinge in einem hochoffiziellen Staatsakt im Beisein hoher Würdenträger wieder ausgeliefert. Wie viele davon allerdings in Österreich Asyl gewährt worden war, ist unbekannt. Asyl gewährt worden war, ist unbekannt. Einige Schönebner meinten danach, eine Stimme aus Böhmen gehört zu haben, die klagte, es sind nicht alle zu Hause, es sind nicht alle zu Hause. Dankeschön. Dankeschön. Wege zwischen Steinen, Beche, Zers, Steinen und Wald, gemeinsame Aktion mit meiner lieben Partnerin Ilse Maria Bachel, auch Mitglied, die heute leider verhindert ist und schön grüßen lässt. Schönen Dank. Ich danke Ihnen, dass Sie da sind. Ich bin schon wieder da, aber wir haben ausgelost, also ich kann da nichts dafür. Spring. Sie überfällt mich nicht, die, die ich die große Traurigkeit nenne, meine große Traurigkeit. Nein, sie kommt nicht überraschend. Sie bekriecht mich, kriecht ganz langsam in mich hinein, beginnt bei den Zehen, arbeitet sich sanft nach oben, wie ein Liebhaber, der zuerst liebkost, bevor er zustößt. Stößt in mein Herz, in mein Hirn, nimmt mir den Atem, nimmt mir die Worte und ich gebe mich mir hin. Der großen Traurigkeit, meiner großen Traurigkeit. So warte ich, tagelang, wochenlang, gefangen in meinem Schloss, in meinem Turm, bis ich zersplittere in tausend Scherben. Wenn ich zersplittere in tausend Scherben, knacke ich es, das Schloss, Befreie ich mich, steige hinauf, aufs Dach. Ich wohne mitten in der Stadt im obersten Stock. Da geht die Feuertreppe hinauf, hinauf aufs Dach. Der Aufgang ist versperrt, aber ich habe das Schloss geknackt. Flachdächer sind praktisch. Ich gehe zur Abgrenzung einer kleinen Mauer, lächerlich klein, aber breit genug, um darauf zu stehen. Ich stehe auf der Abgrenzung und schaue hinunter auf die Haupteinkaufsstraße der Stadt. Das, was man wohl das bunte Treiben nennen würde, aber es ist nicht wirklich bunt, es ist nur ein Treiben. Und ich treibe mich dazu, auf die Menschen zu schauen, wie sie da unten, lächerlich klein, sich dem farblosen Treiben hingeben. Treiben hingeben. Auch ich bin klein, obwohl ich mir groß vorkomme, jetzt wo ich da heroben stehe und der Wind mich umfängt, in Stößen antreibt und ich mich frage, wie es wohl wäre. Im Park gegenüber sind Leute stehen geblieben. Sie schauen nach oben. Sie sehen mich. Sie nehmen ihre Handys und fotografieren. Sie filmen. Ich schaue nach unten und schaue ihnen zu, wie sie fotografieren und filmen. Die Zeit vergeht. Ein Windstoß. Noch einer. geht. Ein Windstoß. Noch einer. Spring endlich, ruft eine Frau. Ich habe nicht ewig spring. Ich habe nicht ewig Zeit. Warum eigentlich nicht? Ich habe Zeit, ich habe ewig Zeit. Ich stoße sie ab, die, die ich die Traurigkeit nenne, meine große Traurigkeit. Stoße sie hinunter, sie fällt, schaut überrascht. Aber niemand sieht sie, niemand fotografiert, niemand filmt, wie sie fällt, wie sie unten aufschlägt auf dem Gehsteig vor dem Haus und zersplittert in tausend Scherben zersplittert. Und ich winke ihr nach, winke den Leuten, die immer noch schreien, spring! Aber es ist zu spät. Ich kehre zurück in mein Schloss, in meinen Turm. Ich springe die Treppe hinunter in den obersten Stock, wo ich wohne, mittendrin in dieser Stadt und ihrem bunten Treiben. Danke. Applaus Mein Name ist Susanne Huber. Ich lese Ihnen ein ganz kleines Stück aus meinem neuen Buch vor. Es nennt sich Sieben Formen von Blau. Und ich nehme Sie jetzt mit an einen anderen Ort zu einer anderen Zeit. Eis. Bad Fusch, Anfang des 19. Jahrhunderts. Krähen sammelten sich in der Abenddämmerung. Sie saßen wie ohrenlose, magere, schwarze Katzen auf den erstarrten Ästen der mächtigen Fichten und warteten auf das Aufziehen des Sternenhimmels. Eine weitere klare und kalte Nacht kündigte sich an, um vergängliche Gemälde aus Eisblumen zwischen Fenstersprossen zu malen. Frost hatte dem Boden eine undurchdringliche Schicht aufgezwungen, einen Schutzschild auf die Berghänge genagelt, Steige und Kahnwege noch holpriger gemacht, als sie ohnehin waren. Der ausgetretene Weg zur kleinen Kirche wurde zusammen mit der Kälte für die Alten im Ort zur Stolperfalle, zur Rutschpartie. Die letzten Kurgäste hatten vor ein paar Wochen noch Spaziergänge durch den bunten Mischwald gemacht oder auf einer der Bänke im milchigen Herbstlicht gebadet. Doch dann drehte das Wetter plötzlich, kamen die ersten Herbststürme und mit diesen Vorboten des Winters hatten die Gäste ihre Bündel geschnürt und den abgeschieden gelegenen Ort verlassen. Ruhe kehrte ein. Das Jahr ging langsam dem Ende zu. Die Einheimischen trafen Vorkehrungen für den Winter. Zwischen den Häusern wurden die Äxte geschwungen. Von den Hackstöcken rieselten beständig frische Holzsplitter. Die Brennholzstapel wuchsen. Die Dächer wurden geprüft. Einzelne Schindeln ausgetauscht, der Vorrat an Kerzen aufgestockt. Die Frauen wuschen bergeweise Schafwolle, um sie während des Winters zu Fäden zu verspinnen. Die Männer gingen ins Holz und kümmerten sich um notwendige Reparaturen. Die Männer gingen ins Holz und kümmerten sich um notwendige Reparaturen. Alle Arbeiten im Barthaus und den Häusern ringsum wiederholten sich in einem ewigen Kreislauf. Die Witterung nagte beständig an den Gebäuden. Frost, Schnee, Eis, Hagel und Regen zerstörten zuweilen, was die Menschen in Bad Fusch aufbauten. Stürme nahmen mit, was sie konnten. Doch die Leute klammerten sich unbeirrt an ihren Heimatort. Sie taten dies im festen Glauben, Bad Fusch sei ein besonderer Platz, dem heiligen Wolfgang geweiht und mit heilenden Quellen gesegnet. Je mehr Prüfungen ihnen auferlegt wurden, desto trotziger widersetzten sie sich jeder Lawine, jedem Hangrutsch, jedem Felssturz. Seraphina flocht ihr Haar. Es war hüftlang und im Sommer honigblond. Wusch sie es am Brunnen, dann bekam es einen smaragdenden Schimmer. Im Herbst, wenn die Sonne nur mehr kurz hinter den Bergen aufstieg und früh am Nachmittag bereits wieder verschwand, wenn das Leben sich ins Innere der wenigen Häuser in Bad Fusch verlegte, sich die Menschen zurückzogen, um der Kälte draußen den nötigen Raum zu lassen, dann mischte sich ein eigentümlicher Grünton unter die dichten Strähnen, so als breitete das Moos mit den kühlen, regnerischen Tagen sein weites Geflecht bis in ihr Haar aus. Vielleicht hing es auch mit der Feuchtigkeit zusammen, die im Herbst in der Luft lag, dem Nebel und den Wolken, die tief über die Bergkämme ins Tal hereindrängten. Sie trugen so viel Wasser mit sich, dass draußen und drinnen alles beständig klamm und feucht war. Das Holz wurde seifig, die Steine glitschig. Dem Gras auf den Steinen hängen konnte man nicht mehr trauen. Der Farbton in Serafinas Haar war es auch, der sie zur Außenseiterin machte, was jedoch nicht bedeutete, dass man sie nicht mochte. Im Gegenteil. Mit ihrer ruhigen Anmut, den schiefergrauen Augen und der Gabe, gerade dort unverhofft aufzutauchen, wo man sie brauchte, war sie überall gern gesehen. Die Leute erkannten in ihr jemanden, der nicht ganz dazugehörte, aber auch nicht fehlen durfte. Sie war eine und dann doch wieder keine von ihnen. Dennoch hatte sie schon bald nach ihrer Ankunft einen Platz in der kleinen Dorfgemeinschaft oben im Bad Fuscher-Weichselbach-Tal gefunden und wurde manchmal von den einheimischen Moosmädchen genannt. Jene, denen sie unheimlich war, nannten sie skeptisch eine Hex, taten ihr jedoch nichts zu leide, sondern machten einfach einen Bogen um sie. Danke. Applaus Ich bin Renate Perfall. völlig schwerelos, mit geschlossenen Augen, ganz flach am Wasser liegen, dumpfe Stille, nur den eigenen Atem hören, die Wärme der Sonne als Kompass, getragen und leicht, wie ein Blatt auf der Wasseroberfläche. Mit Fließen, wegträumen, wegtragen lassen, im Spiel der Elemente, Grenzgänger der Träume zwischen Wasser und Luft im kretischen Meer der Götter. Moment der Stille des Herzens, um Gefühle zu sortieren, überlagert von kreisenden Gedanken, Momente von Stille, ohne nachzudenken, ohne zu fühlen, einfach zu sein. Vom Ursprung hinaus geschleudert auf eine Bahn. Geformt von Anziehung und Abstoßung, Hitze und Kälte, Nähe und Entfernung. Ein ewiges Wechselspiel der Gedanken und Gefühle. Ein Moment der Stille, zum Greifen nahe und doch immer dieses Wollen, Müssen, Getriebensein und dann wieder diese Momente der Stille, des Innehaltens, des Einssein mit dem Universum, wie Sternenstaub, wie ein wärmender Lichtstrahl im Herzen. Jasmin, süßer Duft von Blüten, wie Sterne der Erinnerung, immer gegenwärtige Zärtlichkeit, Gegenwärtige Zärtlichkeit, Schatten der zarten Form, durch helles Licht, tastend, suchend, verschlungen, neugierig, ausgereckt, in Erwartung nach Licht, um zu blühen. Danke. Es hat geheißen, wir sollen zu unserer Begrüßung nur unseren Namen nennen. Mein Name ist Sophia Farago. Wenn ich Romane schreibe, die im England des 19. Jahrhunderts angesiedelt sind. Derzeit schreibe ich den 21. Mein Name ist Sophia Scheer, wenn ich die drei Linz-Krimis veröffentlicht habe und mein Name ist Ingeborg Rauchberger im wirklichen Leben und auf meinen Sachbüchern. im wirklichen Leben und auf meinen Sachbüchern. Und ich habe mir gedacht, wir werden 70, also der Autorenkreis, Autorinnenkreis wird 70 und ich lese daher ein Gedicht über die 70-Jährigen. Die 70-Jährigen. Die einen werfen ihren Schatten voraus, die anderen sind nur mehr ein Schatten ihrer selbst. Die einen schaden sich selbst und die anderen nicht zu kennen ist auch kein Schaden. Die einen sind noch gut im Ratschlagen, die anderen nur mehr gut mit Ratschlägen. Ratschlagen, die anderen nur mehr gut mit Ratschlägen. Die einen wissen was und die anderen wissen nur mehr alles besser. Die einen haben ein Herz wie in der Jugend, die anderen haben ein Herz für die Jugend, die einen bemühen sich auszuschauen wie in der Jugend und über die lacht die Jugend herzlich. Die einen sind froh darüber, was sie geworden sind. Die anderen trauern dem nach, was sie hätten werden können. Die einen sind noch immer nicht, was sie geworden sein könnten und die anderen wissen noch nicht, was sie einmal werden werden. Die einen haben einen Regengeist, die anderen schauen nur mehr aus wie ein Geist im Regen. Die einen gehen mit der Zeit und für die anderen ist die Zeit bald abgelaufen. Sie sind alle 70, aber sie sind unterschiedlich alt. Noch nie ist das so aufgefallen wie in diesem Alter und nie mehr wird es weniger auffallen als jetzt. Danke. Applaus Günter Giesel, Herr Grenne, Gedichte aus dem Buch Nordhang. Stundenlang hast du die Wörter abgesucht und nicht geschenkt deinen Mund. Zwischen den Augen bleibt das Schweigen hängen wie die zeigerlose Uhr, der die Sprache der Kindheit fremd geworden ist. Während die Lippen das Zittern verlieren, schreit ihr das Leben die Stille in das Ohr. Wenn der Herbstwind zum ersten Mal über die Hügel reitet, wissen die Alten, was zu tun ist. Lange genug hat in der Sonne das Holz auf die Axt gewartet. Jetzt wird es gehackt zur zweiten Wand. Noch liegt die Katze schon in der Früh auf dem steinernen Bett vor der Tür. schon in der Früh auf dem steinenden Bett vor der Tür. Ein Jahr noch vielleicht, oder zwei, und Stufe und Wand bleiben leer. Der Altweibersommer legt der Jahresfrist das Sonnenrad zu Füßen. Die Glasluft pflicht den kurzen Tagen einen späten Kranz und hängt der Ferne den klaren Horizont dicht vor die Augen. Auf dem Acker sinkt das Tagwerk in die Furchen. Der Herbst ist durch die Hintertür in die Flur gekrochen und verspricht, dass bald die Stille folgt. Gegen den Wind geschrieben, kann das Wort nicht in den Rücken fallen, in das Gesicht hingegen schon. Jeder Satz ein Hagelkorn wie eine Nadel in die Haut. Was vorbei weht, erreicht kein Auge und kein Ohr, im Nichts verloren. Das Verschwiegene gräbt sich ein im Niemandsland. Kurzpros aus dem Buch Wildwuchs. Auf die Bemerkung eines Kritikers, seine Romane seien eine Konjunktiv-Orgie, entgegnete er, das sei die einzige Orgie, an der er noch teilnehmen könne. Und dann sei sie bald draufgekommen, dass man von ihm wirklich alles haben könne, solange es nicht ihm gehöre. solange es nicht ihm gehöre. In seiner grenzenlosen Gutmütigkeit trauerte sie ihm nach, habe er ihr schließlich auch jene Sünden vergeben, die sie gar nicht begangen habe. Der Sohn seines Nachbarn brauche gar nicht mehr zu sagen, er sehe schon unüberlegt aus. Ein wenig mache sie sich schon Sorgen um ihn, gestand sie. Seit Jahren schreibe er das Gleiche und sie befürchte, es werde nicht mehr lange dauern, bis er dasselbe schreibe. Er wolle nicht gehässig sein, bedeute er, doch ihre üppig sprießenden weißen Achselhaare hätten ihn an den Bart Kaiser Josefs erinnert. Bei ihnen habe sich der Pensionsschock aufgeteilt. Er sei in die Pension gegangen und sie habe den Schock. Er versuche ja, alle Probleme mit dem Gehirn zu lösen, meinte sie, und das räche sich. Es könne nicht gut gehen, wenn jemand ständig auf etwas zurückgreifen wolle, wovon er zu wenig besitze. Danke. Applaus Jutta Tante Verwoben Irgendwann, sagte die Zeit, bin ich gestern, heute und morgen zugleich? Unebenheit. Schreibend breitete sie Tag um Tag vor sich aus, glättete die Unebenheiten, um sich vom gelungenen Glatten berühren zu lassen. Ungebenheiten, um sich vom gelungenen Glatten berühren zu lassen. Es gab bereits eine lange Reihe von Tagen, die sie derart nachbehandelte, in Worten festhielt, in meist ungesagten. Beträchtlich die Fläche des Geschriebenen, der beschriebenen Alltäglichkeit gleichmäßig durchzogen vom linienblau aneinandergereihte erinnerungen als stückwerk widersprachen ihrem bedürfnis nach vollkommenheit eines tages würde ihre arbeit beendet aber nie fertig sein während sie diesen gedankenieß, die Vollkommenheit im Werden erkannte, war sie ihrem Sein näher als zuvor. Und diesen kurzbrunnen Text habe ich noch einmal dann verdichtet auf einen lyrischen Text. Ausruf, wie vollkommen könnte heißen, wie vollkommen im Werden. Überlebensplan. Entwerfen tagreik das Glück in Erwartung des Himmels, den wir längst tragen in uns. Und ein Gedicht, das für heute passt, das vorletzte. Lesung. Behutsam dem geschriebenen Gehör verschaffen, das leise bleibt am Rand des Tages. Zum Abschluss ein Herbstgedicht oder Pause, das heißt Verlaubt. Und wäre jedes Blatt ein Wort, so könnte der Wind beim herbstlichen Treiben gleichzeitig Gedichte schreiben. Danke. Nå er det en av de fleste som har vært med i dag. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. ¦ Thank you. so um Thank you. Applaus Mein Name ist Martina Sens und ich bin sehr froh, dass wir lauter so tolle Musikerinnen dabei haben. In Gedenken an Erich und andere. Ich hoffe, du wirst versöhnlich empfangen, freudig und verzeihend in Mutterarme und Gefährtenherzen. Noch schwerer das Alleinsein, noch triester der November, noch sinnloser das Dasein, noch dunkler die Nacht. fast wie ein verrat erscheint mir der erste tränenfreie tag fast wie ein ergeben dünkt All die tiefen Gedanken wehenden Palmblättern folgend, ziehend, doch nicht verlassend. All die traurigen Momente, gezeichnet von Kampf und Angst, einbrennend wie wehender Vulkanstaub. All die zarten Erinnerungen, wie Schattenspiele der Sonneliebe, geborgene Verbundenheit. Du machtest es möglich, Trennung in ewiger Liebe, dafür meine Dankbarkeit. Und noch zwei Gedichtpaare aus meinem Buchkonsens. Schreiben oder Schweigen. Alles wurde schon gesagt, jeder Gedanke schon gedacht. Ich habe mich daher oft gefragt, was hat mein Schreiben schon gebracht? Ich werde nichts bewegen können, nichts wird sich durch mich ändern, auch weiter wird die Erde brennen, Kriege gibt es in vielen Ländern. Und doch schreibe ich im Moment und bin mir dessen so bewusst. Ich kämpfe weiter, ganz dezent, mit Mut, mit Wille und mit Lust. Weil mir mein Ego heilig ist, muss ich es euch gestehen. Ich schreibe, wenn es auch taktlos ist, in erster Linie, um zu bestehen. ist in erster Linie, um zu bestehen. Möchte reden, mein Innenleben nach außen kippen, erleichtern und habe doch nur dieses stumme Papier. Entwurzelte Seelen verteilen ihre Heimatliebe an die ganze Erde. Entwurzelte Herzen brennen dafür, dass endlich Gleichheit werde. Geben ihre Sehnsucht an alle, die ruhelos wandern, geben ihre Liebe vorzugsweise an die anderen. Bin nicht hier und nicht dort zu Hause, kennen mich hier noch nicht, dort nicht mehr. So ist mein Körper sesshaft heimatlos, doch meine Seele nomadenhaft heimelig, überall hier und überall dort, wo Liebe. Danke. Applaus Mein Name ist Thomas Schlager-Weidinger. Ich werde zwei Gedichte lesen. Eines vielleicht ein kurzer Rückblick. Am 7. Juni 2019 hat die Autorenvereinigung, unser Linzer Autorenkreis, gemeinsam mit der GAF und mit PEN Austria eine Lesung veranstaltet mit dem Titel Ihr werdet euch noch wundern. Daraus stammt der erste Text und der zweite ist ein ganz neuer, den muss ich dann vom Handy ablesen. Flüchtige Sprache, unkontrollierbare Ströme, überbordende Wellen, mächtige Fluten, brechende Dämme, unbändige Schwärme, eine gewaltige Invasion, explodierende Flüchtlingszahlen, belagerte Aufnahmezentren, gestürmte Grenzzäune in der Festung Europa. Damit wir es nicht vergessen. Wir reden hier nicht von Naturkatastrophen oder Parasiten und auch nicht von feindlichen Kriegern, sondern von fliehenden Menschen auf der Suche nach Schutz und einem besseren Morgen. Ja, ich bin so verantwortlich ein bisschen für das Schlagwort Nummer 4 und 7. Da leider auch der nächste Text, der heißt Gekommen. Gekommen ist die Zeit, um mutig zu sein, da wieder kräftig eingeschüchtert wird. Gekommen ist die Zeit, um anständig zu wenn Recht und Ordnung verdreht und missbraucht werden. Gekommen ist die Zeit, um aufzustehen, damit es nicht zu spät ist. Gekommen ist die Zeit. Danke. Applaus Claudia Thaller Lost in Schwarz-Weiß Er spielt, es soll eine Sternstunde werden. Er ist beim ersten Satz. Es ist der längste der vier Sätze. Die Melodie des ersten Satzes ist wunderbar. Sie kehrt wieder und wieder. Üblicherweise dauert der erste Satz 20 Minuten, plus minus. Es ist eine Sternstunde. Der erste Satz dauert bereits 23 Minuten. Der Körper reglos bewegen sich allein die Hände des Pianisten, knapp über den Tasten, breit, ausgebreitet die Hände. Die Melodie verschwindet hinter den Improvisationen und kehrt wieder und wieder. Die Melodie ist wunderschön. Man kann sie nicht oft genug hören. Allerdings, der erste Satz dauert bereits 25 Minuten. Die Zuhörer der ersten Reihe, die Experten, wechseln Blicke, Fragende. Und wieder kehrt die Melodie. Ja doch, sie ist schön, sehr schön sogar. Aber es gibt noch drei weitere Sätze. Die Improvisationen wachsen aus, wuchern aus. Die Tastatur scheint zu eng für derartige Wucherungen. Das ist kein Schubert mehr, das ist nur mehr der Herr Damian. Damian ist berühmt, keine Frage. Doch ist er ein Schubert? Der erste Satz dauert bereits 29 Minuten. Die Blicke der erste Reihe sitzenden spiegeln Unverständnis. In den hinteren Reihen wenden sich die Köpfe nach links, wenden sich nach rechts. Der Pianist spielt mit unbewegtem Körper, mit nach unten gewendetem Blick, ohne Noten. Er tut, was ein Pianist tun soll, er spielt, jedoch er spielt zu lange. Das schönste Spiel, zu lange gespielt, bewirkt Unruhe. Der Pianist Damian spielt am ersten Satz der viersätzigen Schubert-Sonate bereits 32 Minuten. 30 Minuten. Es warten noch drei Sätze und es wartet der Konkurrent. Auch er wird Schubert spielen. Wie lange wird er warten? Die Unruhe der ersten Reihen hat sich bis in die hintersten Reihen fortgesetzt. Auch die Unkundigsten kennen nunmehr die Melodie dieses ersten Schubert-Satzes. Wird es sonst noch etwas geben? Selbst die Improvisationen scheinen wieder zu kehren. Der Pianist spielt. Wer kann einen spielenden Pianisten aufhalten? Der erste Satz dauert bereits 35 Minuten. Gibt es in diesem Konzerthaus keinen Direktor? Ist vielleicht die Gattin des Künstlers anwesend? Ein Saaldiener oder ein Blumenmädchen können einen spielenden Pianisten nicht aufhalten. Murmeln erfüllt den Konzertsaal. Kann man klatschen? Soll man aufstehen? Könnte nicht der Musikkritiker ein Machtwort sprechen? Aufstehen? Könnte nicht der Musikkritiker ein Machtwort sprechen? Der nachfolgende Pianist will schließlich auch noch spielen. Und die beiden sind Konkurrenten. Der erste Satz dauert bereits 40 Minuten. Kann bitte irgendjemand diesen Meister stoppen? Auf der Bühne sind etliche Mikrofone und drei Kameras installiert. Niemand wagt sich auf die Bühne. Ist kein Angehöriger im Saal? Eine Tochter, ein Enkel, ein Schwiegersohn, egal irgendwer, der diesen Herrn abhören kann? Ist er ein Trance? Ist er dement? Ist er ein Genie? Genie? Murren erfüllt den Saal. Der Pianist spielt. Er ist schon alt. Er wird nicht mehr lange durchhalten. Vielleicht fällt er vom Hocker. Aber wann? Die Zuhörer und Zuhörerinnen denken an die Pause, an ihre vorbestellten Brötchen und den Sekt. Die Brötchen werden angetrocknet sein, brötchen und den sekt die brötchen werden angetrocknet sein der sekt ausgeraucht manche denken an den schnellsten weg zu den waschräumen der erste satz von schubert klaviersonate nummer 21 b dur deutsch verzeichnis 960 von 18 28 dauert bereits 45 Minuten. Wie lange werden die nächsten Sätze dauern? Ein Saaldiener öffnet die seitliche Bühnentür, das Murren verstummt. Der Saaldiener schließt die Türe sogleich wieder. Getuschel hebt an. Der Saaldiener, ja, der Saaldiener wird etwas unternehmen. Wieder öffnet sich die seitliche Türe. Der allseits bekannte Konkurrent, ebenso ein Meister seines Faches, betritt die Bühne. Er trägt einen Klavierhocker vor sich her. Er stellt den Hocker neben den Hocker des spielenden Meisters. Er beginnt mit einem Stück zu vier Händen. Ansatzlos fällt der Meister ein. Das Publikum applaudiert, erlöst. Es erhebt sich. Im Abgehen applaudiert es weiter. Der Saal leert sich. Die Meister spielen weiter. Hallo, mein Name ist Steven Sokoloff und heute erzähle ich Ihnen etwas, was Sie gern wissen möchten, warum die Menschen sterblich sind. etwas, was Sie gern wissen möchten, warum die Menschen sterblich sind. Sechs Tage, um Himmel und Erde zu erschaffen. Das war verdammt knapp kalkuliert. Nur durch äußerste Konzentration auf das Wesentliche hätte der Allmächtige das Ziel ohne Unterstützung fertigbringen können. Künstler Natur, wie er nun einmal ist, vertändelte allerdings viel Zeit mit Spielereien. So entwarf er zum Beispiel Zebras mit unterschiedlichen Streifenmustern, statt sich auf ein Einheitsmodell festzulegen. Als ihm die Zeit davon zu laufen schien, sah er ein, dass er eine technische Hilfskraft brauchte. So erschuf er mich, den ersten Supertechniker. Ich sollte später der Patron aller Handwerker werden und ihnen als Vorbild dienen. Also auch dafür, wie man Reparaturaufträge gnädig entgegennimmt, Unsummen dafür verlangt und meistens trotzdem nicht zur Verfügung steht, wenn Feuer am Dach ist. Der Herr sah mich an und befand, begabt, aber er hat wahrlich nicht das Zeug zum Heiligen. Deshalb gab er mir den Namen Elvis. Lange ging das nicht gut mit uns beiden und wir gerieten uns in die Haare. Ich rechnete ihm nüchtern vor, wie viel Zeit für die Erschaffung der Welt inklusive der unsterblichen Menschenrasse notwendig wäre. 34 Tage, 12 Stunden, 13 Minuten und 20 oder 21 Sekunden. Anstatt davon beeindruckt zu sein, brach er ein schallendes Gelächter aus. Von PR und Projektmanagement verstehst du wirklich nichts, Elvis. Wer würde das Buch, das ich schreiben möchte, kaufen, wenn ihm ein derart absurder Zahlenbahnwurm zugrunde liegt? Nein, du wirst einfach wieder Teufel schiften und das Projekt in den drei verbleibenden Tagen hinbekommen. Ich ließ den Boss reden und dachte mir meinen Teil. Ich war jung und wollte das Universum rocken. Der Alte war auf mich angewiesen, auf den einzigen Techniker, die Milchstraßen auf und ab. Dem Fachkräftemangel hatte auch der Schöpfer schon damals nichts entgegenzusetzen. Ich tat nur das Allernotwendigste. Die Mängel des des ersten schöpfungs modells begannen sich bald bemerkbar zu machen überall würdigen schwarze löcher und drohten das ganze werk zum absturz zu bringen mit hilfe eines universellen it-systems das sterne an der stelle Chip setzte, stabilisierte ich das Himmelsgebäude. Dann aber bedrängte mich der Herr, seine Menschen vor Ablauf der Sechstagefrist unsterblich zu machen. Einen Überschall-Crash-Kurs in Medizin und Biologie vor Augen stellte ich eine ungeheuerliche Bedingung. Er sollte mich zum Geschäftsführer seines Unternehmens befördern. Alle Entscheidungsgewalt liege bei mir, während er sich, mit einer Ehrenpräsidentschaft ausgestattet, behaglich zurückziehen könne. Das würde auch gut zu seinem großväterlichen Erscheinungsbild passen, fand ich. Ich hatte als der Unentbehrliche das verdammte Recht, zu verlangen, was immer ich wollte. Statt allmächtig, nur mehr halbmächtig, erschäumte vor Wut. Plötzlich fiel ich in eine tiefe Ohnmacht und erwachte erst wieder in einem Reich im Erdenneren. Er hatte mir eine Art rote Fassungsmontur, Hörner und einen spitzen Schwanz verpasst. Fortan war ich verdammt dazu, mich nur mehr um die Heizanlagen in dieser finsteren Zone zu kümmern. Schon gut, dachte ich. Seine Strafanstalt für verdammte Seelen wirkt ohnehin nur wie ein Thermalbad. Erst meine technischen Fähigkeiten haben sie zu dem gemacht, wovor alle zittern. Zur Hölle. Mein Name ist Ernst Spiethofer. Ich lese Ihnen heute eines meiner Reingedichte vor, die ich auf verschiedenen Anlässen immer wieder schreibe. Dieses Gedicht, das klingt sehr banal, ist Hermann Fierler, einem Tennistrainer, meiner Enkelin gewidmet, die sehr erfolgreich Tennis spielt und Profi werden möchte. Sie bat mich, zur Pensionierung des Trainers ein Gedicht zu verfassen, was nicht leicht ist, wenn man den Betreffenden gar nicht kennt. Aber zufällig war derselbe Hermann Vierler vor zig Jahren ein Schüler von mir. Und das ist dann bei seiner Pensionierung vorgelesen worden. Der Anlass, liebe werte Gäste, der uns vereint bei diesem Feste, ist auch gewiss sehr unerfreulich, für viele geradezu abscheulich. Denn keiner wirklich jetzt verstand, dass Hermann geht in Ruhestand. Du gingst, warst gescheit, bestimmt nicht dumm, ins Fadinger-Gymnasium. Von guten Lehrern unterrichtet, wurdest geistig du enorm belichtet. Doch war das deine Eigenart Dass du ins Tennis ganz vernaht Du spieltest Tennis mit Geschick Vertraut war dir bald jeder Trick Du wurdest erfolgreicher Betreuer Mit sehr viel Lust und großem Feuer Du machtest es zu deiner Tugend Tennis zu lernen unserer Jugend Seit Jahren bist in einem Fort Du stugend, Tennis zu lernen, unserer Jugend. Seit Jahren bist in einem Fort du stundenlang am Tennis-Kort. Beim Tennis, das ist ganz gewiss, zeigst du den allergrößten Biss. Du hast dich häufig sehr geschunden bei mühseligen Tennis-Stunden. Du hast viel, das muss man ehrlich preisen, mit deinen Schützlingen auf Reisen. Als Landestrainer fulminant, wirst du von allen anerkannt. Man bleibt den Jünglingen immer fort, betreibt man regelmäßig Sport. Tu weiter, was du gerne tust. Spiel fleißig Tennis mit viel Lust. Du bist wohl jenseits vom Zenit, doch Tennis spielen hält dich fit. Genieß das Spiel in vollen Zügen, du tust es bloß noch zum Vergnügen. Verlieren sei dir auch kein Problem, du strebst ja nicht nach dem Grand Slam. Du sollst noch viele Gegner biegen und dich erfreuen an 100 Siegen. Vielleicht machst du noch Karriere im Altersheim, ganz ohne Schwere. Bleib immer gesund und wohlbehalten, so jugendlich und ohne Falten. Bewahr dir lange die Figur, dann brauchst du keine Schlankheitskur. Drum rat dich, iss nicht allzu viel, dann bleibst du auch jahrelang agil. Bleib weiterhin so photogen und bleib auch Bayern-München-Fan. Sei weiterhin so kreuzfidel, genieße Urlaub im Hotel. Im Hilton fühlst du dich sehr wohl. Es ist für dich ein Ruhepol. Nichts soll dich zukünftig belasten. Genieieß den Ruhestand zu Hause in Asten. Wir wünschen dir nach diesem Feste auch weiterhin das Allerbeste. Wenn auch die Jugend schöner ist, kein Lebensabschnitt ist nur trist. Danke. Applaus Ganz wichtig. Dankeschön. Mein Name ist Damir Saracevic, lese aus dem Buch Rezept zur Einheit der Andersartigkeit. Ich rezepte den Instvorasichtosti, mehrsprachig und etymologisch, weil wir uns in Zeiten der Migration keine Desintegration leisten können. Vielfalt kommt von dem Wort vielleicht sehr leicht. Das Nonico ist, vielleicht, sehr leicht. Mit der Vielfalt wird vielleicht unser Leben sehr leicht. Das Nonico ist, dass unser Leben vielleicht sehr leicht wird. Sa raznolikošću, naš život možda postane veoma lahak. Land, freja plac. Zemlja, slobodno mjesto. Es gibt immer einen freien Platz im Land, für uns alle. Uvijek ima za sve nas slobodnog mjesta u zemlji. Porijeklo, riječ, herakunft, vod. Svi tražimo riječ koja opisuje naše zajedničko porijeklo. Vi ali zuham na tem vod da se ono naša sjednička herakunft beshraje. Alle suchen nach dem Wort, das unsere gemeinsame Herkunft beschreibt. Lieben, lieb, loben. Volete, jubasan, hvalete. Damit wir uns lieben können, sollen wir lieb zueinander sein und uns gegenseitig loben. Damit wir uns lieben können, müssen wir uns lieblich zu uns allen und uns gegenseitig loben. Sobhno seh hvaliti. Gesellschaft, Freund, Hausgenosse, das ist die Etymologie. Druvstvo, Drug, Ukućanin. In der Gesellschaft sollten alle Freunde und Hausgenossen sein. Und wir müssen alle Freunde und Hausgenossen sein. Möglich, mögen, macht. Moguche, voljeti moch. Wenn wir uns mögen, werden wir die Macht bekommen, die das Zusammenleben möglich macht. Ako se volimo, dobitemo moch, koja omoguchava zajednicke život. Schönheit schon ćemo moć koja omogućava zajednički život. Šönheid, šon, rein, gut. Ljepota, već, čisto, dobro. Šönheid hat uns šon ima febuntn, vajzirajn und gut ist. Ljepota nas je već od uvijek povezivala, jer je čista i dobra. Hvala što ste se sviđali s nama. Applaus Damit wäre das Blog eigentlich abgeschlossen. Ich meine, ich will immerhin brauchen Sie eine kleine Pause. Ich würde vorschlagen, wir machen jetzt ein Musikstück. Wenn das in Ihrem Sinn ist, würden wir sagen, geil, weitermachen. Von meiner Seite her haben wir ein großes Lob, der auch vorgesehen hat, vor ein paar Jahren, für diese Zeit, die es geblieben hat. Amen. Thank you. so do ah Thank you.... ¦ Thank you. Applaus Wir gehen jetzt weiter. Ich würde Sie aber gerne im Genuss auf der musikalischen Darbietung weiter von der Viktoria Wahl kommen lassen. Viktoria, wärst du bereit uns jetzt gleich noch eines deiner Stücke zu spielen? Wir können es auch zwischen uns machen. Wie sind wir jetzt? Na, geht schon. Wir können es auch zwischen uns machen. Das Stück heißt Keine, alle, perfekt Amen. I am the king of the world. 🎵 🎵 🎵 🎵 ah um Thank you. Gracias. Vielen Dank. nachdem in der kürze die würze liegt habe ich auch ein paar gedichte mitgebracht in dem fall sehr unterschiedliche ernst tiefgründig und auch ironisch honig im kopf und du glaubst du hättest dein leben satt dann kommt doch einmal nach honigigstadt. Dort sind die Menschen Armeschlucker. Es gibt nichts anderes als Bienengucker. Seit unermesslich langer Zeit kein Tröpfchen Honig weit und breit. Es hielt sich hartnäckig das Gerücht, Bienen ohne Aufseher arbeiten nicht. Bienen ohne Aufseher arbeiten nicht. Man hat einen Bienengucker rekrutiert und der hat sich kräftig blamiert. Er sollte dem Stadtbienchen Beine machen und dachte, das schaffe ich, das wäre doch zum Lachen. So guckte der Gucker den ganzen Tag, ob die Biene vielleicht doch Honig herstellen mag. Doch was hilft das Gucken mit Maß und Ziel, wenn die Biene die Faule nicht arbeiten will? So traf sich nächtens der ältesten Rat und einer der Alten rief, in der Tat. Unser Gucker guckt nicht eifrig genug, drum habe ich einen Vorschlag zu machen. Ein zweiter Gucker kommt nun zum Zug, der muss den Gucker überwachen. In Honigstadt brauchen wir Honigstadtzucker, beauftragen wir also einen Bienengucker-Gucker. So waren beide beschäftigt mit Gucken, von früh bis spät, ohne mit der Wimper zu zucken und ohne nach links oder rechts zu rucken. Allein die Biene wollte nicht so recht. So kam ein dritter Gucker im Nu und bald kam, da staunten die Leute nicht schlecht, ein vierter, ein fünfter, ein sechster dazu. In Kürze war ein Viertel der Leute der Stadt vor den Toren und stand sich die Füße platt. Das ist bei der Murphy. Und während das Guckergeschäft florierte und die restliche Wirtschaft vollends kollabierte, traf der Groll der Ältesten nun die Biene. Die aber verzog nicht die leiseste Mine. Das Mobbing im Norden hatte sie satt. Sie setzte sich auf ein Seerosenblatt. Sie segelte flussabwärts in den korrupten Süden. Dort zahlt sie jetzt Schutzgeld und hat ihren Frieden. Die Bienen summen nun nicht mehr im Norden. Und das Honigstadt ist heute Gugging geworden. Der zehnte Rettich. Der zehnte Rettich des Bauern Veith ist der bedauernswerteste weit und breit. Die Maulwurfsgrille war lang auf Diät, hat neun zarte Rettiche erspäht, hat neunmal dem Genuss entsagt, war neunmal von Schuldgefühlen geplagt, hat neunmal passiert und heftig geschluckt, hat neunmal kräftig ausgespuckt, ist neunmal in großem Bogen weitergezogen. Doch nun ist der Wille der Grille gebrochen. Und sie kommt gierig angekrochen. Hat Rettich Nummer 10 erreicht. Der Hunger ist groß und die Beute ist leicht. Der Ali aus Bagdad, der hat ein gescheites Gefried. Sein Onkel, sein alter ist überhaupt nicht nett. Er mahnt ihm im Garten den Rasen zu haben, aber vom Alten ist nie viel Geld zu haben. Und vom Mann kriegt er einen Hunger und einen Durst wieder will. Und nach neun Stunden Mahn ist er nicht mehr recht schnell. Und der Rasen, der wächst wieder. Ja, ja. Und ist er dann fertig, ist das Gras wieder da. Der Ali ist wirklich ein fleißiger Mann, aber weil er von so wenig nicht leben kann, steht er in der Früh schon um vier Uhr auf und kraxelt auf die große Moschee umherauf, repariert dort die Löcher mit Gepfos und Geschnauf und her bis zum Rosenmahn nimmer auf. Ein Wunder, dass es den Ali nur Uiwei gibt und dass er nicht einmal drum einschläft und runterkippt. Im Netzwerkfieber. Wir werken in Netzen und werken und hetzen, um uns zu vernetzen nach unseren Gesetzen. Und noch ehe wir merken, wie wir hetzen und werken, wird es enger, das Netz. Und wir schwitzen und hetzen und flitzen und wetzen durchs Netz. Doch die Lebensschnittstellen schlagen Bögen und Wellen, graben Ritze und Rille, dann herrscht Totenstille und im Datenfriedhof ist Ruh und vielleicht, wer weiß, ruhst bald auch du. Das letzte Gedicht, Frauenhände. Zarte Knospen wart ihr am Beginn, faltenlos und unwissend, offen für die Zukunft, hoffnungsvoll, habt euch herangetastet an das Leben, habt sanfte Berührung und harte Schläge erfahren, seid daran gereift. Tag für Tag habt ihr der Welt weit mehr gegeben, als ihr von ihr empfangen habt. Habt aus wenig viel geschaffen. Habt Kinder genährt, Böden geschrubbt, Strümpfe geflickt, Äcker bestellt, Maschinen bedient. Habt Kriege überdauert, habt euch geballt in Wut, habt weinende Gesichter behutsam zugedeckt, habt Trost gespendet in Umarmung, wart Kranken eine Stütze, habt Toten zum Abschied übers Haar gestrichen, in größtem Leid wart ihr niemals tatenlos, habt dort geholfen, wo die Not am größten war und habt in mancher Nacht heiße Tränen von den Wangen fortgewischt. Die Zeit hat euer wahres Wesen freigelegt. Die Taten all der Jahre zehren wohl an euren Kräften. In guten wie in schlechten Zeiten habt ihr genommen und gegeben, aus dem Vollen geschöpft und ebenso leer ausgegangen. Am Ende angelangt, sei es euch vergönnt, im Schoß zu ruhen, nichts mehr erwartend, lasst euch falten, ein letztes Mal. Danke. Herrmann Knapp, aber das wissen Sie ja schon. Ich lese einen Text aus meinem Satireband Liebe in Zeiten der Prostata, sehr zu empfehlen für Männer ab 50. Der Text heißt Gnadenlose Welt. Ich sammle Zungen aus rein wissenschaftlichem Interesse und meist Zungen toter Menschen. Meist. Natürlich mussten und müssen, das ist eine uralte Erkenntnis, für die Wissenschaft aber auch Opfer gebracht werden. Andernfalls würden wir heute noch in Höhlen leben. Darum habe ich mir gelegentlich schon Zungen von lebenden Menschen organisiert. Das hört sich freilich dramatischer an, als es ist. Ich bin schließlich kein Unmensch. Es ist nicht so, dass ich Menschen einfach ihre Zunge aus dem Mund geschnitten und sie somit auf Lebenszeit verstümmelt habe. Ich habe Ihnen einen vollwertigen Ersatz gegeben. Es ist mir nämlich gelungen, eine künstliche Zunge zu entwickeln, die sich von einer natürlichen kaum unterscheidet. Möglich wird das durch Molekularbiologie und den Einsatz von Elastomeren einer Art vernetzten Kautschuk. Da das eine furchtbar komplizierte Sache ist, verzichte ich auf Details. Tatsache ist, die Menschen, deren Zunge ich gegen eine künstliche tausche, merken rein organisch nichts davon. Ihnen fehlt lediglich die Erinnerung an 24 Stunden in ihrem Leben. So lange dauert es, sie zu betäuben, in mein Labor zu schaffen, die Zunge abzutrennen, eine künstliche Zunge einzusetzen und die Leute an den Ort ihrer Entführung zurückzubringen. Meist ist das ihr Bett in ihrem eigenen Haus. Von dort hole ich sie und dort erwachen sie auch wieder. Verwirrt zwar ob des verlorenen Tages, aber völlig schmerzfrei und ohne die geringste Ahnung davon, dass sie nicht mehr die eigene Zunge im Mund haben. Die meisten bemerken dann allerdings sehr schnell, dass sich etwas verändert hat. Manche sogar schon, wenn sie das erste Mal den Mund aufmachen, um zu sprechen. Verblüfft stellen sie fest, dass sie nicht mehr, aber halt, ich greife vor. Die brennende Frage, die nun im Raum steht, ist natürlich, was fange ich mit all den Zungen an? Ich untersuche sie, was sonst? Schließlich bin ich kein Kannibale und menschliche Zunge ist daher kein Bestandteil meines Speiseplans. Mein Interesse an den Zungen ist rein wissenschaftlich. Ich erhoffe mir aus ihrer Analyse Erkenntnisse darüber, wie man Wahrheit und Lüge in der Rede eines Menschen unterscheiden kann. Tatsache ist doch, die Zunge verleiht uns organisch gesehen erst die Fähigkeit zu sprechen. Liegt da nicht der Schluss nahe, dass das, was wir sagen, auf ihr Spuren hinterlässt und besonders natürlich unsere Lügen? Meine ersten Untersuchungen brachten keine auffälligen Ergebnisse. Die Zungen, die ich unter der Lupe nahm, waren, was sie waren. Schleimhaut, überzogene Muskeln mit zahlreichen Papillen darauf, die das Schmecken ermöglichen. Süß, sauer, bitter, salzig. Was auch immer ich versuchte, ob ich sie sezierte, kochte, mit Säure übergoss und einmal aus Frustration, ich gebe es jetzt offen zu, tatsächlich sogar ein kleines Stück kostete, die Zungen gaben das Geheimnis, das sich in oder auf ihnen vermutete, nicht preis. Ich war in jener Zeit der Verzweiflung nahe. Ablenkung und Entspannung brachte mir wie schon in der Kindheit nur die Flucht in ein gutes Buch. Aus Zufall oder war es Schicksal, fiel mir in jenen Tagen ein alter Karl Maischinken in die Hände. Ich blätterte den Roman durch und stieß auf ein Zitat, das mich regelrecht elektrisierte. Der weiße Mann spricht mit gespaltener Zunge, sagte Winnetou und meinte damit natürlich, dass sein Gegenüber log. Ich war in jenem Augenblick wie vom Donner gerührt. Mit gespaltener Zunge? Kannte es sein, dass diese simple Redensart der Schlüssel zum Geheimnis der Zunge und zur Unterscheidung von Wahrheit und Lüge war? der Zunge und zur Unterscheidung von Wahrheit und Lüge war? Also begann ich die Zungen erneut zu untersuchen und tatsächlich entdeckte ich, dass jede Zunge einen kleinen Spalt aufwies. Natürlich nur auf molekularbiologischer Ebene und somit für das Auge nicht erkennbar. Bei den meisten Menschen ist dieser Spalt auch nicht sehr lang, weil er das für die kleinen alltäglichen Notlügen nicht sein muss. Aber bei den richtigen, den berufsmäßigen Lügern ziehen sich unter dem Mikroskop betrachtet wahre Kennen durch das Muskelfleisch. Ihre Zungen sind der Länge nach regelrecht durchgeschnitten und winden sich bei jeder Lüge wie Schlangen. Und je größer die Lüge, umso heftiger. Stilberater und Psychotherapeuten haben solche Zungen und anwesende natürlich ausgenommen Politiker. Doch wie die Wirtschaftskrise uns gezeigt hat, auch Finanzhaie, Börsenspekulanten und Banker. Und wer wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht, der kann das gerne in der Anthologie nachlesen, da ist sie nämlich auch drinnen. Dankeschön. Applaus Brigitta Huema und von meiner Seite auch ein Bouquet Poesie zum großen Anlass. Und das erste Gedicht ist allen Liebenden und allen Trauernden zugewidmet. und allen Trauernden zugewidmet. Wenn ich könnte, würde ich den Herzschlag der Worte verdoppeln und dir Nacht sein. Mund, Haut, Atem, flüsterndes Haar, die Sprache der Stille. Ich würde mich dem Traum verschreiben, dem sanften Schwindel der ersten Rose. Ich wäre Taube, Antwort, endloser Sommer, eine warme Strömung zwischen Himmel und Erde. Gemalte Liebe, an der kein Auge sich vergeudet. Wir lagen Haut an Haut auf verschenktem Weiß, bebende Stille. Ein Mond glitt uns ins Herz. Aus tanzenden Händen lasen wir die Kürzel der Nacht. Als schwebten wir, als liebten wir die Schatten wund, als gäbe es eine letzte Zuflucht. Ein politisches? La Mer. Mich quert die Grenze des Unaussprechlichen. Das pulsierende Wort Verdrängung. In jedem atmet ein Horizont und das zweideutige Meer. Geteilte Wasser, Wogentraum und Schattenhort. Gezeitenwende, Lamea, schreitrunkene Stille. Die Gestrandeten schweigen, die Verlorenen aber buchstabieren das Wort Sühne in den Sand. Ein Septembergedicht, der ist gerade hinter dich. Verbirg nicht die Hand des Anfangs. Wende Zeit. Tinte fließt. Ein Wort wacht. Auch Tränen retten den Tag. Biografisches. Aufrecht. Aufrecht gekleidet in nichts als die Farben der Venus. Du, mit einem Bündel Irrtum und befragter Sehnsucht. Der Tag nach dem Regen zeigt dich nackter. Deine Stimme trägt einen Kosmos, den niemand erhört. Nur du kennst die Gabelungen und Rauchzweige, die dich zur Nomadin kürten auf Lebenszeit. Du findest mich in der Dunkelkammer der Sprache. Die Träne muss noch Wort werden. Wort, das auf der Zunge zu Stille zerstäubt. Lied, das den Akkord anschlägt zum Präludium der Hoffnung. Zum Präludium der Hoffnung, schwingend, kreiselnd, ohne Brechung, sinkt es nicht nahe und uns allen im Blut? Und das Ende? Das Ende tropft lautlos aus verschwiegenen Händen. Die Zukunft faltet sich ein zu undurchdringlichen Träumen. Wische mir Sand aus den Augen und ich flüstere dir ein Morgen unter die Haut. Du musst nicht an sie glauben, um Wunder zu erflehen. Danke. Applaus Zwischenster präsentiert sich das letzte Sonnenlicht, das durch massives Wolkengeflecht teilverdeckt wird. Der Tag neigt sich dem Ende zu. Mein Herz wird schwer, wenn ich mich in die dunkle Stube zurückziehe und mit meinen Gedanken allein bleibe, immer gefahrlaufend auf Irrwege und Abwege zu gelangen. Abwege zu gelangen. Ich habe es mir in meiner kuscheligen Wohnzimmerecke bequem gemacht und versuche, meine bangen Gedanken beiseite zu schieben. Aber wie soll das gelingen? Ein Druck auf die Fernbedienung bringt mir die Geschehnisse der Welt ins Haus. Ein österreichischer KI-Experte erklärt vor dem Hintergrund wirrer mathematischer Formulierungen auf einer Tafel, dass KI den Menschen zu mehr Flexibilität, Freizeit, Wohlstand etc. verhelfe. Wie ist das in Einklang zu bringen mit der Behauptung, dass die künstliche Intelligenz bis zum Ende des Jahrzehnts die ganze Menschheit auslöschen kann, ausgesprochen von einem Mitarbeiter einer amerikanischen KI-Firma. Die KI soll in den nächsten sechs bis zwölf Monaten das Internet übernehmen und Schäden von hunderten Milliarden Dollar verursachen. Bei diesen apokalyptischen Meldungen weiß man nicht, wie weit die Wahrheit im Spiel ist. Wie sieht die Welt aus, wenn die KI nicht mehr kontrollierbar ist? Vielleicht will man mit diesem Kontrollverlust die Menschheit in Angst und Stress versetzen. Es ist naturgemäß schwierig, mit etwas umzugehen, bei dem man nicht weiß, ob es verlässliche Information ist oder nicht. Von amerikanischen Experten bis hin zu Musk denkt man daran, den Fortschritt der KI zu verzögern, obwohl das ändert sich ja jetzt täglich, wie wir wissen. Ich meine, dass dies wohl gute Gründe hat. Aber was passiert in China? Es bleibt zu befürchten, dass China die KI weiter vorantreiben wird und damit enorme Wettbewerbsvorteile generiert. Das wird Amerika wohl nicht hinnehmen und weiterforschen. Wenn die KI so weit fortgeschritten ist, dass massenhaft Arbeitende entlassen werden, was dann? Das Druckmittel des Streiks funktioniert nicht mehr, wenn die Arbeit ohnehin durch KI übernommen wird. Die Grenzziehung zwischen Nutzen und Gefahr ist eine absolute Herausforderung. Mir scheint, dass auch in Österreich zumindest indirekt etwas gegen die zunehmende Digitalisierung gemacht wird. Es soll ein Gesetz zum Social Media Verbot für unter 14-Jährige kommen. Insbesondere Plattformen wie TikTok, Instagram, YouTube und Snapchat sind davon betroffen. Ein Viertel der Kinder zeigt suchtähnliches Verhalten und beschäftigt sich nahezu ununterbrochen mit dem Gerät. Als Folgen zeigen sich Angststörungen, Depressionen und beeinträchtigte Gehirnentwicklung. Ob es rechtzeitig ist bzw. wirklich sinnvoll, wird sich noch weisen. Auch EU-weit will man die Kinder ähnlich schützen. Ich halte diese Absichtserklärung für gut, da junge Menschen in Geborgenheit aufwachsen sollen. Andererseits finde ich es bedenklich, dass man solche Beschränkungen setzt, denn im Grunde ist es ein Akt gegen Fortschritt und Entwicklung. Die Digitalisierung, denke ich, ist uns Menschen ein bisschen über den Kopf gewachsen und versucht nun zu verzögern und bremsen. Ein bisschen Trost scheint mir in meiner stillen Nacht, dass uns Menschen Fähigkeiten wie Empathie, Kreativität, Intuition und Weltverständnis vorbehalten bleiben. Abseits von Daten und Algorithmen. Dankeschön. Einer muss der Vorletzte sein. Ich nenne mich Ottmar Auberger. In die zum 70er aufgelegte Anthologie hat sich aus Unvernunft oder warum auch immer auch der Name eingeschlichen, der in meinem Taufschein steht. Vielleicht hilft Ihnen Tippex. Ich bringe zwei kurze Gedichte. Elfchensum geflüster wald geheimnis winzger samen weiß schon alles wachse schattenzone werde wundervolles Krone. Fast zur Tageszeit passend, das nächste, das zweite. Geisterstunde an Friedrich Nietzsche. Zwölf. Jeder jüngste Tag beginnt, ehe der Träumer sich besinnt. Träumer sich besinnt. Doch Neues hört man nicht vom Neuen. Stille Wünsche, tiefste Sorgen kennt längst der ewig junge Morgen. Kann Schicksal jemals hoch erfreuen? Durch Lust, Erinnerung, auch trotz Not? Es gebe wenigstens uns Brot. Ob Leid, ob Trost bringt Dionys? Stellt er den Kelch der Weisheit bei, träumt sich vielleicht Erkenntnis neu. Gib acht, die Welt spricht leis nur bis eins. Danke. Applaus Applaus Den Letzten beißen die Hunde, heißt es. Vorletzte. Ja, genau, danke. Nina Altmüller oder Christine Schmidhofer. Wunder sind möglich, aber wir können nicht mit ihnen rechnen. Aber wir können nicht mit ihnen rechnen. Trotzdem glaube ich weiter daran, dass uns ein Wunder geschieht und dass wir im Nachhinein uns wundern werden, wie das alles so kommen konnte, dass wie durch ein Wunder alles gut wurde. Der Sommer neigt sich, in tiefem Schatten schläft der Herbst. Verliere mich am Furnament in Sternschnuppenwünschen, brennendes Herz in der Hoffnung auf Aufschub und eine Träne, ein wenig noch, ein ganz klein wenig Glück für dich und mich. Die Zeit wurde bedeutungslos, der Vormittag verschmolz mit dem Abend, eine Uhr ohne Zeiger. Vormittag verschmolz mit dem Abend, eine Uhr ohne Zeiger. Wir saßen im Gras, als sieben Sterne fielen. Wo warst du? fragte ich dich. Der Himmel war lila, ein Berg ohne Gipfel, Schicksalskarten aus dem Zauberhut. Es ist gut, sagtest du und nahmst meine Hand. Nur einige tausend Mal in einem Leben wird die Nacht von einem neuen Tag aufgehoben. Unser Leben ist wie Wasser, das im Sand versickert, es hinterlässt keine Spur. Alles passiert nur ein einziges Mal, außer man schreibt es auf oder erzählt es jemandem, der zuhört und sich später erinnert. Und zuletzt lese ich jetzt noch ein Gedicht für unseren verstorbenen Obmann Erich Josef Langwiesner, mit dem ich mich auch eine sehr innige Freundschaft verbunden habe. Für Erich. Ich gehe mal kurz für Königstiger, hast du gesagt und dann bist du gegangen, so unerwartet, einfach so, So unerwartet, einfach so, gegangen aus dieser Welt, fort von hier, irgendwo hin. Du warst mein Freund, nein, du bist immer noch mein Freund, wirst immer mein Freund bleiben, mein Königstiger. Du bleibst, nein, nicht hier, sondern dort, somewhere over the rainbow. Ja, dort wirst du jetzt sein, hoffentlich. Und dort werden wir uns treffen, wenn ich auch gegangen sein werde. Aber bis dahin ist noch Zeit, weil der Tag so jung und die Nacht so kurz ist, um alles über dich zu erzählen. Also bleibe ich und warte, bis es Zeit wird, für die Königstigerin zu gehen. Danke. Die letzten literarischen Worte gehören mir ehrlich. Zwei Texte, die vor gar nicht ganz langer Zeit bestanden sind. Texte gelesen an diesem Ort, der mir ehrlich so wichtig war. Das Stifterhaus,haus der Literatur. Hier wird er entstanden, hat uns eingefündigt, sehe ich jetzt an seinem Ort mit diesen beiden Texten. Bedingt dieser Text ist am 13. September 2025 entstanden. Welch Enden dessen diesen Anfangstagen? Was soll Geschenk? Was soll Arbeit sein? Kann Sommer Schwermut, Fragen, Lösen? Bestimmt. Schwach sind Leistungsträger, Zwangsbeglückung. Der letzte Text ist tatsächlich der letzte Text, den ich und den viele von uns von ihm erhalten haben. Auch wieder in seiner monatlichen Lyrikpost. Ein Text, der vielleicht etwas Prophetisches hat und den wir uns zu Herzen nehmen dürfen. Gerade das letzte Wort enthält ganz viel Weisheit. Mittendrin schon im Farbduft Blütenchaos Frohes Durchtauchen genießen. Danke. Lustiger Zufall, das letzte Stück heißt Getzham.... A C C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C D A C A-m-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-a-n-.ยูบิเลี่ย ยูบิเลี่ย เจ็บเจีย มันบอกเฟรีแลนด์ ¡Oh, ya! ¡Ay, me esconde! Alles Gute! Viktoria Wall. Vielen Dank. Applaus für Ihre Texte, für Ihre Beiträge. Danke an unsere Zuhörer und Zuhörerinnen, dass Sie so lange ausgeharrt haben. Ich hoffe, Sie haben einen kleinen Eindruck von der Vielfalt und der Bandbreite des Autorinnenkreises bekommen. Es ist keine lange Nacht der Literatur geworden, aber doch ein langer Abend. Ich darf Sie noch auf die kommenden Veranstaltungen hinweisen. Es liegen, glaube ich, draußen auch Programme oder Herrinnenprogramme auf. Unsere nächste Veranstaltung ist am 17. Oktober im AK Bildungshaus Jegemeierhof bei einem Literaturfrühstück ist sehr empfehlenswert. Da gibt es wirklich ein gutes Frühstück. Die Veranstaltung dauert von 9 bis 11 Uhr und dazu gibt es Literatur. Dann haben wir am 23. Oktober unsere traditionelle Lesung im Kulturcafé Smaragd in der Altstadt in Linz und am 16. Dezember dann noch unsere Weihnachtslesung im Café Traxlmeier. dann noch unsere Weihnachtslesung im Café Traxlmayr. Ich möchte diesen Abend mit den Worten enden, die unser verstorbener Obmann so gerne gebraucht hat. Wir haben wirklich ein formidables Stück Literatur heute erlebt. Bleiben Sie uns gewogen und wenn es Ihnen gefallen hat, sagen Sie es doch bitte weiter. Dankeschön. Ja, auch im Namen des Stifterhauses noch einmal einen herzlichen Glückwunsch dem Autorinnenkreis Linz zum 70-Jährigen bestehen. Vielen Dank an alle AutorInnen, die heute auf unserer Bühne gelesen haben. Herzlichen Dank an Hermann Knapp und an Ursula Hirtl sowie an Eveline Leb, an Jomama und Viktoria Wall. Genau, ich habe schon auf die Anthologie hinten hingewiesen, Hermann Knapp hat das auch, also schauen Sie gerne noch einmal beim Büchertisch vorbei. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch bei einer unserer kommenden Veranstaltungen besuchen würden, so beispielsweise nächsten Dienstag um 19.30 Uhr. Für eine Buchpräsentation und ein Konzert haben wir Christian Steinbacher im Haus. Außerdem können Sie auch gerne diesen Samstag vorbeischauen, wenn wir im Rahmen der langen Nacht der Museen unserer Türen bis um Mitternacht geöffnet haben. Ich hoffe, Sie haben den Abend genossen. Das war es von meiner Seite. Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Abend und bis bald wieder hier im Stifterhaus.