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Der Stachel im Fleisch LVII - Frankreich und die Gelbwesten: Welches Signal senden die Proteste an Europa?

von Martin Wassermair / am 22.02.2019

Bei Martin Wassermair sind Claire Schieffer (Journalistin, Übersetzerin) und Jérôme Segal (Journalist, Autor) zu Gast.

Live-Sendung am Donnerstag, 28. März 2019, 17.30 - 18.30 Uhr

Mit dem Protest der sogenannten Gelbwesten steht Frankreich seit November 2018 im internationalen Blickfeld. Was in den Regionen des Landes als breite Auflehnung gegen die Erhöhung der Treibstoffpreise seinen Ausgang nahm, entwickelt sich aktuell zu einer veritablen Krise des Staates. Tausende gehen in den großen Städten Woche für Woche auf die Straße, um vor allem ihren großen Unmut gegen sinkende Kaufkraft, Armut und Ungleichheit kundzutun. Die Wut richtet sich gegen die oberen Gesellschaftsschichten, die vielfach als korrumpierte Eliten wahrgenommen werden. Damit gerät Staatspräsident Emmanuel Macron zunehmend unter Druck. Seine Politik wird vorrangig für die sozio-ökonomische Misere verantwortlich gemacht, er selbst reagiert jedoch auf die oft gewaltvollen Proteste mit Unverständnis und zugleich immer häufiger mit Polizei und Militär. Doch während sich abseits der traditionellen Zuordnung in die Polarisierung von Links und Rechts große Ratlosigkeit breit macht, zeichnet sich mittlerweile deutlich ab, dass die Gelbwesten im Hinblick auf die EU-Wahlen 2019 eine ausschlaggebende Rolle spielen werden.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen daher u.a. Fragen, wie es zu dieser Eskalation der sozialen Konflikte in Frankreich gekommen ist, welche politischen Kräfte die Proteste am ehesten für sich zu nutzen wissen und was diese Entwicklungen für die europäische Perspektive letztlich bedeuten.

Zur Sendereihe:

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Aus diesem Grunde richtet Der Stachel im Fleisch mit Politikgesprächen auf dorf TV den Blick verstärkt und wahlunabhängig auf wichtige Themen, die in Mainstream-Medien oft zu wenig beleuchtet oder auch bewusst ausgeblendet werden.

Im Mittelpunkt stehen: eine kritische Auseinandersetzung mit dem politischen System des Bundeslandes Oberösterreich, der Republik und der EU, Informationsfreiheit und die Situation der Menschenrechte, Sozial- und Kulturpolitik sowie die regionale Zukunft vor dem Hintergrund aktueller globaler Entwicklungen.

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