Greenwashing von Atom und Gas – wie lässt sich die Abkehr von Klimazielen noch verhindern?

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Created at 28. Sep. 2022

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by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Jakob Mayr (Sustainable Finance Programm WWF) und Florian Stangl (Energie- und Klimarechtsanwalt) zu Gast.

Live gesendet am Montag, 21. November 2022, 17.30 – 18.30 Uhr

Der Stachel im Fleisch CXXXII

Im Juli 2022 hat das EU-Parlament mit einer Mehrheit aus Konservativen, Liberale und Rechtsradikalen die höchst umstrittene Entscheidung getroffen, dass Atomkraft und Erdgas ab 2023 als nachhaltige Energieformen gelten. Internationale Umweltverbände und Klimaschutzorganisationen laufen seit geraumer Zeit dagegen Sturm, weil sich nicht zuletzt der Kauf von Wertpapieren in weiterer Folge als "grüne Investments" deklarieren lässt, für die mitunter auch staatliche Förderungen zu haben sind. Die neue Taxonomieverordnung der Europäischen Union muss jedenfalls weiterhin mit Widerstand rechnen, der an vorderster Stelle von Österreich getragen wird. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Die Grünen) hat bereits angekündigt, eine Nichtigkeitsklage gegen den Rechtsakt einzubringen. Auch ein zivilgesellschaftliches Bündnis hat sich diesem juristischen Vorgehen angeschlossen, um ein nachhaltiges Umdenken herbeizuführen, dass der Finanzmarkt nicht noch mehr in klimafeindliche Projekte investiert.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, wie sich die Finanzwelt gegenüber einem klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung verhält, mit welchen Folgen durch das Greenwashing von Atom und Gas für den Klimaschutz zu rechnen ist und was von Klagen gegen die EU-Kommission tatsächlich erwartet werden darf.

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