Was bedeutet eigentlich Völlerei? Völlerei im Sinne von Essen bedeutet für mich ein Zuviel an Essen, also ein gieriges Essen, ein Essen, wo ich eigentlich schon satt bin und immer mehr mag, weil es vielleicht nichts kostet oder weil ich eingeladen bin. Dann habe ich da quasi die Füllerei. Aber ich persönlich habe zum Beispiel eine Füllerei im Kleiderschrank. Und was ich will, ich habe zum Beispiel 25 T-Shirts in meinen Kosten und gehe einkaufen, kaufe mir ein neues. Und da muss ich mir schon die Frage stellen, brauche ich das überhaupt? Oder reicht es, wenn ich nur 10 T-Shirts habe? Das ist für mich auch Füllerei. Guten Tag, Karin Wenzel, ich fange heute bei Ihnen als Lehrling an. Wenzel... Ah, ja, schön, dass Sie pünktlich sind. Ich bin die Amtsleiterin Aschauer und ich zeige Ihnen jetzt die für Sie zuständige Abteilung hier in unserem Amt für maßvollen Umgang mit dem Überfluss. Das ist unser Amtsroboter. Das ist unser Amtsroboter. Der gibt die Formulare aus, nimmt alle Anliegen auf und leitet sie an die zuständigen Abteilungen weiter. Und das ist Fachinspektor Lahmann, zuständig für Außendiensteinsätze, gemeinsam mit seiner Kollegin Frau Ecker. Guten Tag. Hallo. Danke, Sie können wieder an Ihre Arbeit gehen. Gut. Ich lege Wert auf engagiertes, gewissenhaftes und vor allem unparteiisches Arbeiten. Mir ist es auch sehr wichtig. Ich möchte ein wertvolles Mitglied Ihres Teams werden und mich in der Bergenlaufbahn hocharbeiten. Das freut mich zu hören. Wir werden Ihnen hier alle Fähigkeiten und Kenntnisse vermitteln, die in erster Linie unsere Tätigkeit hier, die das Kultivieren des Umgangs mit dem maßvollen Überfluss umfasst, selbstständig, aber teamfähig ausüben zu können. ausüben zu können. Unsere Aufgabe ist es, der Maßlosigkeit ein Ende zu setzen, sei es hier in unserem Amt, als auch da draußen in der Welt. Wir nehmen unsere Arbeit sehr ernst und greifen auch mal hart durch, wenn es sein muss. Ich selbst bin streng, aber fair und mache diese Arbeit aus vollster Überzeugung. Denn würde ich das nicht tun, dann würde wahrscheinlich wieder etwas Furchtbares passieren. Matthias, kannst du bitte das Grundkonzept erklären zur Euler Theater-Serie über die sieben Todshünden und wie die Idee entstanden ist, euch teilweise satirisch damit auseinanderzusetzen? Naja, wir haben irgendwann in der letzten Spielzeit uns gedacht, was machen wir in der nächsten Spielzeit am Balkon und haben uns gedacht, wir würden da gerne so über das Jahr verteilt verschiedene Abende machen. Und dann hat sich da angeboten bei der Silke die sieben Todsünden, weil einfach sieben so eine schöne Zahl ist und da kann man irgendwie sieben schöne Abende machen, an die man verschieden herangehen kann und so weiter. Das haben wir auch schon gehört. an die man verschieden herangehen kann und so weiter, haben wir auch schon gehört. Und so sind wir dann quasi da reingestartet, im Herbst gleich mit zwei, dann in der Mitte der Saison eine und jetzt zum Ende der Saison die vierte und die letzten drei kommen dann nächstes Jahr dazu, weil wir ja auch alle weiterspielen nächstes Jahr und hoffentlich an einem Abend dann alle in einer mega Todsünden-Nacht alle Todsünden vereinen können. Und dann schauen wir, was dann passiert, ob dann das Amt für maßvollen Umgang mit Überfluss kommt und uns abdreht. Wer weiß. Na, das ist heute wieder ein langsamer Tag, Frau Kollegin. Wir haben da schon einige Kontrollen durchgeführt. Kontrollen? Was bringen denn Kontrollen, wenn die zu Kontrollierenden alle brav sind? Naja, da sieht man halt, dass unsere Arbeit Früchte trägt. Früchte? Wer will denn Früchte? Ich möchte strafen! Sie waren sie nicht, dann glaubt, wenn das wer hört, dann glaubt er noch, dass wir alles so denken. Das ist ja recht so. Wir sind ja schließlich vom Amt und darum sind wir hier im Wunderland. Well, im Wunderland, da gibt's immer was zu strafen. Es geht ja zwar klar, das weiß ich aus Erfahrung. Kinder, Kinder, kommt bitte mal her. Kinder, das Essen. Kinder. Ich weiß schon, dass ihr Spaß habt im Geburtstagsparty. Belle Baradio. Deshalb sind wir auch hergekommen. Weil ihr ja euch das immer wünscht zum Geburtstag. Einen Ausflug ins Fast Food Wonderland mit dem Fast Food Wonderland Geburtstagsparty-Bälle-Pass. Fast Food Wonderland Geburtstagsparty-Bälle-Pass! Ja, ja, ist ja auch schön, dass ihr euch so freut. Aber trotzdem, jetzt müsst ihr kurz mal rauskommen, weil das Essen ist ja da. Ja, und die Burger gehören ja auch zum Fastfood-Geburtstag. Also, alle Burger und alle Tomates für jeden und jede. Jetzt erst einmal essen, damit ihr nicht nur alt, sondern auch mal groß und stark werdet. Aha, aha. Ja, was haben wir denn da? Was wird denn da verfüttert? Ja, na, Cheeseburger eben. Ach, das ist eine Geburtstagsfeier. Eine Kindergeburtstagsfeier. Was, Cheeseburger? Und das kriegen die Kinder? Weißbayer, passt Schießberger und das kriegen die Kinder. Die ihnen zur Obhut anvertrauten. Das ist keine Zeit, da werde ich da jetzt gleich... Was werden Sie... Das ist doch normal. Und außerdem haben sich die Kinder eben gewünscht. Das ist ja klar, dass sich das die Geburtstagskinder wünschen. Denn die Geburtstagskinder wissen das nicht besser. Aber sie müssen das doch wissen. Das ist Völlerei. Du musst Geld doch gar nicht zur Völlerei. Aber es war so ein Herzenswunsch. Sie hätten sie mal hören müssen. Tschüss, Papa! Pommes! Kompis! Pommes! Kommt, biet! Dies wäre Pommes! Kommt, biet! Dies wäre Pommes! Kommt, biet! Und wir lieben uns das ganze Jahr, wenn es nun mal wieder Sommer ist. Dies wäre Pommes! auf uns, auf dich! Danke, zuhause! Danke, zuhause! Ich habe mich insgeheim auch schon gefreut. So eine Kindergeburtstagsparty ist schon immer... Sie laden dann alle ihre besten Freunde und Freundinnen ein. Da kommt schon eine ganze Kinderschau zusammen. Und das ist dann schon ein Investment. Ja, und das Fastfood Wanderland, das kann ich mir gerade noch so reinbudgetieren in meinem Monat. Bitte denkt denn da keiner an die Kinder. Wenn Sie denen so Fastfood-Burgerfraus reinstopfen, dann wären womöglich Fastfood-Fraus reinstopfen. Dann wären womöglich Fast Food Fraus Menschen. Und das müssen wir vermeiden. Wie denn, bitteschön. Naja, eine gesunde Jause zum Beispiel macht sich ganz gut. Da können die Kinder auch mal selber was machen und können eine Beziehung zu ihrem Essen aufbauen. Also am besten selbst angebaut oder zumindest bio natürlich. Passen Sie doch auf, was Sie da sagen. Erst hauen Sie sich vor Schreck und ich darf Sie wieder herausholen. Kinder, Täter, bitte. Kinder. Halt einen beim Locken. Kinder, Kinder, packt wieder raus. Bis einer getigenen, gesunden Jause aus dem eigenen Garten. Wäre das alles gar nicht passiert. Gut, beim nächsten Mal bringe ich die Geburtstagskinder zu Ihnen in den eigenen Garten und dann gibt es gesunde Jause. Das kann doch nicht sein. Was glauben Sie, wer ich bin und wen ich repräsentiere? Ja, was? Also, entschuldigen Sie meinen Kollegen. Ich glaube, wir können es bei einer Verwarnung belassen. Das wäre echt toll. Weil es wäre immer noch billiger als Kindergeburtstag bei Healthy Magic Bowl oder dem neuen Sokal. Oder meine Quote. Weiß, die Magic Bowl oder den neuen Sokal. Oder, oder, oder meine Quote. Du, sie hat's doch verstanden. Komm, wir schauen einfach weiter. Wiederschauen. Ja. Wolfgang, ich habe auch eine Frage. Wie siehst du den Zusammenhang von Behörde und Völlerei? Auf den ersten Blick würde ich mal meinen, gibt es da keinen Zusammenhang, weil mit einer Behörde verbindet man Begriffe wie Korrektheit, vielleicht sogar beamtische Askese. Auf den zweiten Blick schaut es natürlich anders aus, weil Beamte sind auch Menschen. Und natürlich nur in ihrer Freizeit trinken sie, rauchen sie, essen so viel. Sie sind einfach Menschen. Du meinst also, die Beamten sind nur bei der Behörde in ihrem Beruf, sind sie keine Völlerer, aber privat, sobald sie aus dem Amt hinausgehen, dann Hurra? Naja, ich würde sagen, das geht jetzt ein bisschen zu weit, aber es gibt durchaus den einen oder die andere Beamtin, wo ich mir das vorstellen kann. Sieht man auch ab und zu, oder? Tatsächlich, ich habe es noch nie gesehen. Ach so. Okay, gut, dann danke. Danke. Kolleginnen und Kollegen, alle Anwesenden hier sind Angestellte beim Amt für den maßvollen Umgang mit dem Überfluss. Wissen Sie, dass dieses Amt auch früher schon existiert hat? Vor der großen Strukturreform? Damals hieß es aber Vollzugseinrichtung für Eingrenzung und Verhinderung von Fällerei. Einrichtung für Eingrenzung und Verhinderung von Völlerei. Kolleginnen und Kollegen, was ist Völlerei? Abgeleitet vom historischen Wort Gula, aus dem Lateinischen bedeutet es üppiges und unmäßiges Essen und Trinken und ist eine Totschünge. Insofern war historisch gesehen unser Amt immer schon ein organisatorischer Arm der Inquisition. Ich weiß, Sie wollen nichts hören davon, aber es ist nun mal unser historisches Erbe. Aber ich denke, wir haben jetzt einiges übersprungen. Dir, den Kirmann, muss er angefangen haben mit dieser Fällerei. Die Neandertaler haben auch schon gesollert. Kommen wir mal ein Büffel vorbei. Da hört man richtig was los. Es musste ja nicht schlecht werden ohne Kühlschrank. Und dann gab es wieder lange nichts. Und irgendwann ist die Technik dann zu gut geworden. Und das ist die Früchs mit der Technik. Sie wächst euch Menschen schon lange über den Kopf. Da gibt es dann schnell die Büchelfette. Und da geht er nicht. Deswegen, Angst vor dem maßvollen Umgang mit dem Überfluss. Inquisition. Totzende! Ja, mit der Schlange hat alles begonnen. Alle sieben Todhünden haben mit der Schlange begonnen. Ein Abfäll! Und schon war sie in der Welt. Auch die Völlerei. Der Eigensinn war das Gift, das die Schlange den Menschen eingeflößt hat. Fortschritt, bisschen, hier, immer mehr und immer mehr, von allen. Ihr lasst ja alles, was ihr das Körperchen, ihr Menschen. Da muss ja dann jemand, der lässt sich ja sammeln, gerne mich sagen, doch nicht infiziert ist, von einem schrecklichen Charakter. Und ein Engel, der wenigstens das fürchte Leid. Ja! Und ihr sollt hier fallen und beten, dass ich eure Sünde lege. Seid Sünder, Sünder, Sünder, dass wir euch vergeben werden. Sonst werdet ihr das Leben vollend in der Hölle. Dass ich eure Sünder lege, seid Sünder, Sünder, Sünder. Dass wir euch vergeben werden. Sonst werdet ihr das nicht. Hört euch in die Hölle. Hört euch in die Hölle. Das reicht dann jetzt auch schon wieder. Da braucht man dringend ein Update. Seit er diesen letzten Virus hatte, der Minecraft, seitdem trichtet er immer so ab ins Glärikale. Oh, schaut, die Mittagspause ist auch schon wieder vorbei. Also, husch, husch ans Werk. Welche Bedeutung, liebe Michaela, haben denn die Todsünden noch heute? Ja, das ist eine ganz interessante Frage, lieber Clemens. Genau, die jetzt so spontan muss ich ein bisschen überlegen, lieber Clemens. Genau, die jetzt so spontan muss ich ein bisschen überlegen, gebe ich zu. Ich würde sagen, nehmen wir das Kirchliche, was es einmal war. Vielleicht können wir das Ganze als Werkzeuge sehen. Die Todsünden, die Begriffe der sieben Todsünden, denke ich mir, könnte man sehr gut als Werkzeug hernehmen, damit man selber reflektieren und nachdenken. Und zwar als Einzelner, als Individuum, aber genauso auch die gesellschaftlichen Probleme anpacken. Sei es jetzt Trägheit, mich selber ein bisschen ertappen, wo komme ich nicht ins Tun? Also ich glaube, das ist die Bedeutung heute, die sich jeder einzelne von uns übernehmen kann. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. Nein. nein. nein. nein. nein. nein. nein. vom Amur-Leopard. Sashimi vom Java-Nashorn. Und Oberkeule vom Berg-Gorilla. Das Buffet ist eröffnet. Ich glaube, wir haben die Beweise. Herr Gall, mein Name ist Ecker. Ich bin vom Amt für maßvollen Umgang mit Überfluss. Das ist mein Kollege Lahmann. Wir haben, wir sind hier, um Sie zu informieren, dass wir Beweise dafür haben. Wie sind Sie hier hereingekommen? Das tut nichts zur Sache. Wir haben gesehen, dass Sie Ihren Gästen vom Aussterben bedrohte Tiere auftischen. Wir haben Beweise dafür, dass Sie gegen den Paragrafen 48 Absatz 3 Ziffer 25 des Völlereigesetzes verstoßen haben. Diese führen zur Anklage. Na, immer langsam mit den jungen Pferden. Hierbei handelt es sich um höchste kulinarische und einwerkliche Kunst. Die Trophäen habe ich selbst geschossen und präpariert. Das ist Präzisionsarbeit, das sage ich Ihnen. Entfleischen, entfetten, reinigen, bleichen, trocknen. Ja, Kunst. Aber probieren Sie doch selbst. Das Essen, die Villa, den Pool. Bleiben Sie heute Abend meine Gäste. Feiern Sie, genießen Sie. Allen meiner Partys. allen meiner Partys. Schön haben sie es hier. Du meinst, zu viel Schönes hat er hier. Wir wollen uns nicht anstecken lassen vor dieser grauenhaften Maßlosigkeit und unsere Pflichttun. Denk an die ermordeten Tiere. Armen, verstorbenen Tiere. Ja, Herr Galt, Herr Damm, wann setzen wir uns denn zusammen, um über das Geschäft mit dem Nashornkulver zu sprechen? Ein anderes Mal, meine liebe Nappelgespa. Ein anderes Mal, meine liebe Nappel-Rispa. 25% aller Säugetierarten, jede achte Vogelart, jede fünfte Reptilienart, 40% aller Hai-, Rochen- und Amphibienarten sind kurz davor, von dieser Erde zu verschwinden. Und hier werden sie gegessen. Entsetzlich. Entsetzlich. Entsetzlich. Aber die hier sind schon tot. Denen kann man nicht mehr helfen. Also, es gibt viel Schlimmeres, als einmal ein Auge zuzudrücken. Und ich glaube, ich habe mir auch einmal etwas verdient. So eine Gelegenheit bekomme ich nie wieder. Du weißt schon, einmal ist nicht keinmal, sondern immer wieder. Riechst du wirklich an dem Ast Segen, auf dem wir sitzen, in dem du ein Auge zudrückst? Wer spricht denn von Segen? Ich alleine kann ja doch nichts bewirken. Doch! Hilf jetzt mit, dass nie wieder ein Tier, das vom Aussterben bedroht ist, auf den Tälern landet! Ja, gut. Ich werde pragmatisch entscheiden und... Ich werde pragmatisch entscheiden und... und eine Verwarnung aussprechen. Pragmatisch oder opportunistisch? Wenn wir korrupt sind, wer rettet dann die Menschheit vor all diesem Überfluss? Reicht es dir nicht, dass wir mit unseren Städten, mit unserem Bergbau, mit unserer Überfischung, mit unserer Wilderei, mit unserer Landwirtschaft, mit unserer Umweltverschmutzung die Artenvielfalt zerstören? Du willst doch einen überreichen, vermeintlich lustigen Großindustriellen, der auch schon auf dieser Insel war, was man ihm allerdings nie nachweisen konnte. Davon kommen lassen! In der Stückankündigung heißt es ja, dass Völlerei immer eine Frage der Perspektive ist. Und jetzt würde ich fragen, was das eigentlich bedeutet. Also im Hinblick auf unser Stück könnte man sagen, dass Völlerei vielleicht nicht nur bedeuten kann zu viel Essen oder generell zu viel, sondern vielleicht gibt es auch zu viel von zu wenig. Und es ist natürlich auch eine Frage der Bewertung. Also wer bewertet Völlerei, zum Beispiel im Außendienst vom Amt für maßvollen Umgang mit Überfluss, macht einen Unterschied, wer die Völlerei bewertet und wie. Und so ist es wahrscheinlich mit vielen Themen. Du meinst, dass Völlerei eben im Auge des Betrachters liegt, sozusagen? Sozusagen würde man sagen können, vielleicht Völlerei liegt im Auge des Betrachters. Okay. Danke. Und wie siehst du? Wie ich das sehe? Die Perspektiven auf Völlerei? Oder wie meine Perspektive auf Völlerei ist? Ja, wie ist deine Perspektive vielleicht? Naja, also Pinguine zu essen, das ist dann schon ein bisschen übertrieben. Ja, ist ein bisschen zu weit. Es gibt too much. Skulpturen aus Butter finde ich auch sehr übertrieben. Was würdest du sagen, ist gerade so gerade vielleicht Völlerei oder vielleicht auch nicht? Zur Premierenfeier vielleicht. Zur Premierenfeier? Darf ich mir jetzt was wünschen? Nein, also zur Premierenfeier vielleicht. Also zur Premierenfeier? Nein, das ist kein Völlerei. Dafür gibt es nicht genug Budget. Also, da müssen wir die Kirche im Dorf nutzen. Es ist gar nicht so einfach, das alles. Ich dachte, ich weiß, was gut genug und was zu viel ist. Aber was für einen selbst genau recht ist, ist zu viel für andere. Was zu wenig für andere ist, findet man selbst genau richtig. Es ist zu einfach zu sagen, es ist zu viel vom Schlechten. Zu viel Alkohol, zu viel Süß ist, findet man selbst genau richtig. Es ist so einfach zu sagen, es ist zu viel vom Schlechten, zu viel Alkohol, zu viel Süßzeug, zu viel Fastfood. Weniger einfach ist mit dem Guten. Der Sport zu viel, der Nerv zu gesund. Denn um wirklich maßvoll zu sein, braucht es auch ein gewisses Maß an Spaß und Lockerheit. Und wir müssen ja nicht nur in verschiedenen Fällen entscheiden, was zu viel und was zu wenig für die vielen verschiedenen Menschen und entsprechend ihrer vielfältigen Situationen ist. Wir müssen auch die Entscheidungen der Kollegen und Kolleginnen bewerten. Ob sie maßvoll streng arbeiten lassen oder ob sie sich doch mit milder und Lockerheit im Überfluss freien Lauf lassen. Und irgendwie kann man das lernen und irgendwie ist doch nicht alles fix und sehr subjektiv. Und die Zeit für die Entscheidungen ist nie genug, obwohl sie genug ist, weil sie reichen muss. Denn wenn wir wirklich alle Fälle bearbeiten würden, wäre es wieder überflussübermaßausufernd anmaßend, obwohl wir es uns anmaßen dürften als Amt. Aber eben nicht zu viel. Jetzt hast du aber viel gesagt. Zu viel. Clemens, welche der sieben Todshünden findest du am interessantesten? Ich habe gerade versucht zu überlegen, was sind denn die Todshünden und ich weiß es nicht. Oh, du sollst an einen Gott glauben, du sollst den Tag des Herrn heiligen, du sollst nicht Ungeräusche treiben und so weiter. Das sind Todshünden? Ja. Ich habe keine Lieblingstodshünde. Du hast keine Kunden? Und wie ist das mit der Völlerei? Gibt noch einen vernünftigen Zugang zum Leben. How come you're always such a fancy young man? Don't want to cut and crush your wild-o-reason brand Well, don't you know that other kids like starving you don't hand So eat it, just eat it Don't wanna argue, I don't wanna be paid Don't wanna hear about the fact that I'm a man