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Kritik des positiven Denkens (Teil 5): Palliativgesellschaft

von Terrazza Corona / am 15.10.2020

Jürgen liest aus:
Byung-Chul HAN (2020) Palliativgesellschaft - Schmerz heute.
Berlin: MSB Matthes & Seitz

Wie immer sprachlich exzellent lässt HAN hier die philosophische Auseinandersetzung mit dem Schmerz Revue passieren. Hegel, Nietzsche, Heidegger, Adorno, Jünger, Foucault und viele mehr kommen zu Wort.
Er diagnostiziert eine sich ausbreitende Algophobie, also eine krankhafte Angst vor Schmerzen oder Situationen, die Schmerzen auslösen oder auslösen können. Sowohl auf individueller als auch gesellschaftlicher Ebene.
Eine solche Gesellschaft, also eine, die den Schmerz fürchtet und anästhesiert bzw. vermeidet, nennt er Palliativgesellschaft.
Er beleuchtet dabei erneut, die systematische Ausblendung der einen Seite der Dialektik, also die Ausblendung des Negativen (hier des Schmerzes) und die einseitige Betonung des Positiven (des Glückes, der Gesundheit, etc.).
Wie immer werden Passagen vorgelesen und nicht, oder kaum kommentiert.
https://youtu.be/eT93VkTgzog

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