WEBVTT

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00:00:00.000 --> 00:00:05.660
 Klima und Du

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00:00:05.660 --> 00:00:15.800
 Die Verantwortung für die globale Erwärmung wird seit Jahrzehnten zwischen Politik, Industrie und Konsumentinnen und Konsumenten hin- und hergeschoben.

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00:00:16.579 --> 00:00:20.620
 Was können wir Einzelne wirklich zur Bewältigung der Klimakrise beitragen?

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00:00:21.300 --> 00:00:27.559
 Gemeinsam mit Expertinnen und Experten suchen wir nach Auswegen und Lösungen. Die

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00:00:27.559 --> 00:00:32.820
 wöchentliche Informations- und Diskussionssendung der Freien Medien in Oberösterreich.

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00:00:42.039 --> 00:00:48.119
 Ja hallo und sonnigen Gruß aus dem Freien Radio Salzkammergut schickt Erika Preisel.

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00:00:48.939 --> 00:00:58.500
 Gerade in diesem Sommer 2026, der von nie dagewesener Hitze geprägt ist, geht das Schmelzen der Gletscher rasant weiter voran.

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00:00:58.500 --> 00:01:04.180
 Das gilt auch für den Hallstätter Gletscher am Dachstein, den einzigen in Oberösterreich.

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00:01:06.519 --> 00:01:11.700
 Hallstätter Gletscher am Dachstein, den einzigen in Oberösterreich. Wie sich der Klimawandel mit wärmeren Temperaturen und veränderten Niederschlägen auf die Gletscher auswirkt und

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00:01:11.700 --> 00:01:18.120
 welche Szenarien zu erwarten sind, dafür wurden für diese Klima-und-Du-Folge eine Glaciologin

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00:01:18.120 --> 00:01:38.799
 und ein Meteorologe zur Rate gezogen. Klaus Reingruber von Blue Sky Wetteranalysen in seinem Büro in Atman Puchem und Andrea Fischer vom Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bei ihrem Vortrag in der Internationalen Akademie in Trankirchen.

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00:01:53.540 --> 00:01:59.540
 Heute ist der 26. Juni 2026 und es hat 37 Grad. Das ist sozusagen die Spitze des Eisbergs, was die Hitzewelle gerade betrifft.

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00:02:00.459 --> 00:02:05.700
 Und wir befassen uns jetzt mit der Veränderung, sprich der Schrumpfung der Gletscher.

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00:02:06.579 --> 00:02:10.099
 Und zwar im Zusammenhang mit dem menschgemachten Klimawandel.

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00:02:10.400 --> 00:02:15.680
 Was kennzeichnet denn diesen, abgesehen von der natürlichen Erwärmung,

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00:02:15.819 --> 00:02:21.199
 wie sie ja nach der letzten kleinen Eiszeit kontinuierlich vonstattengegangen ist?

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00:02:21.800 --> 00:02:32.259
 Es gibt verschiedene natürliche Klimaschwankungen, zum Beispiel zwischen Eiszeit und Zwischeneiszeit, die in der Vergangenheit dazu geführt haben, dass die Gletscher

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00:02:32.259 --> 00:02:37.780
 des Alpenraums den gesamten Alpenbogen bedeckt haben. Da haben nur mehr die obersten Spitzen

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00:02:37.780 --> 00:02:45.699
 des hohen Dachsteins rausgeschaut. Diese Vereisungsperioden treten etwa alle 110.000 Jahre auf.

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00:02:46.300 --> 00:02:50.219
 Wir befinden uns heute in einer natürlichen Warmzeit.

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00:02:50.680 --> 00:02:56.960
 Vor etwa 10.000 Jahren hat die wärmste Zeit begonnen, das Holozene Optimum,

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00:02:57.120 --> 00:03:06.939
 das gedauert hat, bis ungefähr Ötzi gestorben ist vor 6000 Jahren und nun befinden wir uns eigentlich auf dem Weg einer

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00:03:06.939 --> 00:03:13.300
 natürlichen Abkühlung, auf dem Weg in die nächste Eiszeit. Durch die Emission der Treibhausgase,

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00:03:13.439 --> 00:03:20.099
 durch das Verbrennen des Erdöls, steigen die Temperaturen aber weiter an, anstatt abzusinken

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00:03:20.099 --> 00:03:26.539
 und werden gegen Ende dieses Jahrhunderts noch voraussichtlich einige Grad mehr erreichen,

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00:03:26.680 --> 00:03:31.439
 wenn wir die Emission der Treibhausgase nicht signifikant reduzieren.

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00:03:31.939 --> 00:03:38.159
 Was passiert mit dem anthropogenen Klimawandel ist, dass wir die bisher wärmsten Zeiten,

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00:03:38.879 --> 00:03:43.900
 die das Holozene-Optimum wahrscheinlich im Ausmaß demnächst überschießen werden.

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00:03:47.300 --> 00:03:53.560
 Optimum wahrscheinlich im Ausmaß demnächst überschießen werden. Und demzufolge auch die Alpengletscher, zumindest die Ostalpengletscher, relativ rasch vollständig abschmelzen werden.

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00:03:53.960 --> 00:03:58.979
 Natürlich auch die Gletscher am Dachstein. Sie sind eine renommierte Expertin auf dem

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00:03:58.979 --> 00:04:06.360
 Gebiet der Glaciologie. Außerdem wurden Sie 2023 als Wissenschaftlerin des Jahres ausgezeichnet.

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00:04:07.280 --> 00:04:12.860
 Es gibt weltweit nur wenige Gebiete, wo Sie noch nicht waren, aber der uns am nächsten

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00:04:12.860 --> 00:04:18.680
 gelegene ist eben der Dachsteingletscher und auch mit dem befassen Sie sich sehr intensiv,

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00:04:18.680 --> 00:04:25.019
 auch schon seit mehreren Jahren. Was ist denn das Spezifische an der Forschung in den Alpen?

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00:04:26.319 --> 00:04:30.560
 Der Dachsteingletscher ist natürlich nicht nur einer der schönsten Gletscher durch diese

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00:04:30.560 --> 00:04:38.620
 Formen im Kalk und wie er sehr schön drin liegt über dem Salzkammergut, sondern er

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00:04:38.620 --> 00:04:42.060
 ist auch einer der am längsten erforschten Gletscher Österreichs. Durch die Forschungen

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00:04:42.060 --> 00:04:48.939
 von Friedrich Simone, der ja der erste Professor für physische Geografie an der Universität Graz war,

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00:04:49.519 --> 00:04:58.079
 der sein Leben dem Dachstein gewidmet hat, haben wir vom Dachstein sehr viele Wiederholungsaufnahmen, alte Bilder, alte Höhenmodelle,

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00:04:58.560 --> 00:05:05.339
 die wir mit dem Zustand heute vergleichen können. Am Dachstein kann man also sehr gut zeigen, wie sich dieser Gletscher

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00:05:05.339 --> 00:05:11.220
 verändert hat, wie stark er zurückgegangen ist. Der Dachstein, das wissen vielleicht nur wenige,

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00:05:11.660 --> 00:05:16.839
 hat ja dazu gedient, überhaupt Gletscher zu erforschen. Wie funktionieren die? Man hat am

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00:05:16.839 --> 00:05:27.420
 Dachstein herausgefunden, dass Gletscher Blöcke transportieren, Felsblöcke. Und anhand dieser Bearbeitungsspuren vom Untergrund, also wie der

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00:05:27.420 --> 00:05:33.899
 Gletscher beim drüberfließenden Fels verändert, wie er Kritzungen macht, wie er den Untergrund

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00:05:33.899 --> 00:05:40.740
 beschleift und dabei Gesteinsmehl produziert und wie eben diese Blöcke auch mittransportiert werden,

45
00:05:41.240 --> 00:06:08.939
 das hat erst die Tür aufgemacht, dass die Schüler von Friedrich Simoni, Penck und Brückner im Jahr 1909 aufgrund ihrer Kartierungen, die vom Alpenverein gefördert wurden, der Ausdehnung der eiszeitlichen Gletscher in Österreich überhaupt beweisen konnten, dass sich das Klima eine feststehende Eigenschaft eines Ortes. Mit diesen Nachweisen, dass die Gletscher einmal sehr groß gewesen sind,

46
00:06:09.360 --> 00:06:14.060
 war klar, dass sich Temperatur und Niederschlag stark ändern können.

47
00:06:14.060 --> 00:06:19.500
 Und erst durch die Arbeiten von Friedrich Simoni am Dachstein am Hallstätter Gletscher

48
00:06:19.500 --> 00:06:21.699
 ist dieser Beweis möglich gewesen.

49
00:06:22.579 --> 00:06:29.420
 Das heißt, die Gletscherbeforschung ist quasi die Vorläuferin der Klimaforschung, oder?

50
00:06:29.720 --> 00:06:33.759
 Ich sage immer, die Glatziologie ist die Geburtshelferin der Klimaforschung.

51
00:06:33.759 --> 00:06:37.779
 Die damaligen Zeitreihen der Klimaaufzeichnungen, die waren so kurz,

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00:06:37.939 --> 00:06:42.980
 dass man mit diesen Klimaaufzeichnungen nicht beweisen konnte, dass sich das Klima ändert.

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00:06:43.000 --> 00:06:43.100
 nicht beweisen konnte, dass sich das Klima ändert.

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00:06:50.000 --> 00:06:50.560
 Das ist erst in den letzten 30 Jahren in etwa, dass wir sehr präzise Messungen haben,

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00:06:56.839 --> 00:06:57.319
 die dazu dienen eben zu zeigen, dass die Temperaturen signifikant ansteigen.

56
00:07:00.839 --> 00:07:07.300
 Man weiß ja, das Wetter ist eine launische Dame und immer wieder mal gibt es extreme Jahre in die kalte und in die warme Richtung.

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00:07:07.519 --> 00:07:12.500
 Es ist eben nicht so einfach, Klimaänderungen von diesen Launen des Wetters zu unterscheiden.

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00:07:15.439 --> 00:07:22.480
 Es ist nicht so einfach, Klima von den Launen des Wetters zu unterscheiden, sagt Andrea Fischer.

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00:07:22.480 --> 00:07:29.920
 Wie würdest du jetzt diese beiden Disziplinen differenzieren bzw. definieren und in welchem Zusammenhang stehen sie?

60
00:07:30.879 --> 00:07:35.800
 Naja, Wetter ist sozusagen das, was sich im Alltag so jeden Tag praktisch abspielt beim Wetter.

61
00:07:36.019 --> 00:07:39.680
 Das ist das, wie man es halt wirklich Wetter nennt, was man mit der Wettervorhersage sieht.

62
00:07:39.800 --> 00:07:45.180
 Das heißt, das ist das, was so in den Tagen vorher oder nachher, so wie es praktisch in der Atmosphäre passiert ist.

63
00:07:45.279 --> 00:07:48.259
 Ob das jetzt Gewitter sind, ob das jetzt Regen sind und so weiter.

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00:07:48.560 --> 00:07:50.000
 Das ist eine kurzfristige Sache.

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00:07:50.180 --> 00:07:54.180
 Es gibt einen Zeitraum, wo man sagt, zum Beispiel im Mittleren Haupt, man ändert sich das Wetter alle vier Tage.

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00:07:54.699 --> 00:07:59.660
 Also alle vier Tage ändert sich irgendwas, ob es jetzt wärmer oder kälter oder Regen oder nicht oder trocken.

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00:07:59.980 --> 00:08:01.639
 Das ist das, was man Wetter im Allgemeinen betrifft.

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00:08:01.699 --> 00:08:03.939
 Auch die Temperatur natürlich ist das, was man am meisten sieht.

69
00:08:01.639 --> 00:08:01.699
 Das ist das, was man Wetter im Allgemeinen betrifft.

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00:08:03.959 --> 00:08:04.660
 Auch die Temperatur natürlich ist das, was man am meisten sieht.

71
00:08:09.779 --> 00:08:12.579
 Der Unterschied zum Klima ist das, dass Klima das ist, also der Zustand der Atmosphäre oder das, was man so spürt, über einen längeren Zeitraum.

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00:08:12.920 --> 00:08:15.000
 In der Meteorologie sind da üblich 30 Jahre.

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00:08:16.019 --> 00:08:19.819
 Das heißt, alles, was man so über 30 Jahre messen kann, bezeichnet man als Klima.

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00:08:20.160 --> 00:08:21.600
 Und diese Zeiträume vergleicht man auch.

75
00:08:22.600 --> 00:08:29.000
 Zum Beispiel heute, wenn man vom Wetter spricht, haben wir einfach eine Hitzewelle, ein Sommerwetter mit Gewittern.

76
00:08:29.199 --> 00:08:33.460
 Es ist natürlich ein bisschen verknüpft, also ganz trennen kann man Wetter, Klima nicht.

77
00:08:33.580 --> 00:08:35.919
 Es geht aber rein um den Zeitraum und vor allem um die Örtlichkeit.

78
00:08:36.639 --> 00:08:42.919
 Friedrich Simoni hat Mitte des 19. Jahrhunderts mit seinen Forschungen und Aufzeichnungen begonnen

79
00:08:43.440 --> 00:08:46.899
 und damit auch sehr wertvolle Daten hinterlassen.

80
00:08:47.559 --> 00:08:49.919
 Mit welchen Methoden hat er gearbeitet

81
00:08:49.919 --> 00:08:52.759
 und mit welchen arbeitet ihr heute?

82
00:08:54.039 --> 00:08:56.559
 Naja, der Friedrich Simoni hat ja jetzt am Anfang

83
00:08:56.559 --> 00:08:58.139
 noch abseits vom Gletscher eigentlich

84
00:08:58.139 --> 00:09:00.620
 die ersten wissenschaftlichen Erhebungen gemacht.

85
00:09:00.759 --> 00:09:02.220
 Er hat zum Beispiel die Wassertemperaturen

86
00:09:02.220 --> 00:09:04.279
 von den Salzkammern gut sehen gemessen.

87
00:09:04.840 --> 00:09:06.139
 Das war ja damals eine Besonderheit. Er hat auch die Gewässertemperatur von den Salzkammern gut sehen gemessen. Das war damals eine Besonderheit.

88
00:09:06.259 --> 00:09:08.279
 Er hat auch die Gewässertiefen ausgelotet.

89
00:09:08.779 --> 00:09:11.299
 Das war damals eine sehr komplizierte Sache.

90
00:09:12.000 --> 00:09:13.539
 Wenn wir dann zum Thema Gletscher kommen.

91
00:09:14.220 --> 00:09:17.100
 Er hat schon gespürt, er hat ja gewusst, dass es kleinklimatologisch ist.

92
00:09:17.200 --> 00:09:19.279
 Damals, am Ende der kleinen Eiszeit, ist ja schon etwas passiert.

93
00:09:19.340 --> 00:09:20.559
 Das hat man auch von herunten aus gesehen.

94
00:09:20.679 --> 00:09:23.000
 Deswegen ist der Simone dann neugierig geworden.

95
00:09:23.159 --> 00:09:25.759
 Und das hat sozusagen begonnen, den Gletscher zu erforschen.

96
00:09:25.759 --> 00:09:32.639
 Damals noch mit wirklich sehr, sehr einfachen Mitteln, aber die waren einfach, heißt aber nicht, dass er nicht wirklich was

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00:09:32.639 --> 00:09:38.120
 Wichtiges gemessen hat. Er hat die ersten Grafiken gemacht, Futterapparate hat es damals noch keinen gegeben.

98
00:09:38.120 --> 00:09:44.159
 Er hat Grafiken gezeichnet, wie der Gletscher zu diesem damaligen Zeitpunkt ausgeht. Um 1840 zum Beispiel

99
00:09:44.159 --> 00:09:47.159
 gibt es die ersten Grafiken, wo er gezeichnet hat, wo war die Gletscherzunge,

100
00:09:47.759 --> 00:09:49.080
 wie lang war die, wie dick war die.

101
00:09:49.159 --> 00:09:52.399
 Er hat das natürlich nicht in diesem Ausmaß messen können, wie es heute war,

102
00:09:52.879 --> 00:09:56.220
 aber es waren die ersten Informationen, was da oben am Dachsteingletscher passiert.

103
00:09:57.100 --> 00:10:01.820
 Und wir greifen auch bevor auf das zurück, wenden auch ähnliche Methoden an,

104
00:10:01.820 --> 00:10:06.440
 aber natürlich ist der Umfang her von dem, was man machen kann, heute viel größer.

105
00:10:06.820 --> 00:10:10.419
 Das hängt schon einmal damit zusammen, dass wir nicht immer von ganz unten raufgehen müssen.

106
00:10:10.600 --> 00:10:14.100
 Wir haben das Glück, dass wir rauffahren können und können da viel umfangreicher messen.

107
00:10:14.159 --> 00:10:18.639
 Aber im Prinzip messen wir genau so. Wir nennen das die direkte glaciologische Methode.

108
00:10:18.759 --> 00:10:28.200
 Das heißt, wir messen wirklich am Gletscher. Wir gehen rauf, haben dort unsere Messpunkte am Gletscher. Das sind am Tag stehen so circa 17 bis 18 Punkte am Gletscher,

109
00:10:28.299 --> 00:10:30.019
 die wir dann so alle paar Wochen abgehen.

110
00:10:31.200 --> 00:10:34.159
 Zum Beispiel jetzt, wo die Gletscherschmelzung so stark ist im Sommer

111
00:10:34.159 --> 00:10:37.299
 und messen dort direkt die Eisabschmelzung ab.

112
00:10:37.860 --> 00:10:40.320
 Dasselbe machen wir in ähnlicher Form im Winter.

113
00:10:40.679 --> 00:10:43.299
 Wir schauen einfach, was liegt am Gletscherschnee,

114
00:10:43.919 --> 00:10:48.059
 weil das ist ganz wichtig für die Berechnung, ob der Gletscher jetzt größer oder kleiner wird.

115
00:10:48.600 --> 00:10:50.919
 Diese Methode hat sich nicht wirklich stark verändert.

116
00:10:51.480 --> 00:10:53.879
 Wir begeben uns praktisch am Gletscher direkt um.

117
00:10:54.919 --> 00:10:59.500
 In Zukunft, und das wird bei uns auch heuer schon beginnen, kommen natürlich neue Systeme dazu.

118
00:11:00.220 --> 00:11:03.539
 Luftbilder haben wir natürlich auch schon, das haben wir praktisch von einem Flugzeug aus gemacht.

119
00:11:04.500 --> 00:11:06.500
 Mittlerweile auch die Drohnentechnologie.

120
00:11:06.500 --> 00:11:12.000
 Die Drohne kann eigentlich viel mehr Messpunkte abfliegen und dokumentieren, als wir es machen,

121
00:11:12.000 --> 00:11:13.820
 wenn wir uns auf dem Gletscher bewegen.

122
00:11:13.820 --> 00:11:19.419
 Aber trotzdem mit dem direkten Messen am Gletscher, da kommt man nicht rundherum, weil man muss

123
00:11:19.419 --> 00:11:22.500
 ja auch bemerken, was am Gletscher noch sonst passiert.

124
00:11:22.500 --> 00:11:23.960
 Es ist ja nicht immer alles messbar.

125
00:11:23.960 --> 00:11:26.559
 Man macht ja auch Beobachtungen. Wo gibt es große Gletscherspalten?

126
00:11:26.759 --> 00:11:28.259
 Wo hat es große Gletscherspalten gegeben,

127
00:11:28.320 --> 00:11:30.220
 die es nicht mehr gibt? Wie verändert sich der Gletscher?

128
00:11:30.299 --> 00:11:31.740
 Das ist eine ganz wichtige Aussage.

129
00:11:32.440 --> 00:11:34.299
 Wo fallen Steine runter? Genau das, was man

130
00:11:34.299 --> 00:11:36.279
 jetzt alles so beobachtet. Das machen

131
00:11:36.279 --> 00:11:37.919
 wir bei unserer Methode. Aber wie gesagt,

132
00:11:38.019 --> 00:11:40.080
 die wird sich in den nächsten Jahren weiterentwickeln,

133
00:11:40.620 --> 00:11:41.860
 weil auch wir wahrscheinlich auf

134
00:11:41.860 --> 00:11:44.340
 Drohnentechnologie auch nicht umstellen

135
00:11:44.340 --> 00:11:50.299
 wollen, aber zumindest einmal parallel damit fahren und wahrscheinlich dann nur mehr Informationen liefern können.

136
00:11:55.200 --> 00:12:07.159
 Jetzt liegt der Beginn der Wetteraufzeichnungen schon einigermaßen lang zurück in Österreich. Was unterscheidet denn sonst die Alpen oder die Gletscher in den Alpen

137
00:12:07.159 --> 00:12:16.460
 von zum Beispiel Gletschern in Südamerika? Die Alpen als Gebirge liegen relativ schön in die

138
00:12:16.460 --> 00:12:23.980
 Hauptwindrichtung des Westwindbandes. Wir haben zwar Niederschlagsvariabilität, was zum Beispiel

139
00:12:23.980 --> 00:12:25.720
 Föhn und Nordstau betrifft,

140
00:12:25.840 --> 00:12:29.559
 wobei der Dachstein besonders eben von diesen Nordstau-Lagen profitiert,

141
00:12:29.679 --> 00:12:31.759
 die hier sehr viel Schnee bringen können.

142
00:12:32.679 --> 00:12:35.840
 Gebirge wie die Anden liegen quer zur Windrichtung.

143
00:12:35.919 --> 00:12:39.759
 Hier haben wir eine ausgeprägte feuchte und trockene Seite.

144
00:12:39.759 --> 00:12:44.600
 Die Gletscher sind also auf der einen Seite viel größer als auf der anderen.

145
00:12:44.759 --> 00:12:49.220
 Die Trockenseite ist wirklich sehr nur auch dünn vergletschert.

146
00:12:49.440 --> 00:12:54.320
 Hier haben wir mehr oder weniger Wüstenklimata mit völlig anderen Formen.

147
00:12:54.320 --> 00:13:01.000
 Die Landwirtschaft dort ist sehr stark abhängig von der Gletscherspende, also von dem Wasser, das von der Schmelze kommt,

148
00:13:01.440 --> 00:13:05.240
 weil sehr wenig natürlicher Niederschlag auf der Trockenseite fällt.

149
00:13:05.679 --> 00:13:09.159
 Das ist in den Alpen glücklicherweise etwas besser.

150
00:13:09.700 --> 00:13:14.559
 Die Alpengletscher sind insofern auch sehr speziell für die Gletscherforschung,

151
00:13:14.559 --> 00:13:20.019
 weil es hier sehr, sehr lange Zeitreihen auch von der Bewegung der Gletscher selbst gibt.

152
00:13:20.419 --> 00:13:22.720
 Das haben wir in den Anden in dieser Form nicht.

153
00:13:22.860 --> 00:13:26.940
 Das haben wir in Europa noch, in Norwegen, auf Island.

154
00:13:27.539 --> 00:13:31.480
 Aber für außereuropäische Gletscher sind die Zeitreihen sehr viel kürzer.

155
00:13:31.639 --> 00:13:37.679
 Das heißt, wenn man Modelle, mathematische Modelle entwickeln will, dann sind die Alpen der perfekte Platz dafür.

156
00:13:38.620 --> 00:13:43.759
 Was jetzt die Geschwindigkeit der Gletscherschmelze betrifft, gibt es auch da Unterschiede?

157
00:13:43.759 --> 00:13:45.000
 Geschwindigkeit der Gletscherschmelze betrifft? Gibt es auch da Unterschiede?

158
00:13:50.039 --> 00:13:50.480
 Bedauerlicherweise sind wir in Zentraleuropa und in den Alpen an der vordersten Front,

159
00:13:57.639 --> 00:13:58.100
 was den Verlust der Gletscher betrifft. Wir sind zum einen sehr tief gelegen mit unseren Gletschern,

160
00:14:05.539 --> 00:14:06.200
 zum anderen erwärmen sich auch die Alpen wie die anderen Hochgebirge auch deutlich schneller und stärker als das Umland.

161
00:14:09.659 --> 00:14:10.080
 Und das trifft uns in den Ostalpen besonders.

162
00:14:16.240 --> 00:14:21.320
 Wir haben Gletscher, die wie am Dachstein unter 3000 Meter gelegen sind. Und hier steigt die sogenannte Gleichgewichtslinie über Gipfelniveau an.

163
00:14:21.860 --> 00:14:26.860
 Auf diesen Gletschern kann sich kein neues Eis mehr bilden und damit sind

164
00:14:26.860 --> 00:14:33.000
 sie in einem Fade-out. Also es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis die Substanz vollkommen

165
00:14:33.000 --> 00:14:39.539
 abgebaut wird. Es kommt nichts mehr Neues nach und das ist die bedauerliche Situation, in der sich

166
00:14:39.539 --> 00:14:46.940
 die Ostalpengletscher derzeit befinden. Wir wissen allerdings, vor ungefähr 6000 Jahren waren die

167
00:14:46.940 --> 00:14:57.299
 Ostalpen schon einmal weitgehend eisfrei in dieser Mittelholozeanen-Warmzeit und darauf folgend hat

168
00:14:57.299 --> 00:15:12.120
 eben schon im Zuge dieser Hinentwicklung zu einer neuen Eiszeit eine Neubildung des Eises begonnen. Wir wissen, dass wenn es gelingt, die Treibhausgasemissionen etwas einzusparen, zu senken,

169
00:15:12.759 --> 00:15:16.799
 dass es dann möglich ist, bis zu einer Schwelle von etwa zwei Grad,

170
00:15:16.799 --> 00:15:22.799
 dass die Temperaturen dann wieder absinken und dann können sich diese Gletscher relativ rasch wieder bilden.

171
00:15:23.879 --> 00:15:29.659
 Vielleicht kehren wir wieder nach Europa, nach Österreich, zu unserem Dachsteingletscher zurück.

172
00:15:30.259 --> 00:15:37.399
 Welche sind denn die markantesten Folgen, die zu erwarten sind in absehbarer Zeit,

173
00:15:37.399 --> 00:15:45.580
 nach dem derzeitigen Status quo, was eben emissionstechnisch mehr oder weniger schon vollzogen ist.

174
00:15:46.500 --> 00:15:51.980
 Und wie lange wird es überhaupt voraussichtlich noch Gletscher in den Alpen geben?

175
00:15:52.580 --> 00:16:00.080
 Es ist leider so, dass je präziser die Modelle werden, desto kürzer wird die Lebenszeit unserer österreichischen Gletscher.

176
00:16:00.519 --> 00:16:08.080
 Und der Vergleich mit den Messdaten zeigt, dass sehr wahrscheinlich die Modelle die Gletscherschmelze immer noch unterschätzen,

177
00:16:08.799 --> 00:16:14.200
 weil bestimmte Phänomene, Rückkopplungsprozesse in die Modelle noch nicht eingebaut sind.

178
00:16:14.200 --> 00:16:23.419
 Die neueste Modellierung für die Stuba- und Ötztaler Alpen, die im Wesentlichen für sämtliche Ostalbengletscher gelten dürfte,

179
00:16:29.440 --> 00:16:29.559
 für sämtliche Ostalbengletscher gelten dürfte, zeigt, dass wir bis 2030, also in vier Jahren,

180
00:16:37.799 --> 00:16:46.019
 ein Drittel der Gletscher von 2017 verloren haben werden und dass bis 2050 nur mehr etwa 10 Prozent der gesamten Eisfläche übrig sein dürfte. Das heißt, im Wesentlichen bleiben uns einige hochgelegene Eisflächen

181
00:16:46.019 --> 00:16:53.559
 rund um den Großglockner, rund um den Gebatschferner in den Ötztaler Alpen und die meisten kleinen

182
00:16:53.559 --> 00:17:00.899
 Gletscher dürften dann vollständig verschwunden sein. Für den Dachstein gibt es in gewisser

183
00:17:00.899 --> 00:17:05.279
 Weise Hoffnung, weil dort der Untergrund sehr unruhig ist.

184
00:17:08.140 --> 00:17:09.180
 Die Eisdickmessungen zeigen am Dachstein Dolinen.

185
00:17:17.859 --> 00:17:26.019
 Und damit steht zu hoffen, dass in diesen Dolinen, so wie wir es auch an der übergossenen Alm beobachten, in diesen Dolinen Eis übrig bleibt, das durch die Sonne nicht so leicht angegriffen werden kann.

186
00:17:26.559 --> 00:17:33.339
 Die übergossene Alm, gleich der Nachbar im Westen des Hohen Dachsteins, ist ja schon

187
00:17:33.339 --> 00:17:38.940
 weitgehend entgletschert, bis auf zwei, drei sehr kleine Eisfelder und eben diese Eisreste

188
00:17:38.940 --> 00:17:40.180
 in den Dolinen.

189
00:17:40.799 --> 00:17:48.720
 Es werden sich hier einige Subsysteme herausbilden, die relativ resilient sind gegenüber dem Klimawandel.

190
00:17:49.380 --> 00:17:59.740
 Was bedeutet das dann für das Ökosystem am Berg, wo Gebiete, große Flächen vom Eis freigelegt werden?

191
00:18:00.319 --> 00:18:05.640
 Die müssen sich ja dann auch irgendwie anpassen. Wie vollzieht sich sowas dann?

192
00:18:05.640 --> 00:18:31.480
 Wir ersetzen mittlerweile die Messpunkte am Gletscher durch Monitoring der aufkommenden Vegetation an diesen Punkten und das hängt ein als das Urgestein, weil im Kalk wesentlich weniger Wasser zur Verfügung steht als im Urgestein.

193
00:18:31.480 --> 00:18:45.140
 Und hier ist am hohen Dachstein der Nachwuchs der Pflanzen, diese Rückeroberung des Geländes durch die Vegetation etwas langsamer als am Alpenhauptkamm, wo das sehr rasch geht.

194
00:18:45.259 --> 00:18:51.819
 Am Alpenhauptkamm hat man innerhalb von drei Jahren schon über 20 verschiedene Pflanzenarten,

195
00:18:51.960 --> 00:18:59.299
 also drei Jahre nach dem Eisfreiwerden, findet man dort schon sehr viele Moose und auch Gräser vor.

196
00:18:59.720 --> 00:19:03.299
 Bäume wachsen fast unmittelbar bis an den Gletscher hin.

197
00:19:03.940 --> 00:19:06.220
 Das geht am Dachstein etwas langsamer.

198
00:19:06.519 --> 00:19:17.500
 Allerdings hat gerade Friedrich Simoni am Dachstein noch Zirben gemalt in seinen Skizzen des Geländes.

199
00:19:17.980 --> 00:19:31.119
 Und mittelalterlich dürfte tatsächlich ein Baumbestand am Dachstein existiert haben. Auch etwas, also ungefähr 1000 Jahre vor Christus, dürfte am Dachstein an der Stelle,

200
00:19:31.119 --> 00:19:38.140
 wo heute gerade der Eisrand ist, schon quasi Gras gewachsen sein,

201
00:19:38.740 --> 00:19:41.160
 Almbetrieb möglich gewesen sein.

202
00:19:41.619 --> 00:19:46.599
 Und auch wenn es am Dachstein vielleicht etwas langsamer geht als im Urgestein

203
00:19:46.599 --> 00:19:52.799
 am Alpenhauptkamm, ist doch zu erwarten, dass wir hier oben eine Entwicklung hin zu einer

204
00:19:52.799 --> 00:20:01.380
 Seenlandschaft mit Gras, mit möglichen Almbetrieb vorfinden werden, dass auch ohne Gletscher

205
00:20:01.380 --> 00:20:03.859
 wieder eine sehr schöne Landschaft entstehen kann.

206
00:20:03.859 --> 00:20:04.559
 dass auch ohne Gletscher wieder eine sehr schöne Landschaft entstehen kann.

207
00:20:10.160 --> 00:20:10.279
 Die Wasserproblematik ist hier in dieser extremen Lage am Alpennordrand,

208
00:20:15.039 --> 00:20:21.119
 wo wir sehr viele Stauniederschläge haben, wahrscheinlich weniger ausgeprägt. Was man jetzt schon merkt und deutlich merkt in den Fließgewässern unterhalb der Gletscher,

209
00:20:21.740 --> 00:20:26.799
 ist die Änderung der Ökohydrologie, also in den Fließgewässern.

210
00:20:26.799 --> 00:20:36.740
 Die Artenzusammensetzung, der Chemismus ändert sich relativ schnell, wenn die Schmelzwassermenge zurückgeht und die Temperaturen nach oben gehen.

211
00:20:50.039 --> 00:20:50.680
 weiter unten, weil die Nährstofflage und auch der Fischbestand und so sofort eigentlich auf diese Änderung reagieren.

212
00:20:54.960 --> 00:20:55.500
 Auch die Saisonalität des Abflusses ändert sich.

213
00:21:00.539 --> 00:21:07.140
 Im Sommer ist im Unterlauf etwas weniger Wasser in den Flüssen vorhanden. Wie sich das tatsächlich dann durchpausen wird durch alle Ökosysteme, ist zurzeit schwer zu

214
00:21:07.140 --> 00:21:14.200
 sagen, weil wir keine Vergleichsmessungen haben. So ein Vorgang wurde noch nie beobachtet und schön

215
00:21:14.200 --> 00:21:28.660
 langsam fallen wir aus dem Rahmen heraus, der das Klimaregime der letzten Millionen Jahre im Alpenraum auch mitgeprägt hat. Und damit verliert man auch die Vergleichsmöglichkeit,

216
00:21:28.819 --> 00:21:31.859
 gerade mit den Mooren und den Seeborkhernen,

217
00:21:32.440 --> 00:21:35.759
 die hier im Salzkammergut sehr viel beprobt sind,

218
00:21:35.759 --> 00:21:39.900
 auch im Zusammenhang mit dieser Erforschung der Hallstattkultur.

219
00:21:40.099 --> 00:21:44.759
 Es gibt ja hier sehr viele Messdaten zu den vergangenen Kulturen

220
00:21:44.759 --> 00:21:50.839
 und eine alte Diskussion, warum zum Beispiel manche Siedlungen aufgegeben wurden,

221
00:21:51.380 --> 00:21:56.700
 ob das jetzt klimatisch bedingt war, ob es mit Gesellschaftsorganisation zu tun hatte.

222
00:21:56.700 --> 00:22:04.200
 Und man vermutet jetzt aus den archäologischen Forschungen vieler verschiedener Zivilisationen der Erde,

223
00:22:04.680 --> 00:22:06.880
 dass es immer eine Mischung ist aus

224
00:22:06.880 --> 00:22:14.059
 klimatischem Stress, aus Änderungen, die aufgrund von Klimaänderungen erforderlich sind und dem

225
00:22:14.059 --> 00:22:20.119
 Organisationsgrad, der Organisationsfähigkeit einer Gesellschaft, auch dem Treffen von

226
00:22:20.119 --> 00:22:27.160
 Entscheidungen, die fällig sind, die dazu führen, dass Kulturen untergehen. Es gibt dazu den Begriff

227
00:22:27.160 --> 00:22:33.220
 der sozialen Resilienz beziehungsweise soziale Kipppunkte, die erreicht werden, wenn eine

228
00:22:33.220 --> 00:22:40.279
 Gesellschaft nicht mehr fähig ist, die Schäden, die durch eben Stressfaktoren wie extreme Ereignisse,

229
00:22:40.700 --> 00:22:47.859
 langfristige Klimaänderungen, Schäden dadurch zu kompensieren, soziale Unzufriedenheit entsteht.

230
00:22:47.960 --> 00:22:55.380
 Und das zeigt uns, dass wirklich der Zusammenhalt in diesen schwierigeren Zeiten des Umbruches

231
00:22:55.380 --> 00:23:00.700
 eine ganz wesentliche Fähigkeit ist, einer Gesellschaft neue Chancen zu nutzen.

232
00:23:01.440 --> 00:23:06.599
 Auch ein wichtiger Faktor der Gesellschaften, auf Klimastress zu reagieren,

233
00:23:07.119 --> 00:23:13.380
 ist einfach eine nomadische oder halb nomadische Lebensweise. Das letzte an halb nomadischer

234
00:23:13.380 --> 00:23:18.680
 Lebensweise, das uns hier bekannt ist, ist die Sommerfrische im Salzkammergut.

235
00:23:23.019 --> 00:23:29.740
 Der Klimawandel lässt sich mittlerweile nicht mehr stoppen und auch nicht rückgängig machen.

236
00:23:30.339 --> 00:23:33.799
 Es geht mittlerweile vielmehr um die Klimawandelanpassung.

237
00:23:34.359 --> 00:23:40.599
 Worauf müssen wir uns denn einstellen und was sollte vor allem schleunigst umgesetzt werden

238
00:23:40.599 --> 00:23:43.440
 im Zusammenhang mit der Gletscherschmelze?

239
00:23:43.440 --> 00:23:44.319
 werden im Zusammenhang mit der Gletscherschmelze?

240
00:23:47.920 --> 00:23:48.079
 Naja, das Wichtigste, was die Gletscherschmelze betrifft, ist natürlich,

241
00:23:52.539 --> 00:23:52.779
 dass man den Treibhauseffekt ein bisschen dämpft, weil die Kurve derzeit zu steil ist.

242
00:23:54.380 --> 00:23:55.240
 Das heißt, es wird zu schnell zu warm.

243
00:24:00.140 --> 00:24:00.220
 Und wirklich die Maßnahme, die weltweit etwas bringt und nicht nur ein Gletscher etwas bringen kann,

244
00:24:02.519 --> 00:24:03.160
 sondern ist das, was man mit dem Klimawandel dämpft.

245
00:24:09.180 --> 00:24:13.079
 Was natürlich immer wieder auch gefragt ist, mit einem Gletscher kann man in dem Sinn nicht mehr schützen. Wir könnten ihn theoretisch abdecken, was ja teilweise gemacht wird mit Vlies, aber das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein und das ist

246
00:24:13.079 --> 00:24:18.359
 ein Pflaster. Wie wenn man sich wieder ein kleines Pflaster anzieht und das bringt nicht mehr. Was

247
00:24:18.359 --> 00:24:21.839
 man eigentlich machen kann, ist, dass man persönlich auch gegen den Klimawandel praktisch

248
00:24:21.839 --> 00:24:25.339
 macht. Das sind so kleine Sachen wie wie heizt man,

249
00:24:25.339 --> 00:24:30.740
 wie kühlt man, wie bewegt man sich, fährt man mit dem Auto, fährt man mit dem Auto. Das darf

250
00:24:30.740 --> 00:24:36.960
 man nicht vergessen, das wirkt. Es ist natürlich nicht sofort. Den Gletscher selber oben kann man

251
00:24:36.960 --> 00:24:41.299
 damit jetzt kurzfristig nicht ändern, aber wenn man sich, das hat auch der André Fischer einmal

252
00:24:41.299 --> 00:24:44.960
 gesagt, wenn man das wirklich konsequent durchzieht, wird es irgendwann einmal dann,

253
00:24:44.960 --> 00:24:45.079
 vielleicht die Enkeln, werden dann eine Wirkung spüren. Das was wir am Gletschernierlich oben Das hat auch der andere Fischer einmal gesagt. Wenn man das wirklich konsequent durchzieht, wird es irgendwann einmal dann,

254
00:24:45.160 --> 00:24:47.559
 vielleicht die Enkeln werden dann eine Wirkung spüren.

255
00:24:48.559 --> 00:24:53.140
 Das, was wir am Gletschernilich oben feststellen, ist einfach erstens einmal die starke Abschmelzung.

256
00:24:53.279 --> 00:24:55.099
 Das ist eine rein optische Sache.

257
00:24:55.700 --> 00:24:59.660
 Man muss aber immer daran denken, dass dieses Eis oben am Taststelle ein riesiges Wasserreservoir ist.

258
00:25:00.160 --> 00:25:03.000
 Das ist nicht wenig, es ist natürlich deutlich geschrumpft,

259
00:25:03.460 --> 00:25:05.960
 aber es ist sehr wichtig für die Flüsse im Salzgeirn,

260
00:25:06.119 --> 00:25:07.440
 und speziell für die Traunen.

261
00:25:08.099 --> 00:25:11.400
 Das ist ein Wasserreservoir, das jetzt sehr, sehr schnell weniger wird.

262
00:25:11.880 --> 00:25:14.039
 Das heißt, man muss sich Gedanken machen, was in Zukunft passiert.

263
00:25:14.140 --> 00:25:15.160
 Weil was wird passieren?

264
00:25:15.880 --> 00:25:19.079
 Das Endstadium, unter Anfangszeichen, ist ja das, dass kein Gletscher mehr oben ist.

265
00:25:19.079 --> 00:25:22.160
 Das heißt, das, was jetzt über dem Eis liegt, ist noch ein blanker Felsen.

266
00:25:22.720 --> 00:25:24.200
 Und ein Felsen kann kein Wasser speichern.

267
00:25:24.680 --> 00:25:29.200
 Es ist natürlich ein Karst, das Wasser rinnt jetzt untidisch davon, jetzt auch schon.

268
00:25:29.200 --> 00:25:34.799
 Und in Zukunft, wenn das Eis weg ist, wird das Wasser einfach abfließen und es ist kein Speicher mehr da.

269
00:25:34.799 --> 00:25:36.799
 Das ist das, was uns betreffen wird.

270
00:25:36.799 --> 00:25:53.000
 Es gibt einerseits Sorgen, dass man in der Trauung dann so wenig Wasser hat, was die Energieproduktion betrifft. Das wird sicher ein Faktor sein, aber der Beitrag des Gletschers zur Energieproduktion auf der Traun ist jetzt nicht so groß,

271
00:25:53.559 --> 00:25:57.279
 weil das Einzugsgebiet der Traun sowieso so groß ist, sondern weil immer Wasser rein wird.

272
00:25:57.420 --> 00:26:01.619
 Und das Salzgärmergut ja eigentlich mit relativ viel Niederschlag gesegnet ist.

273
00:26:02.440 --> 00:26:05.779
 Das ist zum Thema Wasserhaushalt zu sagen, was man nie zusägt,

274
00:26:06.740 --> 00:26:08.819
 was man gerade in den Wochen

275
00:26:08.819 --> 00:26:09.940
 jetzt ganz stark miterlebt,

276
00:26:09.980 --> 00:26:11.099
 das ist einfach die Trockenheit.

277
00:26:11.759 --> 00:26:13.099
 Das betrifft sowohl die Wälder

278
00:26:13.099 --> 00:26:14.180
 als auch die Landwirtschaft.

279
00:26:14.980 --> 00:26:15.859
 Und natürlich uns selber,

280
00:26:16.099 --> 00:26:17.440
 man merkt ja bei diesen Temperaturen,

281
00:26:17.460 --> 00:26:17.980
 wie es jetzt ist,

282
00:26:18.019 --> 00:26:19.039
 das ist ja nicht mehr angenehm.

283
00:26:19.339 --> 00:26:21.380
 Die Wassertemperaturen in den Seensteigen

284
00:26:21.380 --> 00:26:22.140
 deutlich sind.

285
00:26:22.319 --> 00:26:23.680
 Ich kann mich noch erinnern,

286
00:26:23.680 --> 00:26:24.619
 am Traunsee früher,

287
00:26:24.700 --> 00:26:25.700
 da waren 20 Grad

288
00:26:25.700 --> 00:26:27.680
 etwas Besonderes. Mittlerweile sind wir bei 3, 4,

289
00:26:27.799 --> 00:26:29.579
 25, teilweise 25 Grad. Also das sind

290
00:26:29.579 --> 00:26:31.859
 Sachen, die sind jetzt schon

291
00:26:31.859 --> 00:26:33.359
 total spürbar und

292
00:26:33.359 --> 00:26:35.640
 wenn sich nichts ändert, wird das noch

293
00:26:35.640 --> 00:26:37.759
 ein bisschen gravierender werden. Was die ganze

294
00:26:37.759 --> 00:26:39.779
 Ökosysteme betrifft, das wird uns sehr stark

295
00:26:39.779 --> 00:26:41.599
 treffen. Also Probleme

296
00:26:41.599 --> 00:26:43.500
 sind immer auch Möglichkeiten,

297
00:26:43.940 --> 00:26:52.940
 neue Dinge zu entwickeln und auch Chancen. Immer sich fragen, was kann ich denn mit dieser Situation Gutes für mich tun?

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00:27:02.059 --> 00:27:02.359
 da gibt es bestimmten Stress für das Ökosystem,

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00:27:04.559 --> 00:27:04.680
 aber es macht jetzt den Tag nicht besser,

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 wenn ich mir denke, um Gottes Willen, die armen Fische.

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00:27:10.140 --> 00:27:10.279
 Ich kann mich einfach einmal zehn Minuten freuen,

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00:27:13.640 --> 00:27:13.759
 dass ein Mensch wie ich, der sehr, das darf ich jetzt sagen,

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00:27:16.299 --> 00:27:17.059
 kaltes Wasser ist gar nicht meins,

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 dass ich einfach einmal ein bisschen in einer pritschelwarmen Badewanne schwimmen kann.

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00:27:27.200 --> 00:27:27.380
 Und es gibt eben auch gute Dinge an dem Schlechten, was passiert.

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00:27:29.319 --> 00:27:29.819
 Man darf sich darüber freuen.

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00:27:34.579 --> 00:27:34.680
 Dann hat man viel mehr Energie und Kraft, die schlechten Dinge zu kompensieren,

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00:27:37.380 --> 00:27:37.960
 sich zu überlegen, wie geht man denn damit um?

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00:27:41.339 --> 00:27:45.640
 Wie können wir unsere Lebensumwelt gut gestalten, damit es zum Beispiel in einer Klimakrise nicht so viele Verlierer gibt.

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 Wie können wir die Chancen nutzen?

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 Man kann sich darüber ärgern, dass man vielleicht nicht mehr so viel Skifahren kann.

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 Man kann aber auch um die Zeit einfach Mountainbiken gehen.

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00:27:57.759 --> 00:28:02.279
 Man kann sich denken, jetzt haben wir vielleicht ein Problem mit Starkniederschlägen.

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 Aber auf der anderen Seite haben wir wesentlich geringere Schneeräumkosten,

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 als es vor 20, 30 Jahren der Fall war.

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 Die Lawinengefahr ist oft weniger drastisch, als sie früher war.

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 Es gibt nichts, das nur gut ist und es gibt nichts, das nur schlecht ist.

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00:28:20.279 --> 00:28:25.640
 Ich denke, man sollte beide Seiten einfach gut sehen, sich trauen hinzuschauen

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00:28:25.640 --> 00:28:30.799
 und dann darf man ruhig einmal das Gesicht in die Sonne halten und sich freuen.

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00:28:31.200 --> 00:28:37.599
 Es ist ein wahnsinniges Geschenk überhaupt, dass wir in dieser schönen Landschaft leben können und leben dürfen.

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00:28:37.599 --> 00:28:41.740
 Und ich glaube, das darf man einfach auch ein bisschen genießen.

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00:28:41.740 --> 00:28:46.579
 einfach auch ein bisschen genießen.

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 Es gibt also immer noch Möglichkeiten und Chancen zu nutzen, im Großen genauso wie im Kleinen.

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00:29:02.319 --> 00:29:10.000
 Unter dachsteingletscher.info sind sämtliche Dokumentationen von Messdaten über Gletschertagebuch bis zu einer Simulation der Gletscherschmelze von der Mitte des 19. bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu finden.

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00:29:10.799 --> 00:29:19.799
 Erika Preisel vom Freien Radio Salzkammergut dankt der Glaciologin Andrea Fischer und dem Meteorologen Klaus Reingruber

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00:29:19.799 --> 00:29:25.240
 für ihre Expertisen zu Zustand und Zukunft des Dachsteingletschers.

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00:29:34.559 --> 00:29:42.099
 Die Sendung Klima und Du ist mit Unterstützung des Umwelt- und Klimaresorts des Landes Oberösterreich entstanden.

