WEBVTT

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00:00:00.000 --> 00:00:15.000
 Der heutige Abend ist eine Veranstaltung im Rahmen der Kampagne Check It! Life & Sex Style.

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00:00:15.740 --> 00:00:22.519
 Die Kampagne haben Hosee Linz und EZIL für Oberösterreich bereits im Jahr 2015, wenn ich mich erinnern kann, ins Leben gerufen.

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00:00:22.519 --> 00:00:23.600
 2015, wenn ich mich erinnern kann, ins Leben gerufen.

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00:00:27.800 --> 00:00:28.420
 Damals haben wir eher das Thema HIV in den Vordergrund, in den Fokus gesetzt.

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00:00:31.460 --> 00:00:33.359
 War auch der Beiname CheckIt, kennst du deinen HIV-Status.

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00:00:38.359 --> 00:00:38.439
 Damals, 2015, ging es in der ersten Kampagnenphase mehr darum,

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00:00:42.060 --> 00:00:42.820
 dass wir queere Männer zum Thema HIV-Test motivieren wollten,

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00:00:47.039 --> 00:00:47.799
 auch über die Vorzüge, Vorteile eines frühen HIV-Tests informieren wollten.

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00:00:53.600 --> 00:00:54.380
 Dann in der zweiten Phase haben wir das Thema, ich bin HIV-positiv, ich bin nicht ansteckend,

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00:00:56.299 --> 00:00:56.840
 in den Vordergrund, in den Fokus gesetzt.

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00:01:01.320 --> 00:01:06.379
 Und in der dritten Phase war es damals, dass wir eben zum Abschluss Check-It 3.0, wo wir die drei Möglichkeiten, sich vor einer HIV-Infektion zu schützen, in den Vordergrund

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00:01:06.379 --> 00:01:08.319
 gestellt haben. Eben die Verwendung

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00:01:08.319 --> 00:01:10.140
 von Kondomen, die PrEP, also

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00:01:10.140 --> 00:01:12.859
 vorbeugende Einnahme von HIV-Medikamenten

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00:01:12.859 --> 00:01:14.400
 zum Schutz vor einer HIV-Infektion

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00:01:14.400 --> 00:01:16.859
 und Therapy as Prevention

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00:01:16.859 --> 00:01:18.480
 eben der Hinweis, dass man

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00:01:18.480 --> 00:01:20.599
 unter Therapie, unter erfolgreicher

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00:01:20.599 --> 00:01:22.560
 Therapie, das Virus nicht weitergeben kann.

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00:01:22.959 --> 00:01:24.439
 Das waren, glaube ich, damals so unsere drei

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00:01:24.439 --> 00:01:25.879
 Hauptpfeiler.

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00:01:26.599 --> 00:01:27.719
 Du bist schon mitten im Thema, Erik.

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00:01:27.939 --> 00:01:32.579
 Ich bin der Gerhard Niederleutner von der Rosi Linz.

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00:01:32.859 --> 00:01:36.120
 Ich versuche immer den queeren Blick aus der Community.

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00:01:36.420 --> 00:01:37.060
 Und Erik, du?

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00:01:37.540 --> 00:01:40.019
 Ich bin Erik Pfefferkorn von der EZV Österreich.

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00:01:40.019 --> 00:01:43.719
 Ich versuche neben dem queeren Blick halt auch den gesundheitlichen Aspekt,

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00:01:43.939 --> 00:01:47.480
 was sexuell übertragbare Infektionen oder auch HIV-Infektionen anbelangt.

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00:01:48.219 --> 00:01:54.980
 Und wir versuchen seit Jahren zu schauen, dass man mal anders als Tabuthemen thematisiert.

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00:01:55.420 --> 00:02:01.359
 Das hat mit HIV und AIDS angefangen und jetzt versuchen wir eher mehr in einer gesamtheitlichen Sichtweise zu schauen,

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00:02:01.819 --> 00:02:07.040
 was braucht ein queerer Mann, dass ihm gut geht, wo sind die Tabuthemen, wo sind auch die Klischees in der Community,

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00:02:07.879 --> 00:02:11.060
 wo man dann schauen kann, wo findet man selber quasi einen eigenen Weg,

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00:02:11.639 --> 00:02:15.419
 wo man zu eigenen Stärken oder Schwächen die einmal wahrnimmt.

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00:02:16.219 --> 00:02:20.080
 Und wir versuchen dann einfach über Vorträge, über Gespräche,

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00:02:20.080 --> 00:02:24.560
 aber auch über konkrete Workshops das Selbstwahrnehmen zu stärken

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00:02:24.560 --> 00:02:27.240
 und die Menschen einfach zu ermutigen,

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00:02:27.819 --> 00:02:34.039
 selbstbewusst zu sein und quasi auch resilient zu werden gegen Diskriminierung, die Interkommunierung, die aber auch von außen passiert.

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00:02:34.500 --> 00:02:39.520
 Genau, das ist aber eigentlich auch der Titel, eigentlich die Fortsetzung von der Kampagne Check It, Life and Sex Style.

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00:02:39.979 --> 00:02:51.039
 Da wollen wir eben vor allem queere Männer zu sexuellen, aber auch, wie du schon gesagt hast, psychischen Gesundheitsthemen motivieren, sich darüber Gedanken zu machen, Selbstreflexionsprozesse ankurbeln.

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00:02:51.039 --> 00:02:57.340
 Wir haben ja angefangen mit dem Themenfeld Körperideale, Körperbilder vor zwei Jahren.

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00:02:57.979 --> 00:03:01.319
 Letztes Jahr haben wir uns versucht an den Themen Bewegung und Ernährung.

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00:03:01.340 --> 00:03:02.520
 Bewegung und Ernährung.

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00:03:04.060 --> 00:03:05.240
 Und jetzt wollen wir eben die kommenden zwei Jahre das wichtige Thema, weil es auch

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00:03:05.240 --> 00:03:07.680
 sehr stark tabuisiertes Thema ist,

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00:03:07.780 --> 00:03:10.039
 psychische Gesundheit bei queeren Männern

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00:03:10.039 --> 00:03:11.000
 in den Vordergrund rücken.

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00:03:11.740 --> 00:03:13.939
 Da gibt es ja auch Studien, die haben mich echt wirklich schockiert.

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00:03:14.280 --> 00:03:16.460
 Da gibt es diesen LGBTIQA

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00:03:16.460 --> 00:03:16.860
 Plus

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00:03:16.860 --> 00:03:19.939
 Gesundheitsbericht aus dem Jahr 2022.

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00:03:20.680 --> 00:03:21.300
 Der hat unter

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00:03:21.300 --> 00:03:23.520
 1000 queeren Personen stattgefunden.

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00:03:24.400 --> 00:03:26.719
 Und da hat jede zweite Person angegeben,

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00:03:26.800 --> 00:03:30.759
 in den vergangenen zwölf Monaten eine Depression gehabt zu haben

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00:03:30.759 --> 00:03:34.020
 und jede dritte Person hat unter einer Angststörung gelitten.

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00:03:34.280 --> 00:03:36.699
 Also hat mich schon sehr schockiert, also diese Zahlen.

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00:03:37.259 --> 00:03:39.060
 Ich meine, das ist für uns als Hose Linzerleimer wichtig,

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00:03:39.159 --> 00:03:41.060
 dass wir sagen, okay, ich brauche einen Safe Space,

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00:03:41.400 --> 00:03:44.060
 wo Leute kommen, wo man über Ernstes offen reden kann,

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00:03:44.479 --> 00:03:46.199
 wo man quasi auch so Peer-to-Peer-Beratung

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00:03:46.199 --> 00:03:48.280
 macht, wo man über Gespräche, über einen Dialog

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00:03:48.280 --> 00:03:49.979
 merkt, wie hat der andere das gelöst.

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00:03:52.780 --> 00:03:53.960
 Und grundsätzlich ist ja viel

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00:03:53.960 --> 00:03:55.879
 in den letzten Jahren auch positiv passiert,

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00:03:56.139 --> 00:03:58.280
 wo Diskriminierungsschutz passiert,

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00:03:58.400 --> 00:03:59.879
 aber das eigene Coming-out und

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00:03:59.879 --> 00:04:02.080
 das Finden der eigenen Position innerhalb der

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00:04:02.080 --> 00:04:04.080
 Community muss jeder für sich selber einfach

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00:04:04.080 --> 00:04:05.520
 wieder das Radl reinfinden.

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00:04:08.939 --> 00:04:09.139
 Und da ist, glaube ich, auch immer wichtig, dass man Situationen schafft,

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00:04:11.740 --> 00:04:15.580
 wo man diese Offenheit hat, über sehr persönliche Sachen zu reden und auch dann ein bisschen die Scheu verliert, das anzusprechen

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00:04:15.580 --> 00:04:17.779
 und auch gemeinsam Lösungen zu finden und schauen,

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00:04:18.819 --> 00:04:21.740
 wie man selbstgestärkt gut leben kann.

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00:04:25.360 --> 00:04:27.160
 Mein Name ist Birgit Leixenring.

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00:04:27.319 --> 00:04:30.620
 Ich bin biomedizinische Wissenschaftskommunikatorin

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00:04:30.620 --> 00:04:34.540
 mit dem Schwerpunkt HIV und sexuelle Gesundheit.

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00:04:34.819 --> 00:04:37.459
 Und genau aus diesem Hintergrund freue ich mich wirklich,

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00:04:37.459 --> 00:04:42.199
 den heutigen Abend hier in der Hose Linz mitgestalten zu dürfen

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00:04:42.199 --> 00:04:43.540
 mit der Kampagne Check It.

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00:04:44.220 --> 00:04:48.540
 Viele Leute fragen sich eventuell, warum denn das Thema sexuelle Gesundheit,

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00:04:48.620 --> 00:04:50.519
 wie wir das bei der Kampagne Check It ja sehen,

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00:04:51.019 --> 00:04:54.959
 auch mit dem Thema der mentalen, der physischen Gesundheit verbinden.

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00:04:54.959 --> 00:04:57.459
 Und man muss einfach immer im Hinterkopf haben,

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00:04:57.879 --> 00:05:01.959
 die physische Gesundheit, die psychische Gesundheit, die mentale Gesundheit

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00:05:02.540 --> 00:05:08.360
 ist einfach die Basis unserer Gesamtgesundheit und dementsprechend auch der sexuellen Gesundheit.

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00:05:08.920 --> 00:05:15.220
 Und dass wir das heute hier in der Hose Linz besprechen dürfen, dieses wahnsinnig wichtige Thema, das finde ich ganz, ganz toll.

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00:05:15.860 --> 00:05:21.160
 Und gerade in der queeren Community sind psychische Belastungen ja häufig.

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00:05:21.500 --> 00:05:28.139
 Wir wissen, es gibt eine höhere Rate an Depressionen, an Suizidversuchen und tatsächlich auch erfolgten Suiziden.

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00:05:28.519 --> 00:05:37.680
 Und deswegen ist das ganz, ganz großartig, dass wir dieses Thema heute hier besprechen dürfen und auch vor allem einen fantastischen Experten dabei haben.

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00:05:38.579 --> 00:05:46.680
 Dankeschön Birgit, mein Name ist Gerhard Labacher. Ich bin klinischer Psychologe, Gesundheitspsychologe und Psychotherapeut in Linz in freier Praxis tätig.

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00:05:47.420 --> 00:05:50.420
 Was hast du uns denn heute so ungefähr mitgebracht an Themen?

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00:05:50.480 --> 00:05:54.899
 Wir haben ja vorher ein bisschen überlegt, die psychische Gesundheit ist ja so ein Riesenthemenbereich.

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00:05:55.819 --> 00:05:56.800
 Was wollen wir heute bestimmen?

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00:05:56.800 --> 00:06:00.720
 Man könnte im Grunde stundenlang, wenn nicht monatelang darüber reden.

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00:06:00.720 --> 00:06:06.720
 Und es ist also das Problem, dass es ja manchmal sogar sehr schulenabhängig ist,

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00:06:06.720 --> 00:06:11.879
 also psychotherapie schulenabhängig ist, wenn ich einen Blick hier drauf werfe. Darum hat man doch

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00:06:11.879 --> 00:06:18.220
 das möglich einfach zu häuten mit dem Gedanken heraus, dass Menschen in Psychotherapie kommen,

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00:06:18.220 --> 00:06:41.459
 weil es ihnen nicht gut geht. Das heißt, weil sie sich nicht gut fühlen und das haben wir bei den Gefühlen und sie fühlen sich deswegen nicht gut, weil im Grunde oft die menschlichen Grundbedürfnisse aus psychischer, psychologischer Sicht nicht erfüllt sind. Und darum haben wir gedacht, es bietet sich an, über diese Grundbedürfnisse zu reden.

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00:06:41.459 --> 00:06:42.019
 Grundbedürfnisse zu reden.

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00:06:44.000 --> 00:06:44.079
 Ich finde auch, das bietet sich unbedingt an,

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00:06:46.160 --> 00:06:48.120
 weil da kann sich jede Person, die heute Abend dabei ist, quasi was mitnehmen,

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00:06:48.300 --> 00:06:49.560
 was rausziehen, oder? Ja.

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00:06:49.839 --> 00:06:52.040
 Und damit, glaube ich, können wir

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00:06:52.040 --> 00:06:53.079
 heute Abend

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00:06:53.079 --> 00:06:56.060
 wirklich einen Support anbieten, auch für Menschen,

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00:06:56.220 --> 00:06:58.180
 die vielleicht nicht ganz wissen, ob es ihnen

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00:06:58.180 --> 00:07:00.120
 oder warum es ihnen vielleicht gerade nicht

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00:07:00.120 --> 00:07:02.019
 gut geht und wohin sie sich dann auch

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00:07:02.019 --> 00:07:04.019
 wenden können. Genau, beziehungsweise hervorbeugen.

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00:07:05.199 --> 00:07:08.860
 Ich schaue auf meine Bedürfnisse, damit es weiterhin gut geht.

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00:07:09.360 --> 00:07:10.040
 So soll das sein.

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00:07:10.120 --> 00:07:13.160
 Psychische Gesundheit rules, genauso wie sexuelle Gesundheit.

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00:07:13.779 --> 00:07:17.620
 Und da sind wir alle dran für alle Menschen gleichwertig.

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00:07:17.720 --> 00:07:19.420
 Und genau das machen wir heute Abend.

