So, der Warteraum hat sich geleert, der Meetingraum hat sich gefüllt. Ich denke, es ist an der Zeit, offiziell zu starten. Einen wunderschönen guten Abend und herzlich willkommen hier in diesem Online-Meeting am ersten Abend einer Reihe, einer Ringvorlesung unter dem Titel Zukunft essen. Was haben unser Frühstück, die Klimakrise, unsere Gesundheit und globale Gerechtigkeit miteinander zu tun? Eine ganze Menge, denn kaum etwas ist so alltäglich und selbstverständlich wie das Essen. Und gleichzeitig hat kaum etwas so weitreichende Auswirkungen auf uns selbst, auf unsere Umwelt und auf die Gesellschaft. Genau darum geht es in dieser Ringvorlesung, in dieser Online-Vortragsreihe, nämlich wie wir uns gesund, klimafreundlich und zukunftsfähig ernähren unter dem Übertitel Zukunft Essen. Mein Name ist Rainer Rathmeier. Ich arbeite an der Volkshochschule Linz im Wissensturm und darf Sie heute im Namen der VHS Linz und im Namen unserer Partnerorganisation für diese Reihe im Namen der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich sehr herzlich zum Auftakt unserer gemeinsamen Ringvorlesung begrüßen. An insgesamt fünf Abenden wollen wir das Thema Ernährung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Wir beginnen heute bei uns selbst, bei unserem Ernährungsverhalten, unseren Gewohnheiten und der Frage, wie wir eigentlich lernen, was gutes Essen ist. Gutes Essen im umfassenden Sinn des Wortes. An den kommenden Arbeitabenden werden wir dann den Blick schrittweise weiten auf die Ernährungssysteme, in denen unsere Lebensmittel hergestellt werden, auf die Zusammenhänge zwischen Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt, auf globale Lieferketten und schließlich auf die Frage, wie wir Menschen für nachhaltige Veränderungen, für Engagement für Klimaschutz, Engagement für Nachhaltigkeit gewinnen können. Diejenigen von Ihnen, die sich schon mit dem Programm der gesamten Reihe Zukunft Essen beschäftigt haben, haben ja da schon einen guten Überblick bekommen. Es geht uns also nicht nur darum, was auf unseren Tellern liegt, sondern auch darum, wie es dorthin kommt und wie wir das in Zukunft gestalten können. Die Ringvorlesung schwebt nicht im luftleeren Raum, sondern die Ringvorlesung ist entstanden aus einem größeren Projekt. Aus dem Projekt Linz ist klimafreundlich, ist mit einem S und mit zwei S gleichzeitig, also wie Essen. Gemeinsam mit unseren PartnerInnen, Organisationen, dem Klimabündnis Oberösterreich, Südwind Oberösterreich und auch der Schule des Essens, die heute im Mittelpunkt steht, arbeiten wir seit zwei Jahren an der VHS Linz an einem Bildungs- und Trainingsprogramm für gesunde, nachhaltige und klimafreundliche Ernährung. Dabei haben wir unter anderem Multiplikatoren und Multiplikatorinnen ausgebildet, die dieses Wissen in Workshops und Bildungsveranstaltungen unterschiedlichster Art weitergeben. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch, auch in unserer Lehrküche hier im Wissensturm beispielsweise. Ermöglicht wird dieses Projekt und auch die Reihe, die wir heute starten, gemeinsam durch eine Förderung aus dem Klimafonds der Stadt Linz. Dafür und für die gute Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern und Partnerinnen ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle. auch eine Praxisinitiative aus Oberösterreich vor, die sich mit nachhaltiger Ernährung beschäftigt, die schon heute zeigt, wie eine nachhaltige Ernährungspraxis in Zukunft funktionieren kann. Bevor wir starten, noch einige kurze Hinweise zum Ablauf. Wir werden heute bis 19.45 Uhr hier zusammen sein. Zunächst hören wir den Hauptvortrag zur Schule des Essens von Therese Rathmann. Anschließend gibt es Gelegenheit für Fragen und Diskussion. Und zum Abschluss stellen wir im Praxisfenster heute die Initiative Foodsharing Linz vor. Ruth Schobesberger ist dazu schon auch hier bei uns im Meeting eingeloggt. Bitte lassen Sie während des Vortrags Ihre Mikrofone ausgeschaltet. Das hilft dabei, dass wir dem Vorgetragenen alle gut folgen können. Fragen können Sie gerne laufend im Chat sammeln und wir greifen Sie dann in der Diskussion auf. Der heutige Abend wird aufgezeichnet und wird in rund einer Woche auf unserer Website zur Verfügung stehen. Einige organisatorische Fragen sammeln sich schon im Chat. Unter anderem Fragen zur Beurteilung der Lehrveranstaltung. Diese Ringvorlesung ist teilweise eine Lehrveranstaltung an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich, teilweise oder auch offen für allgemein Interessierte. Deswegen kann ich zu diesen pädagogischen, hochschultechnischen Beurteilungsfragen keine Auskunft geben. Das werden dann die Kolleginnen von der PHO Österreich beantworten. Jetzt zum Inhalt des heutigen Abends. Unser Auftakt trägt den Titel Die Schule des Essens. Gutes Essen für alle. Denn eigentlich ist es erstaunlich, essen müssen wir alle jeden Tag. Aber wie lernen wir überhaupt das, was wir tagtäglich, wie lernen wir überhaupt unser Alltagswissen über Ernährung? Wie lernen wir, was uns gut tut, was gesund für uns ist? Darüber hinaus vielleicht auch, was nachhaltig ist, was klimafreundliche Ernährung sein könnte. Und wie können wir dieses Wissen tatsächlich im Alltag umsetzen? Diesen Fragen und viel mehr wird sich heute Therese Rathmann, die Gründerin der Schule des Essens, in ihrem Vortrag widmen. die Gründerin der Schule des Essens, in ihrem Vortrag widmen. Therese Rathmann ist Ernährungswissenschaftlerin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit nachhaltiger Ernährung, Gesundheitsförderung und Ernährungsbildung. Und liebe Therese, ich werde dich jetzt hier dazuholen in den Fokus und möchte dich sehr herzlich als Auftaktvortragende unserer Ringvorlesung begrüßen. Schön, dass du heute da bist. Therese Rathmann hat 2013 die Schule des Essens ins Leben gerufen. Aus der Überzeugung heraus, dass Ernährungsbildung mehr sein muss als die Vermittlung von Nährwerttabellen und Ernährungsempfehlungen. Es geht ihr um einen ganzheitlichen Zugang, um Gesundheit, Umwelt, gesellschaftliche Verantwortung, aber auch genauso um die praktischen Fähigkeiten, um Genuss und um Freude am Essen. Und Therese Rathmann ist seit dem Beginn des Projekts LINZ ist klimafreundlich eine ganz wichtige Partnerin für uns und wichtige Expertin, die uns in diesem Projekt begleitet. Ihr Motto in der Schule des Essens ist weg vom erhobenen Zeigefinger hin zur Begeisterung für gutes Essen. Und damit ist sie auch eine ideale Referentin für den Auftrag unserer Reihe. Denn die entscheidende Frage ist ja nicht nur, was wir über gesunde und nachhaltige Ernährung wissen, sondern wie aus diesem Wissen tatsächlich gelebter Alltag wird. Liebe Therese, ich freue mich sehr, dass du heute bei uns bist. Ich wünsche uns allen einen spannenden und anregenden Abend und übergebe dir nun gerne das Wort und bitte um deinen Vortrag. Vielen herzlichen Dank. So schöne Einführungswörter. Danke, Rainer. Einen wunderschönen guten Abend von meiner Seite und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Schönen guten Abend von meiner Seite und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Ja, ich mag gar nicht große Worte verlieren. Ich habe versucht, die Vorgaben gut umzusetzen und einen sehr praxisnahen Vortrag zu gestalten, was ja online gar nicht so einfach ist. Und möchte gleich mal die Kugeln ich werde jetzt zunächst mal meinen Vortrag starten und hoffe, Sie können ihn sehen. Rainer, gib mir ein akustisches Signal, bitte. Es funktioniert, ist zu sehen. Super. Die Schule des Essens, gutes Essen für alle ist der Titelel, den mir der Rainer Ratmeier vorgegeben hat. Und ich darf im Laufe dieses Abends kurz die Schule des Essens vorstellen und vor allem aber mit Ihnen gemeinsam skizzieren, wie wir zu einem guten Essen für uns alle kommen. Und ich freue mich sehr, dass der Rainer das Wort gut gewählt hat. Ich nehme an, das hat schon ein bisschen auch damit zu tun, dass er mich schon so gut kennt. Ich spreche so gut wie nie von der gesunden Ernährung, ich spreche eigentlich immer vom guten Essen, weil da mehr oder weniger alles mit drin ist, von der Gesundheit über die Nachhaltigkeit bis zum Genuss, aber mehr dazu gleich. Der Rainer hat mich schon vorgestellt, ich bin Ernährungswissenschaftlerin und warum ich hier bin, bis zum Genuss, aber mehr dazu gleich. Der Rainer hat mich schon vorgestellt. Ich bin Ernährungswissenschaftlerin und warum ich hier bin, weil ich in dem Projekt von Anfang an dabei bin, weil ich mit der Schule des Essens meiner Leidenschaft nachgehe, das gute Essen und das Wissen drüber und vor allem die Kompetenzen und die Leute zu bringen. Ich selbst habe vieles davon von meiner Oma gelernt. Ich war als Kind immer schon gerne eine Heferlguckerin und habe später dann auch eine Hand angelegt und eigentlich weiß ich so ziemlich alles, was ich an Erfahrungswissen zum Thema Essen habe von meiner Oma. Ich möchte Sie einladen, dass wir ganz interaktiv starten und bitte Sie für die folgenden 60 Minuten folgende Dinge bereit zu halten. Einen Zettel und einen Stift und dann etwas Rotes, etwas Grünes und etwas Weißes oder Graues, irgendwas, was nicht sonderlich knallfarbig ist. Das Rote kann auch, so wie ich da jetzt habe, etwas rosarotes sein, das Grüne auch etwas türkises, ungefähr in dieser Farbfamilie. Aber das werden wir jetzt dann gleich brauchen. Bitte, so Sie irgendwo sitzen, stehen Sie kurz auf, holen Sie sich diese Dinge, wie gesagt einen Zettel und einen Stift, etwas Rotes, etwas Grünes und etwas Weißes und kommen Sie dann bitte wieder zurück. Ich stoppe inzwischen die Freigabe, weil ich sie jetzt nämlich dann alle sehen muss, für das was ich mit ihnen vorhabe. Und ich bitte sie auch, wenn sie dann wieder zurück sind von ihrer Reise nach den Dingen, die Kamera einzuschalten, wenn es irgendwie geht. Wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Dann kann man zur Not auch in den Chat tippen, aber das Spiel macht sehr viel mehr Freude und ist sehr viel anschaulicher, wenn Sie Ihre Kamera einschalten. Gut, Rainer ist gerüstet, kann ich sehen. Ich gebe Ihnen noch eine Minute vielleicht. Möglicherweise wohnt ja irgendwer in einem Schloss und muss jetzt erst den Flügel wechseln, um die roten, grünen, weißen Dinge und den Zettel und den Stift zu finden. Ich sehe bei der Frau Kanz, sie hat sich mit Lehrbüchern, glaube ich, genau ausgerüstet. Wunderbar. Einige Kameras gehen an. Super. Bitte noch einmal an alle, die vielleicht jetzt erst dazugestoßen sind, besorgen Sie sich was Grünes, was Rotes. Türkis und Rosa geht auch, also aus der Farbfamilie, und irgendwas Neutrales, Weißes, Graues, einen Zettel und einen Stift. Und dann bitte ich Sie, in einem ersten Schritt kurz in sich zu gehen und sich ein Lebensmittel vorzustellen, kann auch ein Getränk sein, das Ihrer Meinung nach eine hohe Qualität hat. Schreiben Sie den Namen dieses Lebensmittels auf den Zettel und machen Sie sich ein paar Notizen dazu, warum Sie dieses Lebensmittel so hochwertig finden, warum das für Sie eine hohe Qualität hat. Ob Sie das jetzt auf den roten, den grünen oder den weißen Zettel schreiben, ist egal. Die Zettel brauchen wir später erst. Es kann irgendein Zettel sein. Also notieren Sie sich das Lebensmittel, von dem Sie sagen, das hat für mich hohe Qualität. Und in ein paar Stichworten die Gründe dafür, warum Sie diesem Lebensmittel eine hohe Qualität ausstellen. Und dann bitte ich noch die vielen, vielen TeilnehmerInnen, die die Kamera nach wie vor ausgeschaltet haben, die Kamera einzuschalten. Kurz, Sie können dann alles wieder, also alles nicht, den Ton bitte nicht, aber die Kamera wieder abdrehen. Aber ich habe ein kleines Vorstellungsspiel mit Ihnen vor und das funktioniert nur dann wirklich richtig gut, wenn die Kameras aufgedreht sind. Ich sehe, dass einige noch denken und schreiben über das Lebensmittel, dem sie eine hohe Qualität attestieren und über die Gründe. Gut, ich würde mal sagen, da ist viel passiert. Manche schreiben noch, aber ich glaube, wir können zum nächsten Punkt übergehen. Schnappen Sie sich jetzt bitte die drei farbigen Dinge und verwenden Sie sie folgendermaßen. Ich werde Ihnen einige Sätze jetzt sagen, die Sie betreffen oder auch nicht. Und wenn Sie dieser Aussage zustimmen, dann reagieren Sie bitte so, indem Sie das Grüne, was auch immer, in die Kamera halten. Möglichst nah in die Kamera. Idealerweise, blockiert meine Kamera gleich mal, idealerweise so, dass es möglichst bildfüllend ist, dass man es gut sieht. Und wenn Sie der Aussage nicht zustimmen, dann halten Sie bitte das Rote in die Kamera. Und wenn Sie sich nicht entscheiden können, oder es nicht preisgeben wollen, dann das Neutrale. Gut, wunderbar. Die erste Aussage, ich esse gerne. Ich stimme zu, ist grün. Ich stimme nicht zu, trifft für mich nicht zu, ist rot. Wenn jetzt doch noch jemand die Kamera einschalten möchte, ich freue mich sehr. Ansonsten wird es ein Spiel unter eher weniger Leuten, macht auch nichts. Okay, das ich sagen, sind einmal gute Startvoraussetzungen. Meine absolute Lieblingsspeise ist etwas mit Fleisch. Bei meiner absoluten Lieblingsspeise ist Fleisch dabei. Ich stimme zu, ist grün. Und rot ist ich Stimme nicht zu. Oh, das Wollknäuel finde ich sehr schön. Okay. Gegenfrage. Meine absolute Lieblingsspeise ist etwas Vegetarisches oder Veganes. Das müsste jetzt genau... Ja, schaut gut aus. Funktioniert. Methode funktioniert. Meine Lieblingsspeise ist pikant oder salzig. Oder bei uns im Mostviertel gesagt wird sauer, was eigentlich nicht stimmt. Also wer isst am liebsten was Pikantes oder Salziges? Und auch hier die Gegenfrage. Meine Lieblingsspeise ist was Süßes. Jetzt erkenne ich erst rein, das Ding, das ist ein Abwaschschwamm. Ah, sehr schön. Okay, also wir sind eher pikant unterwegs. Ich trinke im Alltag meistens Wasser. Stimme zu oder nicht? Stimme zu oder nicht? Ich trinke aber auch ganz gerne Bier, Wein oder andere alkoholische Getränke. Ja, da sind wir relativ divers. Ich kenne die Eckpfeiler einer gesunden Ernährung. Das war zu erwarten. Meistens sind die TeilnehmerInnen von so Vorträgen schon ein bisschen ausgewähltes Publikum quasi. Ich esse auch nach den Eckpfeilern der gesunden Ernährung. Im Großen und Ganzen. Sagen wir mal so. Ich kenne die wichtigsten Hebel einer nachhaltigen Ernährung. Die wichtigsten Hebel der nachhaltigen Ernährung sind mir bekannt. Okay, auch hier schon ein sehr gut voreinformiertes Publikum. Ich lebe die wichtigsten Hebel der nachhaltigen Ernährung auch. Da gibt es einige neutrale, fällt nicht immer ganz so leicht, kann ich nachvollziehen. Und jetzt die letzte Frage. Für mich passt das, wenn wir in diesem Rahmen per Du sind. Damit würde ich switchen von Sie auf Du natürlich. Sehr gut, super. Damit bin ich ab jetzt Therese und danke euch allen ganz, ganz herzlich fürs Mitmachen und habe jetzt so ein bisschen einen Überblick gewonnen, mit wem ich es zu tun habe und werde damit meine Präsentation jetzt wieder. Entschuldige, ich habe nur noch eine Frage. Ich nutze die Umschaltpause kurz für eine organisatorische Ankündigung und dann gleich eine Frage von der Adna Hocic. Einige können jetzt gerade nichts sehen, sind nur via Audio hier im Internet. Das dürfte damit zu tun haben, dass Zoom offenbar kurzfristig etwas geändert hat. Wenn Sie nicht über die Zoom Workplace App, sondern nur über den Browser teilnehmen, dann können Sie nur Audio dabei sein. Dann sehen Sie jetzt die Präsentation nicht und können sich auch selber nicht mit Kamera zuschalten. Ich sehe es bei Ihrem Namen, wer mit Kamera grundsätzlich dabei ist und wer nicht. Der Großteil ist mit Kamera dabei. Wer jetzt das nicht kann und das aber möchte, müsste kurz nochmal aus dem Meeting rausgehen und nochmal einsteigen und dann, wenn die Ausmahlmöglichkeit kommt, ob Sie über den Browser beitreten wollen oder über die Zoom Workplace App, dann auswählen über die Zoom Workplace App. Es tut mirählen über die Zoom Workplace App. Es tut mir leid, mir war das nicht bewusst, dass das geändert wurde. Offenbar vor kurzem via Zoom, weil das jetzt das erste Mal ist in unseren Online-Meetings, dass wir dieses Thema haben. Adna Hutschitsch, eine Frage. Und zwar, ich war nicht von Anfang an dabei, weil Sie mich noch nicht hinzugefügt haben. Und zwar, ich habe eine Frage, habt ihr schon besprochen, wenn wir dabei sind, müssen wir trotzdem den Kommentar abgeben, damit ich mir Notizen mache nebenbei. Also drei Tage. Wie das weiß eine Lehrveranstaltungsleiterin oder Leiter, Katharina, Peter, wer kann die Frage beantworten? Ich habe jetzt leider die Frage, ich war gerade ausgestiegen, was bei mir technisch nicht klappt. Was war die Frage? Und zwar müssen wir den Kommentar trotzdem abgeben, auch wenn wir dabei sind, damit ich mir nebenbei Notizen mache. Sie müssen immer einen Kommentar abgeben, zu jedem Termin. Auch wenn wir dabei sind und auch nicht. Ja. Immer. Passt, danke. Bitte sonst per E-Mail uns kontaktieren, dann können wir jede Frage klären, weil ich sehe jetzt auch den Chat nicht. Okay, gut. Danke. Therese, Bühne frei. Bühne frei, gut. Ich glaube, es sind schon alle wieder da, die kurz geswitcht haben. Ich möchte mich noch kurz ansprechen. Ich habe die Leute reingeholt aus dem Warteraum. Es sollte sich geklärt haben bei den Allermeisten. Irgendwer hat gerade noch eine Frage. Und irgendwer hat gerade noch inzwischen eine Frage. Ja, das war jetzt ich, weil ich glaube, ich habe das selbe Problem mit Frau Prof. Zmelig. Ich habe keinen geteilten Bildschirm, kann meine Kamera nicht aktivieren und habe keinen Zugang zum Chat. Genau, bitte versuchen nochmal auszusteigen und beim Einsteigen auswählen, über die Zoom Workplace App teilnehmen, dann sollte das funktionieren. Wenn Sie nur über den Webbrowser teilnehmen, dann können Sie nur Audio dabei sein. Bei mir hat das leider trotzdem nicht funktioniert. Okay. Dann vielleicht die Aufzeichnung nachsehen. Dann sollte die Präsentation dabei sein. Ihnen wir dann trotzdem den Kommentar später abgeben, weil das ist ja dann, bevor die Aufzeichnung hochgeladen ist. Ich werde es jetzt noch einmal probieren mit der App-Version. Aber sonst geht das in Ordnung. Okay, passt. Danke. Gut, das ist immer ärgerlich. geht das in Ordnung. Okay, passt, danke. Okay. Gut, das ist immer ärgerlich. Ich habe gerade im Vorfeld auch mit dem Rainer Rathmeier besprochen, dass ich vorigen Freitag in einer Vorlesung auch schwerste Probleme mit Zoom hatte. Mir tut das jetzt leid, wenn nicht alle jetzt dabei sein können, aber zum Glück wird aufgezeichnet und dann gibt es ja die Möglichkeit, das nachzuschauen. Und ich hoffe, dass es auch nur audiolehrreich und spannend ist. Ich möchte beginnen mit dem Status quo unserer Ernährungsweise und möchte ganz zu Beginn anmerken, dass wir uns jetzt vor allem über den Bereich Konsum von uns Einzelpersonen sozusagen unterhalten werden. Das war meine Vorgabe, weil im Rahmen dieser Ringvorlesung die anderen Stufen des Ernährungssystems ja auch noch behandelt werden. Das heißt, wir werden jetzt aus diesem ganzen System, das hier oder auch hier aufgetragen ist, vor allem über den Konsum von uns allen sprechen. Das heißt aber nicht, dass wir einzig verantwortlich sind dafür, dass die Ernährungswende vorangetrieben wird. Das müssen gemeinschaftliche Anstrengungen sein. Wie man auch eben in diesen Systemdarstellungen sieht, sind wir als Konsumentinnen und Konsumenten nicht die einzigen Player. Das ist mir ganz wichtig zu Beginn zu sagen, weil das sehr oft passiert, dass man eben die Verantwortung versucht, auf die Konsumentinnen auszulagern. Die sollen mehr Tierwohl kaufen, die sollen Lebensmittel mehr wertschätzen und nicht immer über den Preis sudern. Also wir sind ein Player und heute geht es vor allem darum, was wir tun können. Es gibt einen Ernährungsbericht, der fast zehn Jahre alt ist. Angeblich ist der nächste schon in der Pipeline. Und aus diesem Ernährungsbericht gibt es Daten, was in Österreich gegessen wird oder eben vor zehn Jahren gegessen wurde. Es wird sich nicht wahnsinnig gravierend geändert haben. Und wir kennen alle auch noch oder wahrscheinlich die meisten von uns kennen sie noch die Ernährungspyramide, die alten Empfehlungen. Alt deswegen, weil es seit 24 neue gibt. neue gibt. Das ist so grob die Pyramide und das hier ist das, was Frauen in Österreich tatsächlich konsumieren. Das schaut gar nicht mehr sehr wie eine Pyramide aus. Viel, viel weniger Obst und Gemüse als empfohlen. Hier noch nicht ganz so deutlich, dass die Mengen von tierischem Eiweiß überschritten werden. Entschuldigung, ich war gerade abgelenkt. Eine Katze jagt irgendein Viech. Und das ist das, was die Männer konsumieren. Und da sieht man schon sehr, sehr deutlich, dass die Fleischempfehlung deutlich überschritten wird. deutlich überschritten wird. Männer essen ungefähr dreimal so viel Fleisch, als vor 2024 empfohlen wurde. Die Fleischempfehlung ist unterrevidiert worden, das heißt Männer essen sozusagen noch relativ noch mehr Fleisch im Vergleich zur Empfehlung. Wir essen auch alle miteinander zu fett, das sieht man hier und zu süß, das sieht man ganz oben. Also wir ernähren uns nicht optimal aus gesundheitlicher Perspektive mal zunächst. Unsere Ernährungsweise, beziehungsweise fairerweise muss man sagen, das ganze Ernährungssystem strapaziert aber auch den Planeten. Über strapaziert den Planeten. Manche von Ihnen sind möglicherweise mit diesem Spinnendiagramm der planetaren Grenzen vertraut. Das stammt ursprünglich von Johann Rockström, der jetzt am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung tätig ist. Und was man hier sehen kann, ist, dass es im Bereich auf all diese Umweltaspekte einen grünen Bereich gibt, den Safe Space. Innerhalb dessen wir die Ressourcen des Planeten nicht überstrapazieren. Was man hier aber auch sieht, oder was man hier vor allem sieht, ist, dass wir in den meisten Bereichen, die mit dem Ernährungssystem direkt in Verbindung stehen, weit über den grünen Bereich draußen sind und teilweise beispielsweise im Bereich der Artenvielfalt, Biodiversität, weit, weit draußen sind, möglicherweise unwiederbringlich weit draußen sind. Also unwiederbringlich heißt, dass wir in den grünen Bereich wahrscheinlich nicht mehr zurückkommen können. In anderen Bereichen ist das nach wie vor möglich, aber Status Quo ist, wir überstrapazieren den Planeten durch das, was wir essen und wie wir das herstellen. Und hier noch eine Grafik, die jetzt extrem viele Informationen bereithält und noch dazu auf Englisch ist. Ich möchte ein paar Informationen daraus herauspicken, die ich so für ganz besonders striking aufrüttelnd halte. Ich fange jetzt unten an. Nein, fast ganz unten. 94% der Säugetiermasse, also jetzt nicht die Anzahl der Säugetiere, sondern sozusagen das Gewicht, das die alle gemeinsam auf die Waage bringen. 94 Prozent der Säugetiermasse weltweit sind Nutztiere. Und die müssen was fressen und die müssen wo stehen, die müssen wo gehalten werden, die produzieren Exkremente. die produzieren Exkremente. Das macht einen großen Teil des Überstrapazierens der planetaren Grenzen aus. Und worauf ich auch noch eingehen möchte, gesondert ist das hier, weil es in dieser RIN-Vorlesung ja auch ganz speziell um die Klimawirksamkeit unserer Ernährung geht. 26, es gibt auch Daten, die von 33 bis zu 33 Prozent sprechen, der Treibhausgasemissionen, die weltweit anfallen, stammen aus dem Foodsektor, aus dem Ernährungssektor. Und da werfen wir ein bisschen einen genaueren Blick noch kurz drauf. Von diesen 26 Prozent%, wenn man die jetzt auftröselt und größer darstellt sozusagen, dann sieht man, dass es vor allem die Nutztierhaltung ist und die Produktion von Ackerfrüchten, von denen wiederum einiges in die Nutztierhaltung fließt, als Tierfutter verfüttert wird und nicht der gesamte Anteil von Menschen dann gegessen wird. Was man auch sieht, ist, dass so Dinge wie Verpackung, Transport, Verarbeitung gar nicht so riesengroßen Anteil an Treibhausgasemissionen haben, gar nicht so riesengroßen Anteil an Treibhausgasemissionen haben, was unter anderem daran liegt, dass diese Systeme oft sehr, sehr, sehr effizient gestaltet sind und damit relativ gesehen runtergebrochen auf einzelnen Lebensmitteln diese Anteile nicht so sehr ins Gewicht fallen. Gewicht fallen. Und ein letzter Gedanke zum Status Quo sind die versteckten Kosten des Ernährungssystems, denn dadurch, dass unsere Ernährung so ungesund ist oder dass die Ernährung vieler so ungesund ist, entstehen Folgekosten durch ernährungsmitbedingte Erkrankungen. Folgekosten durch ernährungsmitbedingte Erkrankungen. Weiters entstehen Folgekosten auch umweltbedingt, denn die Treibhausgasemissionen, die Stickstoffeinträge, der nicht nachhaltige Wasserverbrauch, die Verschmutzung des Trinkwassers beispielsweise mit Nitrat, das dann wieder aufbereitet werden muss. All diese Dinge, diese versteckten Kosten der landwirtschaftlichen Produktion, die müssen wir auch mitrechnen. Die sind zwar in den Preisen, in den Lebensmittelpreisen nicht mit drinnen, aber sie verursachen Kosten für die Gesellschaft. Und zwar ordentliche Kosten, nämlich ungefähr 10% des globalen BIP, sind Kosten, die durch unsere Art, wie wir Lebensmittel produzieren und konsumieren, aufbringen, aufwerfen. So viel mal in aller Kürze zum Status Quo und was sozusagen nicht rund läuft. Und jetzt wollen wir darauf schauen, wie wir sozusagen die Ernährungswende mit vorantreiben können, wie wir die Ernährungswende mit vorantreiben können. Und ich möchte im ersten Schritt ein bisschen auf Ernährungsbildung eingehen. Das ist nämlich etwas, wo ich meinen Beitrag sozusagen leiste und auch eine ganz, ganz große Leidenschaft dafür entwickelt habe. Ich möchte Ihnen ganz kurz ein Grundsatzdokument nahelegen von der Fachgruppe Ernährungsbildung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Das ist relativ neu, 2024 erschienen. Es geht um Ernährungsbildung und zwar ganz gezielt im Kontext nachhaltige Entwicklung. Und wenn wir hier nur ein paar Schlagwörter rauspicken, dann steht hier Befähigung von Menschen, Ernährung mündig, sozial verantwortlich zu gestalten. Es ist von komplexen gesellschaftlichen Bedingungen die Rede. Es ist von Esskulturbildung die Rede. Es ist von den Zieldimensionen Gesundheitsförderung und Nachhaltigkeit die Rede und es ist von Konsumkompetenzen die Rede. Es ist nicht die Rede von einem erhobenen Zeigefinger, von vorgefertigten Lösungen, die für alle funktionieren und für alle gleich sind. Es geht darum, Menschen zu befähigen, für sich geeignete Lösungen zu entwickeln, die in das Konto der Gesundheit und der Nachhaltigkeit einzahlen. Das ist vielleicht in der Nutshell das, was wir mit Ernährungsbildung im Kontext nachhaltiger Entwicklung erreichen möchten. Was ich immer mit habe bei meinen Vorträgen ist eine Aussage von der Barbara Mettfessel, einer Professorin für Ernährungs- und Haushaltswissenschaft in Heidelberg, die das mal so ausgedrückt hat, Ernährungsbildung steht vor der schwierigen Aufgabe, den Umgang mit Widersprüchen zu lehren und diese Widersprüche auch zu leben. Und was nicht passieren darf, ist ein schlechtes Gewissen oder, das sagt jetzt nicht mehr sie, sondern das ergänze ich jetzt noch, Angst zu produzieren mit Ernährungsbildung oder mit Wissensvermittlung im Bereich Ernährung. Denn Angst und schlechtes Gewissen machen handlungsunfähig. Alle diese Dinge habe ich aufgegriffen und daraus sozusagen die Schule des Essens gemeißelt. Ein Programm für freudvolle, nachhaltige Ernährungsbildung, bei dem wir vor allem mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit jungen Erwachsenen und zunehmend für die Zielgruppe der Pädagoginnen und Pädagogen arbeiten, Pädagogen arbeiten, Workshops in Schulen machen, Fortbildungen abhalten und aktuell eine digitale Kompetenzplattform aufgesetzt haben. Dazu kommt gleich noch mehr. Und wir sind, Andrea Fitscherler und ich, eine Ernährungswissenschaftlerin, eine Kollegin, die ebenfalls als Schwerpunkt nachhaltige Ernährung hat. als Schwerpunkt nachhaltige Ernährung hat. Was wir machen in der Schule des Essens ist auf der Basis der Konzepte für nachhaltige Ernährung und One Health ist Ihnen wahrscheinlich auch schon mal untergekommen, Farm to Fork und das ganze Ernährungssystem einblenden, haben wir ganz am Anfang schon erwähnt. Auf der Basis dieser Konzepte arbeiten wir mit Themen wie beispielsweise dem Qualitätsbegriff, einem umfassenden Qualitätsbegriff, Warenkunde, Kulturgeschichte, Gesundheit natürlich. Es geht viel um Bio, um Produktionsformen, um Tierwohl, um Sensorik und um vieles andere mehr. Ernährung ist extrem vieldimensional. Wir arbeiten sehr viel mit den Händen, sprich sehr praxisorientiert im zentralen Lernort Küche. Wir gehen auch einkaufen miteinander, wir machen Quizzes und so weiter. Aber es geht immer sehr stark um das Tun mit und rund um die Lebensmittel. Und die Wissenserschließung, die funktioniert dann sozusagen rundherum. Und ganz, ganz zentral in der Schule des Essens sind Freude und Begeisterung am Tun, am Kochen, am Essen. Der Campus Schule des Essens ist diese Kompetenzplattform, von der ich gerade vorher gesprochen habe. Die ist wirklich brandneu, haben wir im September 2026 gelauncht. 2026 gelauncht, können Sie unter dieser Uhr oder eben über den QR-Code abrufen. Und wenn Sie sich zum Thema nachhaltige Ernährung in drei, vier Stunden aufschlauen wollen und ganz hochkarätige Referentinnen und Referenten, unter anderem Marianne Penker, die nächstes Mal da sein wird oder auch Gudrun Obersteiner, die führende Wissenschaftlerin in Österreich zum Thema Lebensmittelabfall und Abfallvermeidung. Wenn Sie die hören wollen in Impulsvorträgen, dann sind Sie auf unserem Campus Schule des Essens AT Gold richtig. Für alle frei zugänglich, vor allem der Basiskurs, da muss man sich nicht einmal registrieren dafür, da kann man als Gast einsteigen und sich das anschauen. Und da wir wissen, dass 70 Prozent der Ernährungsbildung sozusagen nebenbei, also informell passiert, nicht das, was im Unterricht oder in geeigneten anderen Formaten vermittelt wird, sondern das, was in den Pausen, beim Einkaufen, im Gespräch, beim Kochen, im Alltag, über die Eltern, über die Pädagoginnen, aber eben nicht im Unterricht oder sonst wo vermittelt wird, der wesentlich größere Teil ist. Und weil gerade in der informellen Ernährungsbildung auch das Thema Freude und Spaß, Gamification, der neudeutsche Ausdruck, so relevant ist, darf ich an der Stelle auch noch eine ganz kleine Werbung machen, wobei Werbung ist falsch gesagt, weil es kostet eh nichts. Wir haben eine App gelauncht, gebaut, mit wir meine ich unter anderem Katharina Seiser, Michael Groh, Johannes Ecker und ich, zum Thema 30 Pflanzen pro Woche, wo es vor allem um Mikrobiom und Gesundheit geht. Aber eben, was diese App machen möchte, ist, sie will Genuss und Freude und Neugierde an der Vielfalt der pflanzlichen Lebensmittel wecken. Sie finden den Link hier, Sie finden den QR-Code zum Download. Die App ist für iOS und seit kurzem auch für Android verfügbar. Und wie gesagt, sie kostet nichts, die Basisversion ist gratis. ist gratis. Damit komme ich zum zweiten Teil, zum Hauptteil meines Impulsvortrags. So könnten wir es besser machen, Teil 2, die Handlungsmöglichkeiten für jede und jeden von uns. Mein erster Appell ist, groß und weit zu denken. Nachhaltige Ernährung ist ein riesiges Themengebiet, das weit über das, worüber wir uns mit der Ernährung meistens beschäftigen, oder was wir sozusagen gewohnt sind, worüber wir meistens nachdenken, nämlich über das Thema Gesundheit. Ist es gesund, was wir essen, wie viele Nährstoffe hat es? Ist es low carb? Weiß der Kuckuck was? Das ist das, was wir gewohnt sind und was wir sehr viel tun. Aber Ernährung ist so viel mehr. Ernährung ist auch die Frage, ob unsere Produktionsbedingungen umweltverträglich sind, was das mit unserer Mitwelt, mit unserer Gesellschaft macht, was das auch mit den Tieren macht, die ja Teil unserer Mitwelt sind. Also sprich Tierwohl gehört da zum Beispiel hinein. Auch die wirtschaftlichen Fragen, wie fair ist das Ernährungssystem, wie ist die Preisgestaltung, was ist in den Preisen überhaupt alles abgebildet und was nicht. Und über dem allen steht dann sozusagen die Klammer oder der Kreis der Kultur, denn es prägt uns natürlich ganz, ganz stark, in welcher Kultur, in welcher Ess- und Ernährungskultur wir groß werden. Und das ist auch etwas, das wir ganz oft nicht mitdenken, das aber ganz ein zentrales und entscheidendes Element ist. Und da stoße ich jetzt nochmal in dasselbe Horn, in das auch die Frau Mettfessel schon gestoßen hat. Wenn man Ernährung so vieldimensional denkt und diese Dimensionen dann vielleicht auch noch gedanklich miteinander verknüpft, meistens sind sie ja auch miteinander verknüpft, dann wird es sehr, sehr komplex. Und wir Menschen haben aber gerne wenig Komplexität. Einfache Antworten. A führt direkt nach B. Das funktioniert in der nachhaltigen Ernährung so nicht. Und das ist gar nicht so einfach, das einmal anzuerkennen oder zuerst einmal überhaupt zu erkennen, einmal anzuerkennen oder zuerst einmal überhaupt zu erkennen, dann anzuerkennen, in einem nächsten Schritt es auszuhalten, auch diese Zielkonflikte auszuhalten. Ich kann es nicht immer unter einen Hut bringen, ob es mir jetzt beispielsweise wichtiger ist, beispielsweise wichtiger ist, Bioparadeiser zu kaufen, die aber aus Spanien kommen, weil es keine regionalen, saisonalen Paradeiser mehr gibt. Oder ob es mir wichtiger ist, die österreichische Landwirtschaft zu unterstützen und ich deswegen die konventionellen Paradeiser aus österreichischer Landwirtschaft kaufe. Das ist ein Zielkonflikt, das kriege ich nicht zusammen. Das heißt, ich muss für mich individuell passende Lösungen finden. Darum gibt es in der in der Ernährungsbildung, in der nachhaltigen Ernährungsbildung eben diese One-fits-all-Lösungen nicht. Die müssen individuell passend sein, denn nur dann können sie tatsächlich auch langfristig umgesetzt werden. Ja und das macht gute Ernährungserziehung und gute Ernährungsbildung. Was sie eben nicht macht ist schlechtes Gewissen oder Angst oder Genussverderben oder sonstige negative Gefühle, die handlungsunfähig machen und destruktiv sind. So und jetzt möchte ich Sie gerne mitnehmen in den Supermarkt. Ich habe mir in der Vorbereitung dieses Vortrags überlegt, wie kann man all die Themen, die mir wichtig sind, in einem roten Faden zusammenfassen, der vielleicht auch noch etwas Spielerisches hat und da ist mir der Supermarkt eingefallen. Bevor wir jetzt überhaupt hineingehen in den Supermarkt, überlegen wir uns drei Dinge idealerweise noch draußen oder zu Hause. Erstens, wie sieht die Ernährungsweise, die ich grundsätzlich pflege oder verfolge, aus. Idealerweise habe ich, wenn ich einkaufen gehe, schon das im Hinterkopf mit. Meine Ernährungsweise sollte idealerweise sehr stark pflanzenbetont sein, sehr viel Obst und Gemüse enthalten, einige stärkereiche Lebensmittel, idealerweise in der Vollkornvariante und dann einige eiweißreiche Lebensmittel, von denen eine bunte Mischung an tierischen und pflanzlichen Quellen vorhanden ist. Das ist übrigens eine begleitende Visualisierung der neuen Ernährungsempfehlungen, begleitende Visualisierung der neuen Ernährungsempfehlungen, die eben wie gesagt Ende 2024 in Österreich gelten, die wieder wie gehabt als Pyramide aufgebaut sind, allerdings neuerdings aus zwei Pyramiden. Wir haben jetzt eine Pyramide mit Fisch und Fleisch und eine Pyramide ohne Fisch und Fleisch. Und wir haben auch bei der Pyramide mit Fisch und Fleisch die Fisch- und Fleischportionen nach unten revidiert. Also wir haben jetzt nicht wir gemacht, sondern wir finden sie jetzt so vor. Sie wurden nach unten revidiert, weil in diesen Ernährungsempfehlungen erstmals auch Umweltaspekte mit eingeflossen sind. Neben den gesundheitlichen Aspekten, die es eh schon immer gegeben hat. Runter revidiert wurden auch die Milchempfehlungen von drei auf zwei Portionen. Dafür wurden die Hülsenfruchtempfehlungen raufgeschraubt und die Hülsenfrüchte bekamen jetzt sozusagen eine eigene Nennung. Sie sind früher beim Gemüse da unten irgendwie mitgelaufen, haben aber jetzt sozusagen ihre eigene Stufe in der Ernährungspyramide und eine klare Empfehlung, nämlich mindestens drei Portionen pro Woche sollten davon gegessen werden. Und wie gesagt, wir haben auch eine vegetarische Ernährungspyramide und da sind wir in Österreich durchaus Vorreiter. Das haben die Deutschen und die Schweizer beispielsweise nicht gemacht. Auch orientieren könnten wir uns an der sogenannten Planetary Health Diet. Das ist eine Ernährungsweise, die 2019 in einer viel beachteten Publikation, die die Ernährungswissenschaften echt revolutioniert hat, niedergeschrieben wurde von diesen beiden Herren. Johann Rockström haben wir schon kennengelernt bei den planetaren Grenzen. Walter Willett ist einer der führenden Ernährungsepidemiologen weltweit. Und eine Riesenarbeit, eine jahrelange forschungsarbeit steckt da dahinter mit einem riesen team und die planetary health diet ist sozusagen ein ergebnis aus dieser langen forschungsarbeit und auch hier haben wir ein tellermodell und es schaut ganz ähnlich aus wie das tellermodell das wir ganz am anfang gesehen haben also das sind so die überlegungen die wir mal so grundsätzlich zum Einkaufen mitnehmen. Die zweite Überlegung, die wir mitnehmen ist, was bedeutet für mich Qualität? Welche Lebensmittel kann ich vielleicht von vornherein ausscheiden, wenn ich jetzt in den Supermarkt einkaufen gehe? Was werde ich auf gar keinen Fall kaufen? Und hier müssen wir vielleicht schon mal das erste Mal unseren Blick deutlich weiten. Wir sind es gewohnt, Produktqualität einzublenden. Wie schmeckt das? Wie frisch ist es? Welche Nährwerte hat das? Genauso wichtig ist aber die sogenannte Prozessqualität. Das, was passiert ist, bevor das Lebensmittel im Supermarkt oder auf meinem Teller gelandet ist. Wie ist es angebaut worden oder wie ist es gehalten worden, wenn es ein tierisches Lebensmittel ist? Wie ist es gelagert, wie ist es verarbeitet worden, wie ist es transportiert worden? wie ist es verarbeitet worden, wie ist es transportiert worden, wie fair waren die Prozesse, die Preisgestaltungen innerhalb dieses Teils des Lebensmittelsystems. Also idealerweise habe ich das, wenn ich einkaufen gehe, schon mit dabei. Und wenn ich jetzt von mir ganz persönlich spreche, ich bin Biokonsumentin, wenn ich einkaufen gehe, dann blende ich einmal den Großteil des Sortiments sowieso aus, weil ich weiß, das kaufe ich nicht. Und das hat den positiven oder den schönen positiven Nebeneffekt, dass das Einkaufen auch viel leichter wird, weil ich mich mit ganz vielen Lebensmitteln überhaupt nicht auseinandersetzen muss. Und das Dritte, was wir idealerweise machen, bevor wir einkaufen gehen, ist, wir überlegen uns, was brauche ich eigentlich wirklich. Diese Empfehlung gibt es schon sehr lange und zwar aus der Gesundheitsperspektive, nämlich wenn man hungrig einkaufen geht und keinen Einkaufszettel hat, dann kauft man viel zu viel, was man dann auch nachher alles isst und das ist dem Gewicht nicht zuträglich. Das ist dem Gewicht nicht zuträglich. Ja, aber es gibt hier auch noch die Nachhaltigkeitsperspektive. Brauche ich das alles? Werde ich das alles essen? Oder wird das bei mir zu Hause vergammeln, verschimmeln, verfaulen und landet letztendlich als Lebensmittelabfall in der Mülltonne und ist dann quasi verschwendet. Das ist die Nachhaltigkeitsperspektive. Also wenn ich einkaufen gehe, dann frage ich mich auch, bin ich überhaupt die nächsten Tage zu Hause? Wenn nicht, dann kann ich mir gleich sparen, die leicht verderblichen Lebensmittel einzukaufen, die nach zwei Tagen Himbeeren beispielsweise, nach zwei Tagen Gatschig oder Schimmlig werden, dann kaufe ich lieber die Äpfel, die länger halten. Brauche ich oder werde ich dieses 2 plus 1 gratis Joghurt tatsächlich essen oder weiß ich jetzt schon, dass ich eigentlich eh wieder nur eines esse, dann lasse ich doch die anderen zwei gleich im Supermarkt für jemand anderen, ist im Übrigen auch dann die billigere Lösung. Also da geht es um Lebensmittelabfallvermeidung. So, wir kommen in den Supermarkt hinein und das Erste, was man meistens im Supermarkt vorfindet, ist die Obst- und Gemüseabteilung. Obst- und Gemüseabteilung und da kommt die goldene Triade sozusagen regional, saisonal, bio voll zum Tragen. Idealerweise greifen wir hier zu Obst und Gemüse, das jetzt gerade hier in der Nähe oder in unserem Breitengrad sozusagen oder in unserem Umkreis regional ist ja nicht klar definiert. Es gibt keine Definition, die sagt, regional ist alles im Umkreis von 50 Kilometern oder 100. Das ist ein Begriff, der nach Lust und Laune relativ schwammig verwendet wird, aber möglichst in der Nähe und idealerweise biologisch produziert worden ist. Also jetzt Kürbis und Birne und nicht Zuckererbsen und Erdbeeren. Ich glaube, die Botschaft ist recht klar. Wir gehen weiter und kommen an der Feinposttheke vorbei, aus der für mich der Leberkäse wunderbar herüberduftet. Wir haben den Ernährungsteller, die Ernährungsempfehlungen im Hinterkopf und gehen deshalb nicht bei jedem Einkauf zur Feinkosttheke. Das sind Dinge, die wir uns hin und wieder kaufen und da greifen wir dann zur allerhöchsten Qualität, wo wir an den Geschmack denken, aber idealerweise auch ans Tierwohl. Allgemeinwissen mittlerweile voraussetzen. Es gibt Haltungsbedingungen für Tiere, in dem Fall ist es jetzt eine Grafik aus der Schweinehaltung, die das Tierwohl nicht oder die Bedürfnisse der Tiere nicht erfüllen und es gibt Haltungsbedingungen, die das zumindest versuchen und denen das einigermaßen gut gelingt. Oder einfacher gesagt, Bio-Tierhaltung ist immer deutlich tierwohlorientierter als konventionelle Tierhaltung. Wenn es jetzt um tierisch und pflanzlich geht, dann ist es mir ganz wichtig, und das ist auch eine zentrale Aussage in der Schule des Essens, dass es nicht um entweder oder geht. Es geht nicht darum, vegan zu verteufeln und Milch und Fleisch als unabdingbare Voraussetzungen für eine gesunde Ernährung darzustellen. Es geht überhaupt nicht darum, sich für das eine oder für das andere zu entscheiden, sondern eine gesunde und nachhaltige Ernährung ist entlang dieses Kontinuums so gut wie überall möglich, mit Ausnahme hier. Also fleischbasiert geht sich nicht aus, aber alles andere, von flexitarisch bis vegan, ist gut möglich und wir müssen uns nicht gegenseitig in die Haare kriegen. Darüber, wer jetzt sozusagen die einzig richtige Ernährung hat. Mein Vater hat immer gesagt, alle Wege führen nach Rom. Die Botschaft der Schule des Essens ist, viele Wege führen ans Ziel. Wie wir sozusagen das weniger Fleisch und mehr Pflanzliches umsetzen, da gibt es ganz, ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten. Und wir bewerten das nicht, wir entdecken das. Wir kosten uns durch verschiedene Produkte durch. Wir kochen sehr viel mit Hülsenfrüchten in der Schule des Essens. Hülsenfrüchte sind so ein bisschen die Königsdisziplin, weil die sind am wenigsten verarbeitet. Da ist noch die volle Power der Nährstoffe und der bioaktiven Stoffe drin. Gleichzeitig sind Hülsenfrüchte ein totaler Joker in jeder Hinsicht. Gesundheitlich, kulinarisch, außen in der österreichischen Küche, also bei den Hülsenfrüchten lohnt es sich wirklich in Kochbücher aus anderen Weltgegenden zu schauen und auch aus der Nachhaltigkeitsperspektive, denn Hülsenfrüchte brauchen zum einen viel weniger Ressourcen in der Kultivierung, im Anbau als beispielsweise tierische Eiweißquellen und produzieren ihren Dünger quasi selbst. Über eine Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien können sie den Luftstickstoff fixieren und für sich als Dünger zugänglich machen und verbessern damit auch noch den Boden. Also Hülsenfrüchte sind quasi der Königsweg. Verpackung. An der Stelle ein ganz kurzer Hinweis zur Verpackung, denn auch was Verpackung betrifft, kursieren wahnsinnig viele Fehleinschätzungen. Verpackungen sind nicht immer schlecht. Es gibt hier die Frau Obersteiner, die ich vorher schon erwähnt habe, Professorin an der BOKU, die Expertin für Lebensmittelabfallvermeidung in Österreich, bringt immer wieder dieses Beispiel. Frischkäse ist ein Lebensmittel, das relativ leicht verderblich ist. Also wenn ich eine Packung Frischkäse mal aufgemacht habe und nicht schnell aufesse, dann wird der recht rasch schimmlig. Wenn ich jetzt Frischkäse, dieselbe Menge Frischkäse, nicht in einer großen Packung, sondern in mehreren kleinen habe und immer nur sozusagen bedarfsgerecht eine kleine Packung aufmache für ein Abendessen zum Beispiel, dann kann das nicht nur kann, da gibt es Daten dazu, dann trägt das zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bei. Eine weitere Fehleinschätzung sind Glasverpackungen. Glasverpackungen haben die schlechteste Umweltbilanz von allen Verpackungen, wenn sie einweg sind. Also das gilt jetzt nicht für die Milchflasche, die immer wieder befüllt wird und auch nicht für die Mineralwasser und auch nicht für die Bierflasche, die immer wieder befüllt wird. Aber das gilt für das, was man hier zum Beispiel sieht, die Schraubgläser, in denen Paradais-Sauce, Sugo und dergleichen abgefüllt ist. Wenn die nur ein einziges Mal verwendet werden, dann haben die die schlechteste Umweltbelastung. Wieder ein Zielkonflikt, denn auf der anderen Seite sind sie die beste Verpackung, was die Produktqualität betrifft, weil das Lebensmittel darin, Glas reagiert nicht mit dem Lebensmittel darin. Was bei Dosen beispielsweise schon wieder ganz anders ist, und da gab es vor kurzem auch eine Untersuchung des Verein für Konsumenteninformation, die haben sich Kichererbsen aus verschiedensten Verpackungen angeschaut und sämtliche Kichererbsen aus der Dose, egal ob konventionell oder bio und egal von welchem Hersteller, waren mit Weichmachern belastet. Weil diese Schicht innen drinnen in der Dose, diese Kunststoffschicht, Weichmacher ins Produkt freisetzt. Das macht eine Glasverpackung nicht. Ein Zielkonflikt. Das macht eine Glasverpackung nicht. Ein Zielkonflikt. Was die Verpackung auf jeden Fall kann, ist Informationen liefern. Das ist jetzt vielleicht ein Overkill. Ich möchte da jetzt auch gar nicht näher drauf eingehen. Ich möchte auf das hier näher eingehen. Es gibt nämlich seit 2010 ein verlässliches Universalzeichen für all diejenigen, die Bioprodukte aufspüren wollen, nämlich dieses sogenannte EU-Bioblatt. Das muss auf jedem verpackten Lebensmittel, das in der EU in Verkehr gebracht wird, drauf sein. Auf das kann man sich verlassen, da steckt eine umfassende Kontrolle dahinter und es ist eben ein universelles Erkennungsmerkmal. Es gibt weitere Siegel, hier noch mal kurz eingeblendet, viele von denen sind auch auf Bio-Produkten drauf. Keines von denen kann allerdings ausschließlich ein Bio Produkt kennzeichnen. Es muss immer das Bio Blatt auch mit drauf sein. Und es gibt zusätzlich auch noch die Information oder zumindest ein bisschen Basisinformation über die Herkunft der Produkte, der Grundprodukte. Nämlich wenn da jetzt steht ATandwirtschaft oder österreichische Landwirtschaft, dann sind die Zutaten, die Rohprodukte des Lebensmittels eben aus Österreich. Und das ist auch etwas, was im konventionellen Bereich viel, viel seltener angegeben wird, wo die Rohstoffe herkommen. Wir gehen weiter. Uns drängt die Zeit sowohl hier bei diesem Vortrag jetzt als auch im Supermarkt. Wir wollen nach Hause, wir sind hungrig, wir brauchen noch Milch. Wir gehen durch das Milchregal, durch das riesen Milchregal und entscheiden uns für Milch und für eine Milchalternative. Denn wir wissen, dass Fleisch und Milchprodukte wertvolle Lebensmittel sind, die tolle Nährstoffprofile haben. Wir wissen aber auch, dass mit Ausnahme von Vitamin B12 alle Nährstoffe auch rein pflanzlich gedeckt werden können. Es gibt auch hier kein Entweder-Oder. Es geht nicht nur auf die eine oder nur auf die andere Art, es geht auf viele verschiedene Spielarten und ich bin eine Verfechterin von friedlicher Koexistenz von Milch und Milchalternativen, das leben wir auch bei uns zu Hause, also bei uns im Kühlschrank steht eigentlich immer Milch und es steht auch immer mindestens eine Milchalternative, weil mal das, mal das besser passt. Sogar die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und die Österreichische Gesellschaft für Ernährung haben mittlerweile eingelenkt und sind von ihrem, wir müssen dringend davon abraten, vegan zu essen, ungeschwenkt auf viele Menschen essen vegan oder viele Menschen essen immer stärker pflanzenorientiert. Deswegen geben wir den Menschen lieber Handlungsempfehlungen, Antworten auf ihre Fragen in die Hand, damit sie es gut und bedarfsdeckend machen können. Das ist ein großer Paradigmenwechsel im Umgang mit Veganismus. Worauf greifen wir zurück, wenn wir natürlich Eiweiß brauchen, aber nicht so sehr uns auf der tierischen Seite aufhalten wollen oder zugreifen wollen? Wir haben viele, viele Alternativen und wie schon gesagt, die Hülsenfrüchte sind der Königsweg, weshalb wir bei unserem Einkauf selbstverständlich noch durch das Hülsenfrüchte-Regal gehen und zugreifen. Und für alle, die jetzt sagen, Hülsenfrüchte sind total spannend, aber ich kenne mich noch nicht gut genug aus, ich möchte viel mehr essen, ich weiß nicht recht, was tue ich damit, was tue ich mit welchen, wie muss ich die kochen, möchte ich Ihnen dieses Kompendium vom Bayerischen Kompetenzzentrum für Ernährung ans Herz legen und oder dieses Kochbuch des Fonds Gesundes Österreich, ganz neu, voriges Jahr erschienen, die eben ganz gezielt diese geniale Lebensmittelgruppe aufgreifen und alltagstaugliche Rezepte formuliert haben und auch so Informationen, wie lange muss ich das einweichen, wie lange muss ich das kochen, worauf muss ich achten, wenn ich es nicht so gut vertrage und so weiter behandeln. Ich könnte gerne mit Ihnen einen ganzen Tag über Hülsenfrüchte reden, aber das sprengt uns komplett den Rahmen. Und außerdem waren wir ja eigentlich schon beim Du. Und auch dieses Video, ganz, ganz große Empfehlung, in fünf Minuten zusammengefasst, was Hülsenfrüchte so richtig super macht auf allen Ebenen von der University Oxford gemeinsam mit der BBC. Es ist alles verlinkt, kann sich im Nachgang sehr, sehr gerne dann auch noch geholt werden oder wird ja auch aufgezeichnet und ich glaube, die Folien werden auch zur Verfügung gestellt. Weiß ich jetzt nicht, aber ihr werdet es finden. Wir sind fast am Ende. Wir brauchen noch Brot und Nudeln. Wir greifen idealerweise zu Vollkornnudeln, weil sie mehr Ballaststoffe und mehr Mineralstoffe haben. Und etwas, was die meisten unterschätzen oder gar nicht am Radar haben, erstaunlich viel Eiweiß. 100 Gramm Nudeln ungekocht haben ungefähr 13 Gramm Eiweiß. Das ist nicht wenig, vor allem wenn man bedenkt, wie oft wir Nudeln essen und in welchen Mengen wir Nudeln essen, oder zumindest die meisten von uns, plus das Eiweiß aus den Getreideprodukten ergänzt das Eiweiß aus den Hülsenfrüchten perfekt, sodass das insgesamt ein hochwertiges Eiweiß wird, das dem Eiweiß aus tierischen Quellen ebenbürtig ist. Hochwertiges Eiweiß wird, das dem Eiweiß aus tierischen Quellen ebenbürtig ist. Finale, Quengelzone. Die heißt nicht umsonst so, vor allem wenn man Kinder mit hat beim Einkaufen, dann weiß man, was da passiert. Passiert uns nicht, aber nicht, weil wir keine Schokolade kaufen oder weil wir nichts naschen würden, wir verbieten uns ja natürlich nichts in der Schule des Essens, sondern weil wir im Regal vorher schon zugegriffen haben, nämlich bei dieser Schokolade. Alles, was so weit weg ist, dass es uns sehr schwer fällt, irgendwie einen Überblick zu haben, unter welchen Bedingungen das hergestellt ist und ob das aus fairem Handel kommt. Das betrifft Schokolade, Kakao, das betrifft viele Gewürze, das betrifft vor allem auch Kaffee. Bei diesen Lebensmitteln greifen wir idealerweise zu Fairtrade und gleichzeitig biozertifizierten Lebensmitteln. Ja, dann sind wir eigentlich fertig, aber noch nicht ganz, denn jetzt an dieser Stelle entscheidet sich, wie die Klimabilanz unseres Einkaufs ausfallen wird. ausfallen wird, denn die Klimabilanz bis jetzt haben wir ganz gut gemanagt durch kluge Entscheidungen, Einkaufsentscheidungen, weniger tierische Lebensmittel, mehr pflanzliche Lebensmittel, regional, saisonal. Jetzt ist die große Frage, wie bringen wir das nach Hause? Und wenn wir jetzt ins Auto steigen und wenn wir das jeden Tag tun, dann ist die Klimabilanz unseres Einkaufs ganz schnell zunichte gemacht. Deswegen steigen wir idealerweise aufs Rad oder aufs Lastenrad oder das ist meine Schule, das Essens-Trolley, mit dem ich eigentlich immer unterwegs bin, wenn ich Workshops habe. Der hat einen großen Karabiner, mit dem man ihn auch an dem Fahrrad befestigen kann. Die Art und Weise, wie ich die Lebensmittel nach Hause bringe, wie ich meinen Einkauf nach Hause bringe, ist ganz, ganz entscheidend für die Klimabilanz des gesamten Einkaufs. Einkauf nach Hause bringe, ist ganz, ganz entscheidend für die Klimabilanz des gesamten Einkaufs. Ich fasse zusammen. Wir haben zehn Hebel, wir haben mehr Hebel, aber das sind die zehn größten Hebel für eine nachhaltigere Ernährung, die jeder und jede von uns mehr oder weniger täglich umsetzen kann. Weniger tierisches, mehr pflanzliches. Aus nachhaltigerer Lebensmittelproduktion, zum Beispiel Bio. Lebensmittelabfall so gut es geht vermeiden. Regional und saisonal zusätzlich zu Bio idealerweise einkaufen. Qualität ist wichtiger als die schiere Menge. Wir schauen auf Fairness, auf Fair Trade, auf faire Preise, auch im lokalen Handel sozusagen. Direktvermarktung beispielsweise ist etwas, was auch regional deutlich mehr Fairness beinhaltet. regional deutlich mehr Fairness beinhaltet. Wir haben die ethischen Aspekte im Auge des Tierwohl, aber auch des Menschenwohl. Wir achten auf Verarbeitung, auf Transport und auf Verpackung. Ja, da kommt jetzt nochmal die Direktvermarktung. Wo kaufen wir ein? Supermarkt ist nicht per se immer böse. Direktvermarktung ist, darum heißt es ja auch so, direkter an den Erzeugerinnen dran und wir denken die Frage immer mit, brauche ich das wirklich, also dieses Stichwort Suffizienz, muss ich das haben, muss ich so viel haben oder geht es auch mit weniger. Da springe ich jetzt drüber. In der Schule des Estens haben wir es noch viel stärker runtergebrochen auf diese Grundregeln. Ich möchte jetzt abschließend die Klammer schließen und noch einmal zu eurem Produkt zurückkommen, das ihr euch ganz am Anfang ausgesucht habt und wo ihr euch Stichworte gemacht habt, warum das für euch ein Produkt mit hoher Qualität ist. Gut statt viel, Qualität hat Vorrang. Gutes Essen für alle, sind unsere Schlagworte oder die zentrale Botschaft meines Vortrags jetzt. Und ich möchte euch bitten, dass ihr jetzt noch einen letzten ganzheitlichen Blick, nach all dem, was ihr jetzt gehört habt, auf euer Lebensmittel vom Anfang werft. Und das könnt ihr machen anhand dieses Qualitätsfächers des Bundeszentrums für Ernährung, Deutsches Bundeszentrum für Ernährung, ein wunderbares Bildungsmaterial, das auch für Kinder und Jugendliche sehr, eher für Jugendliche, sehr gut geeignet ist, um sich eben Gedanken zu machen, wie, was Qualität von Lebensmitteln alles ausmacht. Und ich lade euch ein, nehmt euch euer Produkt noch einmal und fragt euch noch einmal im Schnelldurchlauf oder gerne auch im Anschluss dann später in aller Ruhe, wenn man alle diese Aspekte der Qualität rauspickt. Gesundheit, Eignung, wie lange hält es, wie schnell ist es zuzubereiten, wie schmeckt es, wie schaut die wirtschaftliche Seite aus, wie schaut es aus mit der sozialen Seite? Umweltaspekte, soziokulturelle Aspekte und emotionale Aspekte. Ich habe nicht umsonst am Anfang das Bild mit der Oma in meinen Vorträgen immer drinnen. Wenn man das alles zusammennimmt, wie schaut dann die Beurteilung eures Lebensmittels aus? Ihr könnt es dann auch auf so einem Spinnendiagramm eintragen, muss man aber nicht. Ich glaube, es reicht, sich einfach da das nochmal ganz kurz vor Augen zu führen, dass es viele, viele Qualitätsaspekte gibt, die man möglicherweise nicht immer am Radar hat und die ihr vielleicht jetzt nach dieser gemeinsamen Stunde in Zukunft mehr am Radar habt. Und wenn mir das gelungen ist, dann freut mich das sehr. Auf jeden Fall wünsche ich euch viel Genuss und Freude beim nachhaltig Essen und möchte mit Wilhelm Busch schließen, weil für mich tatsächlich Fleisch etwas ist, was ich sehr, sehr gerne esse, selten esse, in hoher Qualität esse, aber eben gerne esse. Vielen Dank, Herr Steyl. Kannst du das Wilhelm Busch Zitat noch vorlesen? Ach so, Entschuldigung. Für die einigen wenigen, die uns nicht sehen. Es wird mit Recht ein guter Braten gerechnet zu den guten Taten. Vielen, vielen Dank, Therese. Jetzt machen wir uns ein bisschen größer. Ich möchte bitte sagen, Rainer, ich habe mitgestoppt. Oder eigentlich, ich habe mitgestoppt. Oder eigentlich, ich habe mich selbst kontrolliert. Ich bin punktgenau eine Stunde. Die Verzögerung lag an den technischen Führungskräften. Alles in Ordnung. Danke für den sehr interessanten Vortrag und für diese schöne Tour zum Beginn der Lesung um den Begriff der Nachhaltigkeit beim Essen, bei der Ernährung. Gut, die allermeisten, die jetzt herinnen sind, 35 Teilnehmenden, können uns auch sehen. Ich glaube, fünf Leute können uns noch nicht sehen, sondern können uns nur hören. Sie sollen auch die Möglichkeit haben, wenn Sie Fragen stellen wollen, diese zu stellen. Also wenn man jetzt Fragen oder Diskussionsbeiträge an die Therese Hartmann hat, kann diese in den Chat schreiben oder kann sich auch lautstellen und die Kamera einschalten, so die verfügbar ist, und diese Frage lautstellen und die Kamera einschalten, so die verfügbar ist, und diese Frage lautstellen. Vielleicht von mir einmal zur Einleitung in die Fragerunde. Die Hülsenfrüchte, das habe ich in unseren zwei Jahren der Zusammenarbeit für mich sehr stark mitgenommen und habe es aber jetzt zum ersten Mal gehört, dass gerade die österreichische Küche da so ein Hinkebein hat bei den Hülsenfrüchten. Hast du da eine Idee, wo das herkommt? Frage 1 und Frage 2, was sind denn deine zwei Top-Praxistipps zur Zubereitung von guten Hülsenfrüchten für Leute, die gern kochen und für Leute, die gar nicht gern kochen? Boah, das sind ganz schön viele Fragen auf einmal. Ja, Entschuldigung. Was der Grund dafür sein könnte, ich habe es nie verifiziert, aber von dem, was ich mir so zusammengelesen und zusammengereimt habe, glaube ich, hat es sehr stark damit zu tun, dass Hülsenfrüchte immer schon den Nimbus des armen Leuteessens hatten. Also es war immer schon so, dass, also immer, über weite Teile der Geschichte war es so, dass wenn man sich Fleisch leisten konnte, dann hat man es geschafft. Dann hat man aber auch Fleisch gegessen und nicht auf eben dieses arme Leute Essen zurückgekriegt. Hülsenfrüchte war immer schon das Eiweiß der armen Leute und ich glaube, dass sie diesen Nimbus immer noch nicht abgelegt haben. Meine zwei Top Tipps für Menschen, die gerne kochen und menschen die nicht so gern kochen. ich fange mit denen an, die nicht so gerne kochen und das ist jetzt ziemlich erratisch, weil das ist das erste was mir gerade einfällt. ich liebe es palatschinken mit sichererbsenmehl statt mit Mehl zu machen, weil ich finde, dass das für pikante Palatschinken, also ich mag zum Beispiel gerne Palatschinken, die dann so mit Blattspinat gefüllt sind und vielleicht noch ein bisschen mit Parmesan drüber und so, weil es für pikante Palatschinken viel besser passt, weil eben das Kichererbsenmehl kräftiger und intensiver schmeckt als Mehl. Kann man eins zu eins ersetzen. Funktioniert komplett gleich und schmeckt mir sehr, sehr gut und ist auch für Menschen, die jetzt nicht gerne kochen, glaube ich, bei der Chimpin, abgesehen davon, dass sie leicht anpicken, aber sonst so eine große Herausforderung. Und was jetzt die gerne Kocher betrifft, dass sie leicht anbieten, aber sonst so eine große Herausforderung. Und was jetzt die gerne Kocher betrifft, bleibe ich jetzt trotzdem in der österreichischen Küche, obwohl es das einzige Hülsenfrüchte-Gericht ist, das mir aus der österreichischen Küche einfällt. Aber ein Lieblingsgericht von mir seit Kindheitstagen von der Oma sind die Specklinsen. Also bei mir oder bei uns gibt es dann meistens deutlich weniger Speck als bei der Oma. Der Speck ist bei uns quasi gewürzt, manches Mal ja ganz ohne. Aber in Specklinsen mit Semmelknödel konnte ich mich mein ganzes Leben immer schon und kann ich mir immer eingraben. Den Bild hat man sogar im bouldernden Plakutter. Ah, okay. Dankeschön. Gibt es Fragen aus der ZuhörerInnenschaft? Möchte jemand Fragen? HörerInnen schafft, möchte jemand noch etwas sagen. Ich habe jetzt nur kurz akustisch einen Versuch gehört. Der Rest, dann würde ich dich noch bitten, du hast ja die großen Hebel genannt, was man sozusagen selber für Nachhaltigkeit tun kann. Die Top 3 waren mehr vom Tier, weniger von der Pflanze, umgekehrt genau, danke, weniger vom Tier, mehr von der Pflanze, nachhaltige Erzeugungsformen, zum Beispiel Bio, und den Lebensmittelabfall so gut wie es geht vermeiden. Und da werden wir ja auch im Praxisfenster noch gleich einen Blick drauf werfen, und den Lebensmittelabfall so gut wie es geht vermeiden. Und da werden wir ja auch im Praxisfenster noch gleich dann einen Blick drauf werfen, nämlich auf das Konzept Foodsharing in Oberösterreich. Kannst du vielleicht kurz nochmal, weil diese drei Hebel so schön eingängig sind, zu jedem so merksatzmäßig dazu sagen, warum das für die Nachhaltigkeit gut ist, aus welchem Grund, beziehungsweise warum das ein Beitrag zu klimafreundlicher Ernährung ist. Wir haben, was die Treibhausgasemissionen betrifft, eine relativ gute Datenbasis. Ein Viertel bis ein Drittel der Treibhausgasemissionen weltweit stammen aus dem Ernährungssystem und da vor allem aus der tierischen Produktion. Ich mag diesen Begriff überhaupt nicht, ich habe noch immer keinen gescheiteren Kunden. Also aus der Mast und vor allem Fütterung von Nutztieren. Das ist der Grund, warum weniger vom Tier und mehr von der Pflanze. Warum nachhaltigere Produktion? Da komme ich nochmal auf die planetaren Grenzen zu. Weil die Art und Weise wie Lebensmittel derzeit produziert werden, die meisten Lebensmittel derzeit produziert werden, viel zu stark die Ressourcen des Planeten Erde konsumieren. Landwirtschaft ist immer ein Eingriff in die Natur und ist immer ein Entnehmen sozusagen aus natürlichen Systemen. Aber es gibt schon eine erheblich große Bandbreite der Spielarten, wie invasiv sozusagen oder wie stark dieser Eingriff ist. Da sind die Produktionsformen, die weniger stark eingreifen, klarerweise die Ressourcen schon unterliegen. Und Bio ist eine davon. Es ist nicht die einzige Möglichkeit, es ist allerdings die am besten definierte und vor allem aus der Konsumentinnenperspektive auch am verlässlichsten und am einfachsten zu findenden. Und was Lebensmittelabfallvermeidung betrifft, kriege ich jetzt auch noch eine Zahl nach. Ein Drittel bis manche sprechen sogar mittlerweile von der Hälfte der Lebensmittel, die produziert werden, wieder auf globaler Ebene, landen nicht in den Mägen der Menschen. Auf allen Ebenen des Ernährungssystems, also teilweise werden sie gar nicht geerntet, teilweise gehen sie in der Lebensmittelverarbeitung verloren, teilweise im Handel. Der größte Teil allerdings, zumindest in westlichen Industrienationen, geht in den Privathaushalten verloren oder wird in den Privathaushalten verschwendet. Das ist tatsächlich etwas, wo wir als Konsumentinnen und Konsumenten wirklich sehr viel beitragen können, um das zu verhindern. Und bei Lebensmittelabfällen sind natürlich vor allem die tierischen Lebensmittel doppelt und dreifach problematisch, weil in jedem Liter Milch, in jedem Kilo Fleisch stecken ja auch die Futtermittel, die davor schon produziert werden mussten. Das heißt, die Verschwendung multipliziert sich quasi. Genau. Dankeschön dafür. Ich sehe jetzt immer noch keine Frage im Chat. Entweder du hast extrem klar vorgetragen oder der eine oder die andere muss noch ein bisschen auftauen. Wir werden sehen, wie sich das weiterentwickelt im Laufe der Reihe. Aber ich frage ja ohnehin auch selber gerne weiter. Hallo? Nein. Die Schule des Essens heißt ja nicht zufällig Schule des Essens. Es ist ja ein Ernährungsbildungsprogramm und wurde ja auch für Schulen, für die Arbeit in Schulen von dir entwickelt, gemeinsam mit FIBEL. Und wir sind ja heute hier auch in einem Kontext, dadurch, dass wir Ringvorlesungen gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich haben, wo doch der eine oder die andere angehende Pädagogin, angehende Pädagoge hier sein wird. Dieses Publikum vorausgesetzt und du als Ernährungswissenschaftlerin, die sehr viel Erfahrung hat mit der Bildungsarbeit an Schulen, auch an Pflichtschulen zum Thema Ernährungsbildung, Was würdest du dir denn wünschen von den Schulen in Österreich, von der Schule in Österreich, dass dort zum Thema Ernährung gemacht wird, was jetzt noch nicht gemacht wird? Sodass sozusagen auch die nächsten Generationen, die kommen, ernährungskompetent sozusagen, eine Möglichkeit haben, ihre Ernährungskompetenz in der Schule zu erweitern und aus der Schule zu kommen. Es ist wie eine Gebetsmühle, da komme ich mir jetzt fast vor, wenn ich die Frage beantworten würde. Und ich bin auch nicht die einzige Gebetsmühle, die in Österreich unterwegs ist. Zum einen, es gibt in Österreich Ernährungsbildung, es gibt ein Fach Ernährung und Haushalt. Der Skandal ist, dass es dieses Fach nur an einer Schulform gibt und auch da nur im Lehrplan im Ausmaß von, wenn ich richtig informiert bin, ein bis drei Stunden im Laufe der gesamten vier Jahre, die die Schülerinnen und Schüler in der Mittelschule sind. Also ich wünsche mir erstens ein Schulfach, das von der ersten Volksschule oder nur viel besser, das in irgendeiner Form spielerisch und sehr kindgerecht, idealerweise auch schon im Kindergarten aufgegriffen wird, und gerecht, idealerweise auch schon im Kindergarten aufgegriffen wird, bis zur Matura. Also Ernährung gehört in den Fächerkanon der Allgemeinbildung hinein. Ich bin gesagt Gebetsmühle und ich bin nicht die einzige Gebetsmühle, die das laufend von sich gibt. Wir wissen, dass das eine große Vision bleibt. Ich würde jetzt nicht das Wort Illusion verwenden. Die Signale aus den zuständigen Ministerien sind ganz klar, nämlich das wird so gehen. Was ich mir deswegen wünsche, ist, dass Pädagoginnen und Pädagogen und Schulleiterinnen und Schulleiter im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Thema immer wieder aufgreifen. Und zwar sowohl im Unterricht, aber eben auch außerhalb des Unterrichts oder sozusagen dieses Nebenbei, dass sie sich dessen bewusst sind, wie viel nebenbei passiert. Und dass vor allem Schulen mit Nachmittagsbetreuung oder mit verschränktem Unterricht, Ganztagesschulen mit verschränktem Unterricht, diese vielen, vielen impliziten Chancen nicht ungenutzt verstreichen lassen. Da wird so oft gemeinsam Mittag gegessen und da macht es einen Riesenunterschied, und da macht es einen Riesenunterschied, ob die Pädagoginnen, die Freizeitpädagoginnen, die Aufsichtspersonen mit den Kindern essen, was sie essen, was sie sagen, während sie essen, welche Atmosphäre beim Essen hinschaut. Alle diese Dinge. Also ich wünsche mir, um das mal unterzutreffend zu machen, ich wünsche mir auf der einen Seite möglichst viel Ernährungsbildung im Unterricht und ich wünsche mir auf der anderen Seite ganz viel mehr Awareness für das, was eben an Erziehung und an Bildung implizit außerhalb des Unterrichts passiert und was das für eine große Chance eigentlich ist. passiert und was das für eine große Chance eigentlich ist, die ich mich frage. Vielen Dank, Therese. Und ich hoffe mit dir gemeinsam, dass diese Wünsche hier auf fruchtbaren Boden fallen. Vor allem bei denen unter euch, die später mal in der Schule sein werden und vielleicht zum Thema Ökologie, Nachhaltigkeit und oder Ernährung Schule mitgestalten werden. Liebe Therese, vielen, vielen Dank. Wir sind angesichts der technischen Schwierigkeiten jetzt sozusagen auch an der Zeit, uns wirklich bei dir nochmal zu bedanken und unseren Scheinwerfer jetzt zu lenken von deinem Vortrag hin in unser Praxisfenster, weil es uns ganz wichtig war in der Gestaltung dieser Reihe, auch an jedem Abend ergänzend zu dem, was wir hören von unseren Vortragenden, Inputgeberinnen, auch Menschen zu Wort kommen zu lassen, die sich ganz konkret hier in Oberösterreich in unterschiedlichsten Feldern für gutes Essen, für nachhaltige Ernährung, für klimafreundliche Ernährung engagieren. Und es freut mich sehr, dass heute die Ruth Schobesberger hier bei uns ist von Foodsharing in Oberösterreich. Und die möchte ich jetzt gerne dazu holen. Die Ruth Schobesberger, kannst du mich hören? Ich höre dich gut. Muss ich irgendwas noch machen? Ich sehe mich. Du siehst dich? Ich sehe mich selber, ja. Ich hole dich da dazu. Hallo. Hallo. Herzlichen Dank für die Einladung. Ich muss auch der Therese sagen, sie hat schon super Gedanken gebracht und viele, viele tolle Dinge gesagt. Also ich bin ganz beeindruckt. Es war wirklich toll. Ruth, danke, dass du heute bei uns bist. Ich möchte ganz kurz sagen, wie es zu der Verbindung gekommen ist, weil die Volkshochschule Linz hat ja ihren Sitz im Wissensturm in Linz. Wer öfters in Linz unterwegs ist, kennt den Wissensturm. Und da ist auch die Stadtbibliothek Linz mit uns gemeinsam im Haus. ist auch die Stadtbibliothek Linz mit uns gemeinsam im Haus. Und in der Stadtbibliothek Linz gibt es seit kurzem einen sogenannten Verteiler in Kooperation mit Foodsharing. Und Ruth, da warst du, glaube ich, ganz wesentlich daran beteiligt, dass es dieses Angebot bei uns im Wissensturm gibt. Und ich würde dich jetzt bitten, uns ein bisschen zu erzählen, worum geht es beim Foodsharing, worum geht es beim Verteiler und worum geht es bei deinem Engagement gegen den Lebensmittelabfall? Also auf die Verteiler möchte ich später ein bisschen eingehen. Ich möchte zuerst einmal sagen, dass ich mich schon ewig für Nachhaltigkeit interessiere und dass deshalb für mich ganz, ganz wichtig ist, dass ich mich mit dem Thema Lebensmittel, gesunde Ernährung, Lebensmittelverschwendung beschäftige. Weil Foodsharing sieht sich selbst als Umwelt- und bildungspolitische Bewegung. Wir wollen etwas tun gegen diese Ressourcenverschwendung. Und das machen wir eben dadurch, dass wir Lebensmittel retten. Wir beurteilen nicht, wer ist bedürftiger als wer anderer, wer kriegt Lebensmittel, sondern uns geht es darum, dass nichts weggeworfen wird. Uns geht es darum, dass nichts weggeworfen wird. Und zur Geschichte von Foodsharing kurz. 2011 hat Valentin Thun den Film Test de West in die Kinos in Deutschland gebracht. Und das hat einen Aufschrei bewirkt, weil da das erste Mal so richtig über Lebensmittelverschwendung berichtet worden ist. über Lebensmittelverschwendung berichtet worden ist. Und er hat dann gemeinsam mit Raphael Fellner, also ganz verkürzt gesagt, Foodsharing Deutschland gegründet. Und am 12.12.2012 ist Foodsharing, also ist die Plattform foodsharing.de online gegangen. Und diese Bewegung ist dann 2013 nach Wien geschwappt und seit 2016 gibt es es in Linz. Und wir von Foodsharing, wir holen ab in Restaurants, wir gehen zu All-You-Can-Eat-Buffets, wir gehen in Supermärkte, wir holen in Molkereien ab, wir holen bei Großhändlern ab. Also überall, wo Lebensmittel anfallen, die nicht verkauft werden können, kommt Foodsharing vorbei. Wir gehen sogar in Baumärkte, weil es gibt eine Menge an Pflanzen, die weggeworfen werden. Es ist wirklich unvorstellbar. Wenn die Saison der Stiefmütterkern vorbei ist und die Leute wollen Geranien kaufen, dann wird halt alles weggeworfen. Und Foodsharing holt das ab und verteilt es in Altersheime und überall. Es gibt so viele Menschen, die sich darüber freuen. Und wenn ich abhole bei Foodsharing, also bei einem Betrieb, dann kann ich selber entscheiden, was ich damit mache. Ich darf es nur nicht verkaufen und ich darf es nur nicht wegschmeißen, was ja logisch ist. Und ich kann alles selber essen oder meiner Familie geben oder Freunden oder der Nachbarschaft. Ich kann es auch in die sogenannten Verteiler tragen. Und jetzt möchte ich kurz erklären, was ein Verteiler ist. Es ist ein öffentlicher Ort, wo jeder hingehen kann. Meist ist auch ein Kühlschrank dort und dort kann jeder Lebensmittel, die in Ordnung sind, hinbringen. Dort kann jeder Lebensmittel, die in Ordnung sind, hinbringen. Das heißt, einfach überprüfen, passt alles noch? Sind sie nicht schimmlig oder sonstiges? Würde ich selber noch essen? Das ist das Kriterium, dass man einfach schaut, wenn sie essen wird, aber ich habe einfach zu viel, dann bringe ich es hin. Und jeder kann zum Verteiler gehen und kann sich etwas abholen. Und auch wenn man im Garten zum Beispiel zu viele Zucchini auf einmal hat, dann kann man es auch in den Verteiler bringen. Und ich persönlich bringe sehr viele Lebensmittel jeden Mittwoch zur Tafel am Spallerhof. Also morgen am 21.10. fahre ich genau das 79. Mal in Folge zur Tafel und bringe ihnen was, weil die wirklich viel brauchen können und die geben es Bedürftigen. Und ich fahre auch in die Wärmestube zu Frieda. Die kriegen, weil ich hole sehr viel beim Dance ab, da gibt es oft fertiges Essen und das bringe ich dann in die Wärmestube. Die müssen es nur aufwärmen und freuen sich sehr drüber. B37 kriegt zum Beispiel immer weiches Brot, weil die Klienten dort eher schlechte Zähne haben und von UFO angefangen, was es so gibt an sozialen Einrichtungen, dort fahre ich überall hin. Das sind Obdachlosen-Einrichtungen, die du jetzt genannt hast, für wohnungslose Menschen. Oder das Nächste, das sind halt Frauen, die Probleme haben, können dort wohnen. Also da gibt es einiges, was die Caritas macht zum Beispiel. Darf ich etwas fragen? Ja, bitte. Lebensmittel retten, das heißt, deine Rolle bei Foodsharing ist, und ihr macht das, glaube ich, alle ehrenamtlich, oder? Ja, genau, wir machen es alle ehrenamtlich. Wir zahlen uns den Sprit selber, wir nehmen überhaupt kein Geld oder sonstige Gegenleistung, wir machen das einfach, weil wir die Welt ein klitzekleines bisschen besser machen wollen. Und deine Rolle da als Lebensmittelretterin ist, hast du gesagt, sozusagen zu verschiedenen Abholpunkten hinzufahren, zu Gastronomie oder Lebensmittelhändlern oder Betrieben und wie sehen das die Betriebe, also wieso zu Gastronomie oder Lebensmittelhändlern oder Betrieben. Und wie sehen das die Betriebe? Also wieso ist für die eine Kooperation mit Foodsharing interessant aus deiner Erfahrung? Also für die Betriebe bietet das wirklich gewaltige Vorteile. Ich möchte nur ein paar wenige nennen, weil es einfach so eine Latte ist. Zum Beispiel Köche, denen blutet oft das Herz, wenn sie ihre guten Lebensmittel da verkochen und ein köstliches Essen haben und das wird dann weggeschmissen. Darum holen wir bei vielen Restaurants oder All-You-Can-Eat-Buffets ab oder ich kenne Bäckereien, bei denen bleibt leider immer so viel übrig, dass die Linzer G sich geweigert hat, das mitzunehmen. Man darf so viel nicht in die grüne Tonne schmeißen. Und jetzt übernimmt Foodsharing das ganze Boden und verteilt es. Das heißt, die Betriebe sparen sich eine Menge an Entsorgungskosten. Und sie können natürlich auch die Mitarbeiter, die Angestellten anders einsetzen, weil sie nicht das Ganze entsorgen müssen, sondern einfach was anderes tun können. Und darum lade ich alle Betriebe ein, meldet euch, wann Lebensmittel übrig bleiben, nicht da das Ganze entsorgen müssen, sondern einfach was anderes tun können. Und darum lade ich alle Betriebe ein, möchtet euch, wenn Lebensmittel übrig bleiben, möchtet euch bei Foodsharing. Auf der Homepage foodsharing.at kann man hinschreiben. Wir schauen uns das an. Wir kommen vorbei. Und diese Abholungen sind wirklich sehr, sehr einfach gestaltet. Wir stören nicht. wir kommen täglich, wenn es sein soll, manchmal auch zweimal täglich, wie es bei manchen Buffets ist, oder einmal in der Woche, oder nur auf Anruf, also je nachdem, wie das der Betrieb braucht. Und Foodsharing ist zu 100% zuverlässig, also wir kommen immer. Super. Ich muss ja sagen, ich habe das große Glück, dass meine Nachbarin bei Foodsharing ist. Das heißt, ich bin da immer sehr, sehr gut versorgt. Immer am Freitag gibt es eine Garage bei der Nachbarin, um Lebensmittel abzuholen. Und es ist wirklich unglaublich, was für ein Reichtum oder was für eine Überfülle da sozusagen zusammenkommt. Von teils verarbeiteten Lebensmitteln, teils frischen Lebensmitteln, bio, nachhaltig produziert, sehr qualitative Dinge, natürlich auch andere, aber sozusagen für uns wirklich eine großartige Gelegenheit. Es gibt zum Beispiel einen Großhändler, der Bananen importiert, wenn da in einer Charge eine schlechte Banane in einer Schachtel drin ist, nimmt der Super oder nimmt der Konzern gar nichts ab. Das heißt, mein Rekord, ich habe einen VW-Transporter, das sind 29 Schachteln Bananen, auch 18 Kilo. Und da werden wir aber zu zweit abholen und wenn man sich überlegt, das Ganze kommt aus Südamerika, wird nach Österreich geschifft, wird dann angeschaut, dann entspricht vielleicht ein oder zwei Bananen an einer Schachtel nicht und dann wird alles entsorgt. Also was das für eine Verschwendung ist, das ist ja wirklich unglaublich, weil diese eine oder zwei Bananen tut man raus und der Rest ist völlig in Ordnung. Und es sind auch Schachteln dabei, die sind in Ordnung, weil ja das Ganze groß weggegeben wird und gar nicht so genau geschaut wird. Da holen wir zum Beispiel über eine Tonne, 1,2 Tonnen, wenn wir zu viert abholen, lauter veganes Joghurt, die sind locker 200 Tage über diesem Mindestverbrauchsdatum drüber und sind noch immer in Ordnung. 200 Tage? 200 Tage, ja. Weil die haben das getestet mit Käse, der war über 100 Tage drüber und war noch in Ordnung. Oder Eier kann man auch ewig drei Wochen drüber und war noch in Ordnung. Oder Eier kann man auch ewig, drei Wochen oder was drüber haben und so. Und dieses Datum, das die Industrie festlegt, ist einfach teilweise willkürlich. Und das gehört überarbeitet und das ist einfach eine Forderung von Foodsharing an die Politik, dass da was gemacht werden muss. Danke. Ich habe da eine gehobene Hand von der Therese. Therese, möchtest du was fragen? Wenn ich darf, sehr gerne. Ich habe da eine gehobene Hand von der Therese. Therese, möchtest du was fragen? Wenn ich darf, sehr gerne. Ich freue mich jetzt leider, die Kamera nicht einschalten. Mein Kind trotzt auf mich. Ich habe zwei Fragen, die aber eh zusammenhängen und es passt gerade voll gut zum Mindesthaltbarkeitsdatum. Und mich würde interessieren, wie ist das, wenn da was passiert? Also wenn vielleicht doch mal irgendwas nicht mehr okay war und jemanden schlecht fühlt oder was auch immer. Wer haftet da dafür? Und ist das ein Grund, dass manche was nicht hergeben wollen, weil sie sich nicht ergeben wollen, dass eben nichts passiert und dass es dann nicht passt? Das haben wir von denen und die dann eine schlechte Situation haben. Das ist die Angst mancher Betriebe, darum wollen sie nichts hergeben, weil sie glauben, sie haften dafür, aber das ist nicht so. Also wir von Foodsharing haften dafür, ich muss jedes einzelne Lebensmittel anschauen, ist in Ordnung oder ist es leider hinüber, dass ich es entsorgen muss. Und im Prinzip trage ich die ganze Haftung. Und eine Forderung von Foodsharing an die Politik ist, dass einfach das auch geregelt gehört, dass die Betriebe die Haftung abgeben an Foodsharing, dass das erleichtert wird, weil wir beurteilen das, wir haben eine Hygieneschulung, die müssen wir jährlich erneuern und ich glaube, wir können alle beurteilen, ob etwas noch in Ordnung ist oder nicht. Das ist sehr spannend. Und ich meine, ich erinnere mich an so etwas, was du gesagt hast, warum darf man was und warum darf man so viel nicht in die Kundenkannen bringen? Von der Menge her. Es ist unvorstellbar, was in dieser Bäckerei übrig bleibt. Also meine Korte sind am Samstagabend, da war ich alleine dort, das waren 720 Liter Säcke, voll weichen Gurtenbrot und drei Boxen Urek, Pizza und Kropfen und solche Sachen. Wenn ich dort um 21 Uhr abhole, sind die Sachen noch heiß. Und die Leute warten halt bis zum Schluss, muss alles da sein. Jedes Brot, das sie eventuell haben möchten, wird bis zum Schluss wieder aufgebacken und ist vorhanden. Und da müssen auch die Leute umdenken. Weil ich kann mich erinnern, früher, ich habe am Land gelebt, da hat man halt am Freitag auf die Nacht im Geschäft gesagt, was man für ein Brot will am nächsten Tag, weil sonst hat man es vielleicht nicht gekriegt. Und nach zehn am Vormittag hat es kein Brot mehr gegeben. Also mit dem hat man auch leben können. Und die Leute haben sich es halt einfach anders einteilt. Und da ist nichts übrig geblieben. Und in die Richtung sollte man auch wieder kommen. Und ich weiß von einer Bäckerin, bei der ist nicht so viel übrig geblieben, die hat das Brot in Misskübe gekauft. Dann sind halt Sandler gekommen, haben um mich umgestellt, haben sich irgendwas rausgeholt. Dann sind die Ratten gekommen, dann haben sich die Nachbarn aufgeregt und die hat Kontakt mit Foodsharing aufgenommen und hat gesagt, bitte holt das Boot ab, ich weiß nicht, wohin damit und wir freuen uns, weil wir es verteilen können. Also wirklich ein Win-Win-Symbol. Ich denke, das ist auch etwas, was zum Thema Lebensmittel oder Ernährungskompetenz für mich dazugehört, dass man sich selber wieder sicherer wird oder das lernt zu beurteilen, ist ein Lebensmittel noch gut zum Essen oder nicht. Dazu hat man Augen, Nase und Mund. wenn man darüber ist, sozusagen, dass man das am Geruch, am Aussehen mit einer kleinen Geschmacksprobe sich wieder zutraut, das dabei einzuschätzen, das wird da natürlich auch unterstützen, dort, wo es ja gar nicht hinkommt, nämlich in die Privathaushalte. Ja, genau. Und wie jetzt erst gesagt worden ist, über 60 Prozent der Lebensmittel werden in privaten Haushalten weggeschmissen und da kann wirklich auch jeder irgendwas anfangen und was tun. Zum Beispiel, wenn man bewusst einkauft, so wie es zuerst gesagt worden ist, sich nicht verleiten lassen von, nimm drei, zahl zwei, weil zu Hause kommt man darauf, dass das einfach doch zu viel ist. Wie eh schon gesagt worden ist, nicht hungrig einkaufen gehen, mit einem Plan einkaufen gehen, sich genau überlegen, was braucht man, wenn man nach Hause kommt und den Kühlschrank einräumt, nicht geschwind, geschwind, vorne alles einstellen, sondern schauen, was ist dahinter, first in, first out so auf die Art, dass man da auch nichts übersiegt, weil das kennt ja jeder, schaut in den Kühlschrank rein und denkt sich, ah ja, genau, das habe ich auch noch. Und ja, da gibt es etliche Punkte, die man machen kann, wenn man bewusst einkauft, dass eben weniger weggeschmissen wird. So wie kreativ kochen, gemeinsam kochen mit Freunden, zuerst einmal schauen, was habe ich daheim, was ist im Kühlschrank, was ist in den Kästen und dann erst einkaufen gehen. Und da gibt es viele Punkte, was wirklich jeder machen kann. Immer in der eigenen Haushaltsführung und Lebensmittelmanagement sozusagen. Und ich möchte noch jeden einladen, bei Foodsharing mitzumachen. Einfach auf die Homepage gehen, foodsharing.at, da kann man sich registrieren und dann ist eh klar, was man macht, dass man auch Lebensmittel rettet und auch in die Verteiler gehen und dort Lebensmittel abholen. Wir brauchen Leute, die abholen und wir brauchen Leute, die essen. Ich wollte nämlich, ich lege jetzt gerade noch in die Runde Fragen, nachdem doch einige Leute von der PH da sind, ob es denn an der PH Oberösterreich auch einen Verteiler gibt. Ja, gibt es. Ja, du weißt es. Ich weiß es, ja. Es gibt sechs aktive Verteiler in Linz. Da sind auf jeder pädagogischen Hochschule, ist einer auf der Uni, in Wissensturm, in der Stadtbibliothek, in Ebisberg ist eine und in Frankviertel. Und ich persönlich betreue den Verteiler auf der pädagogischen Hochschule der Diözese, weil ich gleich gegenüber wohne. Das ist recht praktisch. Und ich muss sagen, das taugt mir unheimlich, weil dort das Echo so ist. Ich habe so viele tolle Gespräche mit zukünftigen Pädagogen und Pädagoginnen, die einfach dann in die Schulen gehen, die teilweise keine Ahnung haben, sage ich jetzt einmal, von Lebensmittel retten oder über Lebensmittelverschwendung oder Sonstiges und die dann auf einmal Aha sagen. Und ich werde auch in Seminare dort eingeladen und da mache ich unheimlich viel, also das taugt mir. Vielen Dank, Ruth Schobis. Ja, ich sage herzlichen Dank für die Einladung. Und von meiner Seite auch danke für dein Engagement und für das Engagement von Foodsharing. Ja, danke, es gibt mir persönlich sehr viel, muss ich sagen. Gut, Dankeschön. Ja, danke. Danke auch nochmal an die Therese Rathmann, auch wenn du dich jetzt nicht mehr zuschalten kannst, für deinen Vortrag. Und danke an alle, die heute mit dabei waren, für das Interesse. Das bedeutet uns sehr viel, wenn sozusagen unsere Angebote auch auf Interesse stoßen. Ich hoffe, alle können sich sich oder jeder und jede kann sich heute etwas mitnehmen und möchte gerne einladen zum zweiten Abend unserer Ringvorlesung, heute in zwei Wochen, mit der Frau Penker von der Universität für Bodenkultur, Professorin Penker. Sie wird mit uns sprechen zu Ernährungssystemen der Zukunft. Also zur Frage jetzt vom ganz Individuellen, ein bisschen auf die nächste Ebene, in welchen Systemen werden unsere Lebensmittel erzeugt in Österreich? Wie funktioniert das in der Landwirtschaft? Wie geht es den Produzentinnen und Produzenten? Was brauchen die? Und wie können wir diese Ernährungssysteme nachhaltiger gestalten? Es würde mich freuen, wenn viele wieder dabei sind nach den Herbstferien in zwei Wochen. Dankeschön und wünsche uns allen noch einen schönen Abend. Vielen Dank und auf Wiedersehen. Wiedersehen.