WEBVTT

0
00:00:00.420 --> 00:00:08.359
 Die nachfolgende Sendung ist mit Unterstützung des Umwelt- und Klimaresorts des Landes Oberösterreich entstanden.

1
00:00:12.900 --> 00:00:14.500
 Klima und Du

2
00:00:14.500 --> 00:00:24.640
 Die Verantwortung für die globale Erwärmung wird seit Jahrzehnten zwischen Politik, Industrie und Konsumentinnen und Konsumenten hin und her geschoben.

3
00:00:24.640 --> 00:00:29.480
 Was können wir Einzelne wirklich zur Bewältigung der Klimakrise beitragen?

4
00:00:30.100 --> 00:00:35.380
 Gemeinsam mit Expertinnen und Experten suchen wir nach Auswegen und Lösungen.

5
00:00:36.280 --> 00:00:41.679
 Die wöchentliche Informations- und Diskussionssendung der Freien Medien in Oberösterreich.

6
00:00:43.460 --> 00:00:45.740
 Dieses Mal mit einem Beitrag von

7
00:00:45.740 --> 00:00:47.780
 Janik Rieschall aus dem freien Radio

8
00:00:47.780 --> 00:00:48.659
 Salzkammergut.

9
00:00:51.119 --> 00:00:53.899
 Wir gehen jetzt danach vom Reinhaltungsverband

10
00:00:53.899 --> 00:00:55.500
 Heilstädtersee, vom RHV.

11
00:00:56.119 --> 00:00:57.820
 Wir haben ja da heuer und letztes Jahr

12
00:00:57.820 --> 00:00:59.539
 die Trauen renaturieren lassen,

13
00:00:59.659 --> 00:01:01.179
 alles auf dem Grund vom

14
00:01:01.179 --> 00:01:03.840
 Reinhaltungsverband und das schauen wir uns jetzt an.

15
00:01:04.659 --> 00:01:06.000
 Das ist jetzt alles schon ganz grün geworden.

16
00:01:06.000 --> 00:01:08.000
 Da ist die Traun erweitert worden.

17
00:01:08.000 --> 00:01:10.000
 Da gehen wir jetzt gerade durch,

18
00:01:10.000 --> 00:01:14.000
 durch die alten rostigen grünen Eisenbrücke.

19
00:01:14.000 --> 00:01:16.000
 Gehen wir drunter und da sieht man dann

20
00:01:16.000 --> 00:01:19.000
 das große Renaturierungsgebiet.

21
00:01:21.000 --> 00:01:23.000
 Da ist die Traun verbreitet worden.

22
00:01:23.000 --> 00:01:29.000
 Da sind Stromschnellen einbaut worden, Tiefen und Untiefen.

23
00:01:29.000 --> 00:01:39.000
 Am Uferbereich sind lauter Steinbefestigungen gemacht worden, da sind dann so kleine beruhigte Zonen dahinter.

24
00:01:39.000 --> 00:01:42.000
 Vielleicht können wir einmal bohren gehen, was weiß man.

25
00:01:42.000 --> 00:01:45.760
 Bäume haben wir reingelegt und es ist einfach das ganze Ufergebiet

26
00:01:45.760 --> 00:01:55.180
 viel natürlicher gemacht worden. Vorspringende und rückspringende Sandbänke und ich weiß jetzt

27
00:01:55.180 --> 00:02:02.140
 nicht genau wie viele hundert Bäumchen da gesetzt worden sind, klimafitte Bäumchen am Uferbereich,

28
00:02:02.140 --> 00:02:09.460
 die sind noch ganz klein, die sind erst vor drei Monaten gesetzt worden, aber es schaut

29
00:02:09.460 --> 00:02:11.500
 schon recht vielversprechend aus.

30
00:02:11.500 --> 00:02:13.340
 Wächst schon alles recht schön.

31
00:02:13.340 --> 00:02:17.000
 Natürlich hat es auch einen Gedanken zur Biodiversität.

32
00:02:17.000 --> 00:02:24.280
 Die Artenvielfalt nimmt einfach massiv ab, weltweit und auch in der EU und in Österreich

33
00:02:24.280 --> 00:02:28.000
 und in der Region leider genauso.

34
00:02:28.000 --> 00:02:34.500
 Und da will man einfach gegenwirken, indem man bewusst Plätze schafft, wo die Natur

35
00:02:34.500 --> 00:02:41.300
 wieder zurückkommen kann und sich wieder Sachen, Tiere und Pflanzen heimisch machen

36
00:02:41.300 --> 00:02:45.360
 können, die davor schon verschwunden sind oder stark eingeschränkt worden sind.

37
00:02:52.800 --> 00:02:56.560
 Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Klima und Du.

38
00:02:56.560 --> 00:03:01.120
 Heute aus dem Reinhaltungsverband Hallstätter See bei Gösern Jutvöfelbad.

39
00:03:01.120 --> 00:03:06.340
 Neben mir ist Alexandra Maier, eine Managerin der Klarregion Inneres Salzkammergut.

40
00:03:07.039 --> 00:03:11.560
 Vielleicht habt ihr Alexandra schon einmal gehört, sie macht gemeinsam mit Birgit Müllecker die Sendung

41
00:03:11.560 --> 00:03:17.800
 Sonnenklar bei uns im freien Radio Salzkammergut. Hallo Alexandra. Hallo Yannik, servus.

42
00:03:18.400 --> 00:03:26.219
 Ich interviewe dich heute zum Thema immersive Arten oder auch Neophyten und ein bisschen Themen rundherum.

43
00:03:27.020 --> 00:03:33.139
 Bevor wir mit dem eigentlichen Interview beginnen, interessiert mich noch, was eine Klar-Region eigentlich ist.

44
00:03:34.280 --> 00:03:36.840
 Also Klar ist ein Förderprogramm vom Bund.

45
00:03:37.900 --> 00:03:40.840
 Es steht für Klimawandel-Anpassungsmodellregionen.

46
00:03:48.960 --> 00:03:57.259
 Modellregionen und das ist ein Modell, wo geschaut wird, dass regional oder lokal mit den Gemeinden zusammen die Themen ausgearbeitet werden, wo die größten Auswirkungen vom Klimawandel schon zu sehen sind

47
00:03:57.259 --> 00:04:09.599
 beziehungsweise in Zukunft zu sehen sein werden und da arbeitet man dann zusammen, um Projekte umzusetzen, dass man sich besser an diese Veränderungen anpasst oder auch Chancen zu erkennen.

48
00:04:10.520 --> 00:04:25.860
 Und die Information teilen wir mit den Gemeinden. Es geht da in Richtung Hochwasserschutz, in Richtung Naturkatastrophen, dass die Gemeinden besser vorbereitet sind, dass man zumindest Information hergibt und Bewusstsein bildet diesbezüglich.

49
00:04:26.819 --> 00:04:31.040
 Danke sehr. Jetzt aber zurück zum eigentlichen Thema.

50
00:04:31.740 --> 00:04:36.899
 Invasive Arten. Kannst du in ein paar kurzen Worten erklären, was invasive Arten sind?

51
00:04:38.339 --> 00:04:41.860
 Invasive Arten, da gibt es eine Definition dafür.

52
00:04:42.000 --> 00:04:53.579
 Das sind alle Arten, die noch nicht da waren bis 1492, bis Christoph Kolumbus quasi Amerika entdeckt hat und die dann zu uns gekommen sind.

53
00:04:53.800 --> 00:05:01.240
 Das sind die Kartoffeln, das sind die Tomaten, die hat es bei uns früher nicht gegeben, zum Beispiel bei uns im Garten.

54
00:05:05.500 --> 00:05:12.000
 Bei uns im Garten gibt es gute invasive Arten. Es gibt aber auch invasive Arten, die ein Problem für die Natur darstellen.

55
00:05:12.000 --> 00:05:18.000
 Wenn man im Garten Neophyten hat, soll man sie im Garten lassen.

56
00:05:18.000 --> 00:05:21.000
 Schauen, dass das Ganze nicht über den Garten hinauswächst.

57
00:05:21.000 --> 00:05:27.800
 Und man die Restabfälle auch nicht irgendwo in der Natur entsorgt, sondern im Asi

58
00:05:27.800 --> 00:05:34.800
 zum Beispiel, weil sie gewisse Arten einfach dann in der Natur stark vermehren können und

59
00:05:34.800 --> 00:05:42.980
 eben die heimischen Pflanzen verdrängen können. Und dazu zählt zum Beispiel der Flieder, wenn man

60
00:05:42.980 --> 00:05:46.560
 den Bambus zum Beispiel ansetzt im Garten, da muss

61
00:05:46.560 --> 00:05:51.480
 man wirklich bei den Wurzeln einen Kranz rundherum machen, einen massiven, damit das Ganze nicht

62
00:05:51.480 --> 00:06:00.480
 rauswuchert. Es gibt aber auch die natürlichen Neophyten draußen, überall eigentlich schon.

63
00:06:00.480 --> 00:06:07.600
 Der präsenteste bei uns ist der Staudenknotenrich. Den sieht man schon überall, der japanische Staudenknotenrich.

64
00:06:08.079 --> 00:06:12.839
 Es gibt Arten, die sind giftig. Es gibt Arten, die sind sehr dominant.

65
00:06:13.579 --> 00:06:21.060
 Das heißt, sie verdrängen die bestehende Landschaft, die bestehende Pflanzenwelt massiv.

66
00:06:21.439 --> 00:06:25.819
 Entweder weil sie mit Gift in den W wurzeln arbeiten oder weil sie so dominant

67
00:06:25.819 --> 00:06:30.379
 sind von der wurzelbildung her dass die andere alles vertreiben und da fällt ihnen zum beispiel

68
00:06:30.379 --> 00:06:37.399
 der staudenknöterich darunter den findet man stark neben straßen wenn man weiß wie der ausschaut und

69
00:06:37.399 --> 00:06:45.839
 fort durch die gegend wird man immer wieder plätze, wo der Staudenknöterich ist.

70
00:06:54.579 --> 00:06:59.860
 Und es gibt es auch neben den Zugtrassen, wo sich der Staudenknöterich massiv verbreitet. Das ist entlang von Flussläufen. Wir haben eine Kooperation mit einer Biologin.

71
00:07:00.360 --> 00:07:07.500
 Sie hat schon in Bad Ischl kartografiert, wo Staudenknotenrich wächst, entlang der Traunen.

72
00:07:07.800 --> 00:07:12.579
 Sie wird dann auch zu uns raufkommen und schauen, wo kommt das her.

73
00:07:13.060 --> 00:07:20.300
 Also es wird alles runtergeschwemmt, von oben startend, Flussbeginn, einfach dann Flussabwärts oder Bachabwärts.

74
00:07:21.319 --> 00:07:28.000
 Und ja, also den findet man leider schon überall und es ist sehr schwer schwer den einzudämmen, ist der mal da.

75
00:07:28.000 --> 00:07:33.000
 Darum ist er ganz wichtig und da arbeiten wir auch mit den Gemeinden zusammen.

76
00:07:33.000 --> 00:07:40.000
 Vermeidung ist das Wichtige, das heißt ein Grünschnitt, wenn man das abschneidet, richtig abschneiden und richtig entsorgen.

77
00:07:40.000 --> 00:07:45.379
 Das ist nämlich zum Beispiel eine Sorte von Pflanze, wenn da nur ein kleines Stückchen irgendwo liegen bleibt,

78
00:07:45.480 --> 00:07:50.399
 fängt der wieder zum Wurzeln an und beginnt da wieder sich auszubreiten.

79
00:07:50.759 --> 00:07:56.920
 Also das ist wirklich eigentlich der präsenteste, der dominanteste und der lästigste und der kostenaufwendigste,

80
00:07:57.699 --> 00:08:06.300
 weil den dann einmal entsorgen, wenn er da ist und bekämpfen, das ist eigentlich ein Faktor, der ins Gemeindebudget sich einschlägt.

81
00:08:07.459 --> 00:08:13.300
 Sind alle nicht heimischen Arten schädlich oder problematisch?

82
00:08:14.399 --> 00:08:18.920
 Es sind nicht alle nicht heimischen Arten schädlich oder problematisch.

83
00:08:19.480 --> 00:08:26.300
 Eben die Tomate, die Kartoffel, Mais, glaube ich, der ist auch von Südamerika rübergekommen.

84
00:08:27.399 --> 00:08:31.920
 Es ist eben wirklich die Definition von Neophyt, der gefährdend ist.

85
00:08:32.120 --> 00:08:37.159
 Entweder er vertreibt die heimischen Bestände oder er ist gesundheitsschädlich.

86
00:08:37.159 --> 00:08:42.159
 Da gibt es zum Beispiel die Ambrosia, die ist bei uns Gott sei Dank noch nicht so bekannt,

87
00:08:43.039 --> 00:08:45.000
 auch genannt Ragweed.

88
00:08:47.480 --> 00:08:48.159
 Das ist eine hoch allergene Pflanze.

89
00:08:50.799 --> 00:08:52.000
 Also ich weiß gar nicht, wie viele Teilchen da drinnen sind.

90
00:08:55.820 --> 00:08:56.620
 Wenn man da Probleme hat mit Allergien, ist man wirklich arm.

91
00:09:05.480 --> 00:09:06.200
 Und die verbreitet sich auch massiv durch den Klimawandel, auch entlang von den Bahntrassen zum Beispiel oder auch entlang Autobahnen.

92
00:09:10.559 --> 00:09:10.679
 Das ist ein Thema, das geht die ÖBB an, das geht die ASFINAG an,

93
00:09:14.980 --> 00:09:15.080
 das geht alle großen Firmen eigentlich, Infrastrukturfirmen an.

94
00:09:19.940 --> 00:09:23.679
 Das ist für die ein Riesenproblem, weil das Zeug halt stehen, weil es extrem hoch ist oder wo der Ambrosia weiß, gesundheitsschädlich ist.

95
00:09:29.899 --> 00:09:30.419
 Was tatkräftige Folgen hat, ist zum Beispiel der Riesenbärenklau.

96
00:09:33.220 --> 00:09:33.299
 Der schaut aus wie ein Wasserkraut, ein überdimensioniertes.

97
00:09:35.440 --> 00:09:36.139
 Der wird einige Meter hoch, wenn es passt.

98
00:09:40.899 --> 00:09:41.539
 Und die Milch von dem Riesenbärenklau, die ist ätzend.

99
00:09:46.779 --> 00:09:52.399
 Also das ist, wie wenn du einen ganz starken Sonnenbrand hast oder wie wenn du dich wirklich verbrennst. Also das sind Sachen, wenn man woanders ist, braucht man fast eine

100
00:09:52.399 --> 00:09:57.259
 Schutzkleidung, damit da nichts auf die Haut kommt, weil das kann man sich nicht schnell

101
00:09:57.259 --> 00:10:00.799
 runterwaschen und dann ist es erledigt, sondern das macht richtige Brandschäden.

102
00:10:02.019 --> 00:10:07.860
 Jetzt hast du auch schon ein paar negative Beispiele genannt. Das passt

103
00:10:07.860 --> 00:10:13.720
 jetzt thematisch auch dazu. Sollte man persönlich, man selbst etwas gegen

104
00:10:13.720 --> 00:10:21.799
 invasive Arten machen oder was können Gemeinden gegen invasive Arten tun?

105
00:10:21.919 --> 00:10:29.000
 Selber kann man schauen. Man hat oft einen großen Beitrag mit dem Garten, den man hat.

106
00:10:29.000 --> 00:10:37.000
 Sachen, die sich verbreiten können, wirklich schauen, dass sie im Garten bleiben, wie gesagt, beim Bambus.

107
00:10:37.000 --> 00:10:49.539
 Der Flieder ist auch so eine Art, die verbreitet sich dann auch sehr gern außerhalb vom Garten. Wichtig einfach, wenn man Neophyten im Garten hat und da gibt es einige,

108
00:10:49.539 --> 00:10:57.220
 also wie gesagt, Blumen, die extrem interessant sind für die Bienen, also Bienenweide fällt ja

109
00:10:57.220 --> 00:11:07.860
 auch unter das Thema Biodiversität, das möge ich dann später gerne noch anschneiden. Und wichtig, die Abfälle, die man hat, das ist, wenn neben dem Garten

110
00:11:07.860 --> 00:11:12.879
 zum Beispiel der Bach ist, nicht die Sachen dann einfach, sagt der Nachbar, nicht in den Bach

111
00:11:12.879 --> 00:11:30.139
 schmeißen, sondern entsprechend entsorgen, gibt die Grünschnittcontainer bei den Summit-Zentren dort abgeben. Das ist einmal das, was man als Privater machen kann.

112
00:11:30.139 --> 00:11:37.879
 Die Gemeinden haben da große Verantwortung, sie bearbeiten große Flächen und da geht es

113
00:11:37.879 --> 00:11:48.100
 ihnen vor allem zum Beispiel Richtung Staudenkneuterich. Das ist das Um und Auf, das man im Vorhinein verhindert, schon bei der Entsorgung

114
00:11:48.100 --> 00:11:54.840
 von dem Knöterich, dass man das entsprechend macht. Entweder man verbrennt es oder man

115
00:11:54.840 --> 00:11:59.559
 bringt es in spezielle Abfallzentren. Das darf man normalerweise gar nicht abgeben,

116
00:11:59.559 --> 00:12:07.799
 so in Asien. Der wird erst zerstört bei Temperaturen ab 60 Grad circa und der müsste die Wurzeln,

117
00:12:07.799 --> 00:12:13.799
 die nicht tiefer eingegraben sind oder unter anderem im Grünschnitt liegen wir fünf Meter,

118
00:12:13.799 --> 00:12:18.879
 da fängt das Zeug wieder zu Außerwurzeln an. Es ist ganz wichtig einfach den nicht

119
00:12:18.879 --> 00:12:24.120
 mehr umzuschneiden, irgendwo inzwischen frei herumzufahren und dann auf ein Sammelstück

120
00:12:24.120 --> 00:12:26.059
 zusammenschmeißen, eine Gemeindesammelstelle,

121
00:12:26.059 --> 00:12:28.320
 weil da fängt sicher rundherum alles zum Huchen an.

122
00:12:29.279 --> 00:12:30.639
 Sondern sie mal schlau machen.

123
00:12:30.759 --> 00:12:35.039
 Eine gute Ansprechperson ist da zum Beispiel der Rainer Feichtinger.

124
00:12:35.820 --> 00:12:39.419
 Der ist der Obmann vom Obst- und Gartenbauverein Bad Gäusern.

125
00:12:39.539 --> 00:12:42.840
 Das geht aber raus bis Ebensee, also der hat ein großes Einzugsgebiet.

126
00:12:43.220 --> 00:12:49.879
 Den haben wir damals einen Kurs bezahlt für einen Neophytenmanager und der kennt sich wirklich extrem gut aus, wenn

127
00:12:49.879 --> 00:12:56.299
 es geht um Neophyten, auch Garten, einen riesigen Garten und da hat er viele Neophyten eingesetzt

128
00:12:56.299 --> 00:13:02.379
 und er sagt, die sind nicht alle Neophyten schlecht, es gibt auch gute, aber dass man

129
00:13:02.379 --> 00:13:07.080
 sich da als Gemeinde mal erkundigt oder auch um Abfallverband,

130
00:13:07.080 --> 00:13:14.700
 Bezirksabfallverband, was macht man mit den Neophyten. Was hat KLAAR mit invasiven Arten zu tun?

131
00:13:14.700 --> 00:13:26.720
 Bei KLAAR geht es um die Anpassung an den Klimawandel und die Biodiversität ist ein wichtiger Punkt,

132
00:13:27.740 --> 00:13:32.039
 dass man die Folgen vom Klimawandel eigentlich auch abschwächt.

133
00:13:33.379 --> 00:13:39.639
 Diesbezüglich Biodiversität, das ist ein ganz breit gefasstes Thema und das ist sehr viel Information.

134
00:13:40.740 --> 00:13:49.840
 Die Biodiversität ist eigentlich der Lebensraum für uns alle. Und wenn der nicht mehr ist, dann sind nicht einfach ein paar Pflanzen und ein paar Tiere weg,

135
00:13:50.299 --> 00:14:01.059
 sondern da geht es dann um Sachen wie Nahrungsmittelsicherheit, um Trinkwassersicherheit, saubere Luft, sauberes Wasser.

136
00:14:01.860 --> 00:14:05.940
 Da können ganze Nahrungsmittelketten zusammenbrechen.

137
00:14:06.679 --> 00:14:10.919
 Und da haben wir eben was mit der Biodiversität.

138
00:14:11.000 --> 00:14:16.820
 Für uns ist wichtig, dass eben die bestehenden Lebensräume bleiben, wie sie sind,

139
00:14:16.919 --> 00:14:19.059
 oder so gut wie möglich bleiben, wie sie sind.

140
00:14:19.620 --> 00:14:23.240
 Und durch die Informationen, wie ich es dir jetzt gerade gegeben habe,

141
00:14:23.320 --> 00:14:25.259
 und die hoffentlich viele Hörer anhören,

142
00:14:25.860 --> 00:14:34.539
 Wissen zu schaffen, nicht nur über die invasiven Arten, also wie man invasive Arten verhindern kann,

143
00:14:35.440 --> 00:14:41.580
 wie man sie davor schützen kann, aber auch, dass das Thema Biodiversität ganz wichtig ist.

144
00:14:41.580 --> 00:14:49.720
 Und bei der Biodiversität sind die invvasiven, Neophyten sind da nur ein Teil davon.

145
00:14:49.720 --> 00:14:57.320
 Da geht es auch um das Thema Umweltverschmutzung, Überfischung, landwirtschaftliche Übernutzung von

146
00:14:57.320 --> 00:15:06.779
 den Böden. Also das ist wirklich ein breit gestreites Thema, genauso die Abholzung von den Wäldern, wie man es weltweit sieht.

147
00:15:07.639 --> 00:15:12.240
 Wir sind ja nicht nur in Österreich, sondern das ist wirklich weltweit ein Problem.

148
00:15:13.679 --> 00:15:27.879
 Und diesbezüglich informieren wir einfach die Menschen, die Gemeinden und wir arbeiten mit den Leuten zusammen vor Ort, zum Beispiel bei der Korinski-Klausen drinnen in Bad Galsern.

149
00:15:27.879 --> 00:15:35.440
 Da macht die ÖBF mit dem Waldpädagogen immer Führungen. Der erklärt dann auch den klimafitten Wald, mehr Laubwald

150
00:15:35.440 --> 00:15:45.100
 zum Beispiel und nicht nur bis jetzt Fichtenwald. Also das sind so Themenbereiche, die wir mit klar abdecken wollen.

151
00:15:45.519 --> 00:15:50.399
 Es ist so, dass inzwischen schon 70 Prozent von den Tierarten verschwunden sind.

152
00:15:51.460 --> 00:15:57.779
 Man redet da eigentlich fast von Massensterben, wie es schon mal war, wie es schon öfter war.

153
00:15:57.779 --> 00:16:02.360
 Und das ist in unserer Verantwortung, dass man das einfach vermeidet.

154
00:16:02.360 --> 00:16:04.480
 dass man das einfach vermeidet.

155
00:16:10.000 --> 00:16:11.440
 Welche Projekte oder gibt es Projekte, die ihr gerade umsetzt mit KLA?

156
00:16:19.179 --> 00:16:24.500
 Bezüglich Neophyten sind wir dabei, dass man entlang der Trauern die Kartografierung vornimmt bzw. dass man mit den Gemeindemitarbeitern gemeinsam Informationsveranstaltungen macht.

157
00:16:25.120 --> 00:16:29.320
 In Bad Gelsern haben wir schon eine gemacht, damals mit Rainer Feichtinger.

158
00:16:29.440 --> 00:16:31.139
 Das ist ganz gut angenommen worden.

159
00:16:31.779 --> 00:16:35.740
 Es ist auch für die Gemeindemitarbeiter interessant, über die Sachen zu hören.

160
00:16:35.879 --> 00:16:37.799
 Es ist doch ein relativ neues Thema.

161
00:16:38.460 --> 00:16:42.100
 Wir haben besprochen mit Rainer Feichtinger, Gartenliebhaber von der Region,

162
00:16:42.100 --> 00:16:43.940
 einmal seinen Garten einzuladen.

163
00:16:44.080 --> 00:16:48.159
 Der kann dann viel sagen zu den invasiven Arten, zu den Neophyten,

164
00:16:48.820 --> 00:16:54.919
 einfach zur umweltfreundlichen oder bienenfreundlichen Gartengestaltung, was wir ansetzen.

165
00:16:54.919 --> 00:17:01.539
 Die Bienen sind ja wichtige Bestäuber, die bestäuben ein Drittel von den Nahrungsmitteln, die wir zu uns nehmen.

166
00:17:02.220 --> 00:17:05.339
 Wie man die unterstützen kann.

167
00:17:09.000 --> 00:17:09.579
 Wir arbeiten, wie gesagt, zusammen mit der ÖBF.

168
00:17:14.220 --> 00:17:19.779
 Es sind alle vier Gemeinden in den letzten Jahren Bodenbündnisgemeinden geworden. Sie sind klimafreundliche Gemeinden, sie sind bienenfreundliche Gemeinden geworden.

169
00:17:20.079 --> 00:17:28.720
 Also da schauen wir, dass wir Informationen weitergeben und sind sehr dankbar über die Kooperation mit den Gemeinden, dass sie das mitmachen.

170
00:17:30.160 --> 00:17:39.140
 Und ja, das sind eigentlich so mal die wichtigsten Projekte, was wir jetzt zum Thema rein, zum Thema invasive Neophyten haben.

171
00:17:41.000 --> 00:17:48.079
 Wir spazieren jetzt nochmal zu renaturierten Frauen, um noch ein bisschen mehr über Biodiversität zu sprechen.

172
00:17:49.259 --> 00:17:53.519
 Was gibt es denn für Lebensräume überhaupt bei uns im Salzkammergut?

173
00:17:53.519 --> 00:18:04.740
 Bei uns gibt es einmal die Kulturlandschaft, die typisch ist bei uns, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden ist, die ein Teil des UNESCO-Erbes ist.

174
00:18:08.380 --> 00:18:14.339
 der Jahrhunderte entstanden ist, der Teil des UNESCO-Erbes ist. Mit den Wiesen dazwischen, die Obstbäume, das ist so die Spalierbäume, das ist das typische, das ist einmal der kultivierte

175
00:18:14.339 --> 00:18:22.200
 Lebensraum. Bei uns gibt es dann im Innensalz kann man sagen von 500 Meter rauf in die bewaldeten

176
00:18:22.200 --> 00:18:25.460
 Gebiete die Wiesen rauf bis zum Gletscher.

177
00:18:25.640 --> 00:18:31.460
 Vom Dachstein auf 3000 Meter durchlaufen wir die unterschiedlichen Vegetationszonen.

178
00:18:31.799 --> 00:18:35.779
 Also da geht es dann ein bisschen Gletscher, Schnee, Eis.

179
00:18:36.839 --> 00:18:43.779
 Und innerhalb von dem Gebiet gibt es eben zum Beispiel ganz speziell bei uns sehr viele Moorlandschaften.

180
00:18:43.619 --> 00:18:44.759
 Zum Beispiel ganz speziell bei uns sehr viele Moorlandschaften.

181
00:18:53.079 --> 00:18:54.240
 Ich war da gerade letzte Woche bei einer Vorstellung dabei bei uns in Galsern.

182
00:18:58.420 --> 00:19:01.319
 Da ist es um die Renaturierung von den Mooren gegangen. Es gibt diesbezüglich ja Projekte.

183
00:19:02.859 --> 00:19:08.519
 Viele Moore sind früher einfach an Gräben geschlagen worden, damit das Wasser

184
00:19:08.519 --> 00:19:13.000
 abläuft, damit man den Dorf besser abbauen kann, beziehungsweise das ganze drucken legt für die

185
00:19:13.000 --> 00:19:20.519
 Viehbewirtschaftung und da ist man jetzt dran, zum Beispiel mit der Uni Wien und die ÖBF ist

186
00:19:20.519 --> 00:19:25.180
 da ganz ein wichtiger Partner, dass Flächen wieder oder Moore wieder

187
00:19:25.180 --> 00:19:28.380
 zurückgeführt werden in den natürlichen Zustand.

188
00:19:28.380 --> 00:19:34.099
 Ich muss jetzt sagen aus meiner Erfahrung aus der Gosau und auch von meiner ganzen

189
00:19:34.099 --> 00:19:42.920
 Region, das Thema Moore, Moore werden oft noch eigentlich fast eher als lästiger,

190
00:19:42.920 --> 00:19:50.579
 unnützer Platz gesehen, wo man nicht den Sinn sieht, warum machen wir das jetzt wieder nässer, als es schon früher mal gewesen ist.

191
00:19:51.500 --> 00:19:58.759
 Da ist noch viel Arbeit zu machen, deswegen danke auch diesbezüglich.

192
00:19:59.859 --> 00:20:03.279
 Moore sind ein ganz großer CO2-Speicher.

193
00:20:03.279 --> 00:20:03.619
 Moore sind ein ganz großer CO2-Speicher.

194
00:20:07.700 --> 00:20:08.240
 Eben durch das, dass die ganze Luft abgeschlossen ist, ist das im Boden drinnen.

195
00:20:12.660 --> 00:20:13.859
 Und wenn man das öffnet, dann kommt der ganze Kohlenstoff raus, das ganze CO2.

196
00:20:23.039 --> 00:20:23.160
 Und wie haben sie gesagt, also 3% der Fläche sind Moore und die speichern aber 30% vom Kohlenstoff.

197
00:20:24.559 --> 00:20:26.759
 Das kann man sich gar nicht vorstellen. Also der kommt jetzt in Bezug

198
00:20:26.759 --> 00:20:36.240
 auf Klimawandel oder Klimaschutz eine ganz wichtige Rolle zu. Und was zum Thema Biodiversität zu sagen

199
00:20:36.240 --> 00:20:47.359
 ist, also die Moore haben ein ganz spezielles Klima und ganz spezielle eingeschränkte Fauna und Flora, Tiere und Pflanzen, die da wachsen

200
00:20:47.359 --> 00:20:54.039
 und die dann nur wachsen und nicht von anderen Arten verdrängt werden, wenn es nass genug ist.

201
00:20:54.039 --> 00:21:01.500
 Wir haben im Zuge unserer Arbeit letztes Jahr mit der Katrin Pilz vom großen Löckermus in der

202
00:21:01.500 --> 00:21:07.819
 Gosau eine Untersuchung gemacht. Da ist schon schon 2008 eine Bestandserhebung gemacht worden.

203
00:21:08.319 --> 00:21:10.039
 Und sie hat jetzt einen Zeitvergleich gemacht,

204
00:21:10.140 --> 00:21:13.859
 wie hat sich das Ganze jetzt eigentlich innerhalb von einem kurzen Zeitraum verändert,

205
00:21:13.960 --> 00:21:15.140
 nicht einmal 20 Jahre.

206
00:21:15.839 --> 00:21:22.799
 Und was sie da herausgefunden hat, ist, dass Bäume vermehrt in das Moor eindringen.

207
00:21:22.880 --> 00:21:26.759
 Das ist ein Zeichen, dass es trockener ist, dass sie

208
00:21:26.759 --> 00:21:31.519
 einfach weiter reinwachsen können, weil es ihnen nicht mehr zu feucht ist.

209
00:21:31.519 --> 00:21:39.000
 Die richtigen, offenen Flächen werden weniger. Es steigt da die Biodiversität,

210
00:21:39.000 --> 00:21:44.599
 was man eigentlich sagt, Super-Biodiversität nimmt zu. Im Moor ist es aber nicht gut,

211
00:21:44.599 --> 00:21:47.019
 weil es eigentlich nur ganz wenige Orten

212
00:21:47.019 --> 00:21:52.960
 gibt, die sich im typischen Meer wohlfühlen. Und wenn mehr Arten kommen, ist das ein Zeichen, dass

213
00:21:52.960 --> 00:21:58.220
 mit dem Meer etwas nicht passt, dass es zu trocken wird, dass Arten von außen in das Meer hineinkommen.

214
00:21:58.220 --> 00:22:09.480
 Also von den Blumen, von den Sträuchern, der typische Sonnentau, diese fleischfressende Pflanze, das ist eine typische

215
00:22:09.480 --> 00:22:17.279
 Pflanze vom Moor, die wird eigentlich immer weniger. Die Moose, die typischen, diese Nasswiesen,

216
00:22:17.279 --> 00:22:27.400
 das wird auch weniger und es kommen einfach von außen andere Arten rein, die Sumpfdotterblume, die da eigentlich nichts verloren hat, ihren typischen Moor.

217
00:22:28.700 --> 00:22:37.240
 Und diesbezüglich ist es sehr wichtig, dass da entsprechende Maßnahmen gesetzt werden und eben das auch beobachtet wird.

218
00:22:37.819 --> 00:22:40.799
 Und in dem Bezug muss man Danke sagen an die ÖBF.

219
00:22:41.200 --> 00:22:46.420
 Es gibt in ganz Österreich 1500 Moore und allein auf dem Gebiet von der ÖBF

220
00:22:46.420 --> 00:22:52.420
 sind 500 davon und die haben sich alle unter Naturschutz gestellt und da wird auch geschaut

221
00:22:52.420 --> 00:22:59.559
 jetzt, dass die Moore wieder renaturiert werden, wo schon große Eingriffe gewesen sind.

222
00:23:01.019 --> 00:23:10.500
 Was natürlich dann auch noch ein weiterer Lebensraum ist, ist der Wald. Da kommt es auch immer wieder mehr zu Diversifizierung. Kannst du dazu auch noch etwas mehr sagen?

223
00:23:10.500 --> 00:23:16.559
 Ja, es ist eine Notwendigkeit. Der Baum, den man jetzt setzt, den kann man in ungefähr 70 Jahren ernten.

224
00:23:16.559 --> 00:23:22.880
 Also man muss jetzt schon den Baum setzen, wo man meint, dass in 70 Jahren noch zu ernten ist

225
00:23:22.880 --> 00:23:25.500
 und nicht davor durch irgendwelche Schädlinge oder

226
00:23:25.500 --> 00:23:32.480
 Hitzewellen hinweggerafft werden. Und wir haben schon einige Baumsetzaktionen gemacht, vor allem

227
00:23:32.480 --> 00:23:40.220
 mit Schülern, mit Schulklassen. Da sind wir sehr dankbar für die Kooperation und für die Bereitschaft.

228
00:23:40.220 --> 00:23:50.559
 Das taugt den Kindern auch sehr. Und es werden da Karinski-Klause hat man hauptsächlich mal Lärchen gesetzt.

229
00:23:50.559 --> 00:23:55.000
 Lärchen kommen besser zurecht mit trockenen Phasen.

230
00:23:55.000 --> 00:24:00.759
 Sie brauchen nicht so viel Wasser und sie sind hitzebeständiger als zum Beispiel die

231
00:24:00.759 --> 00:24:01.759
 Fichte.

232
00:24:01.759 --> 00:24:06.720
 Die Fichte ist auf 500 Meter mehr oder weniger zum Sterben verurteilt.

233
00:24:07.380 --> 00:24:13.759
 Das macht eh die Natur. Sie werden braun, sie haben einen extremen Hitzestress.

234
00:24:13.920 --> 00:24:19.779
 Heuer ist wieder Frühling gewesen, da ist gerade Gelb aufgegangen bei den Wäldern,

235
00:24:19.980 --> 00:24:24.480
 weil sie so viel Samen ausgeschüttet haben oder so viel Blütenstaub.

236
00:24:24.480 --> 00:24:25.599
 weil sie so viel Samen ausgeschüttet haben oder so viel Blütenstaub.

237
00:24:29.319 --> 00:24:34.640
 Und das ist auch ein Zeichen, dass die Bäume unter Stress stehen, die sozusagen schicken ja letztlich Energie in die Zukunft,

238
00:24:35.059 --> 00:24:38.180
 weil sie selber das Gefühl haben, sie überleben es nicht.

239
00:24:38.420 --> 00:24:43.759
 Also das ist schön zum Anschauen, schlecht für Allergiker.

240
00:24:44.079 --> 00:24:46.400
 Und wenn man sich ein bisschen mit dem Thema auseinandersetzt,

241
00:24:46.400 --> 00:24:49.599
 sieht man da auch die Hintergründe, warum das so sein könnte.

242
00:24:49.599 --> 00:24:54.000
 Das heißt, der ÖBF macht da schon sehr viel. Es wird auch vermehrt Laubwald angesetzt.

243
00:24:54.000 --> 00:25:00.599
 Weg von den Monokulturen. Man ist dann nicht so anfällig für Schädlingsbefall.

244
00:25:00.599 --> 00:25:02.799
 Wenn da nur Fichtenwald ist, der ist dann weg.

245
00:25:02.799 --> 00:25:06.000
 Da geht es dann auch in Richtung Naturschutz,

246
00:25:06.000 --> 00:25:12.539
 Infrastrukturschutz. Das ist dann in Kooperation mit der Wibach und Lawinenverbauung, dass wenn

247
00:25:12.539 --> 00:25:16.920
 da kein Wald mehr ist, dann kommt der Hang viel leichter ins Rutschen zum Beispiel und kann dann

248
00:25:16.920 --> 00:25:26.839
 Häuser oder Bahn, Straße gefährden. Unser Wald ist ein Schutzwald. Das heißt nicht, dass wir den Wald schützen

249
00:25:26.839 --> 00:25:33.519
 müssen, sondern der Wald schützt uns. Er ist ein super Schwamm, ein gesunder Wald,

250
00:25:33.519 --> 00:25:39.759
 kann viel Wasser aufnehmen, der dann nicht in Form von Hochwasser bei uns unten landet,

251
00:25:39.759 --> 00:25:47.799
 sondern der nimmt einmal den Teil auf und gibt ihn dann langsam wieder ab. Also man merkt, das ist ein System, das sehr ineinander greift

252
00:25:47.799 --> 00:25:54.539
 und wo man nicht nur den Wald schützt, sondern uns schützt.

253
00:25:54.539 --> 00:25:59.160
 Und das muss man einfach mal in den Kopf reinbekommen.

254
00:26:00.259 --> 00:26:00.980
 Danke sehr.

255
00:26:02.480 --> 00:26:04.359
 Ich glaube, wir kommen langsam zum Abschluss.

256
00:26:05.200 --> 00:26:12.880
 Und da wollte ich dich eh persönlich fragen, ob du den Zuhörerinnen und Zuhörern eine eigene Botschaft mitgeben willst.

257
00:26:14.940 --> 00:26:22.220
 Super. Wie lange hast du Zeit? Nein, Blödsinn. Es ist schwer, das Ganze zusammenzufassen.

258
00:26:29.119 --> 00:26:39.380
 Ganze zusammenzufassen. Also ich richte das jetzt hauptsächlich an Eltern mit Kindern, die für uns, also für die wir eigentlich alles machen wollen, aber gewisse Sachen nicht. In

259
00:26:39.380 --> 00:26:46.519
 Sachen Umweltschutz könnte man sich da sicher noch mehr an der Nase nehmen und mehr machen,

260
00:26:46.940 --> 00:26:50.839
 um für unsere Kinder einfach eine gute Zukunft zu bieten.

261
00:26:51.079 --> 00:26:56.940
 Es wäre schön, wenn man sich nicht neuen Sachen verschließt, sondern ausprobiert,

262
00:26:57.559 --> 00:27:01.160
 alles was zum Thema Umweltschutz beiträgt.

263
00:27:01.779 --> 00:27:05.700
 Wenn man zurückgeht zum Thema Neophyten, einfach den Kindern

264
00:27:05.700 --> 00:27:10.359
 vielleicht auch vermittelt im eigenen Garten und selber beim Garten schaut, was

265
00:27:10.359 --> 00:27:16.640
 pflanzt sich an, damit ihre Natur rundherum einfach so weitermachen

266
00:27:16.640 --> 00:27:29.259
 kann wie bisher. Nichts im Wald entsorgen, sondern an den entsprechenden Stellen. Das sind eigentlich die wichtigen Botschaften in Richtung invasive

267
00:27:29.259 --> 00:27:35.000
 Arten und vorsichtig sein mit gewissen Arten. Sie vielleicht einmal mit dem Thema auseinandersetzen.

268
00:27:35.000 --> 00:27:41.000
 Man wird dann da viele Zusammenhänge im Hintergrund erkennen, wie das ganze System

269
00:27:41.000 --> 00:27:46.500
 ineinander greift und dann kriegt man vielleicht ein gutes Bewusstsein,

270
00:27:46.859 --> 00:27:54.420
 noch mehr Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, dass man unsere Gegend und die Umwelt so erhält, wie sie ist.

271
00:27:55.380 --> 00:27:56.900
 Danke sehr, danke für das Interview.

272
00:27:57.420 --> 00:27:58.079
 Sehr gerne.

273
00:28:12.259 --> 00:28:13.440
 Das war Alexandra Meyer, eine Managerin der Klarregion Inneres Salzkammergut.

274
00:28:21.259 --> 00:28:29.900
 Im Interview wurden Themen wie invasive Arten, Neophyten und Landschaftsarten in unserer Region bearbeitet. Vielen Dank fürs Zuhören.

275
00:28:31.420 --> 00:28:38.559
 Klima und Du Die Verantwortung für die globale Erwärmung wird seit Jahrzehnten zwischen Politik, Industrie und

276
00:28:38.559 --> 00:28:41.559
 Konsumentinnen und Konsumenten hin und her geschoben.

277
00:28:42.380 --> 00:28:46.400
 Was können wir Einzelne wirklich zur Bewältigung der Klimakrise beitragen?

278
00:28:46.400 --> 00:28:53.220
 Gemeinsam mit Expertinnen und Experten suchen wir nach Auswegen und Lösungen. Die

279
00:28:53.220 --> 00:00:00.000
 wöchentliche Informations- und Diskussionssendung der FREIEN MEDIEN in Oberösterreich. you you you you

