+
Das Video wird gerade umgewandelt. Je nach Länge des Videos dauert dieser Prozess zwischen ein paar Minuten und einigen Stunden.
Bitte um etwas Geduld.

Bauernmöbel und Zunftordnung // DIY - Selbermachen Früher & Heute

Created at 20. Aug. 2026

by dorftv

Oberösterreichs sogenannte „Bauernmöbellandschaft“ ist geprägt von aufwändig bemalten Möbeln: Truhen, Kästen, Tische, Stühle und Betten, gefertigt vom 17. bis ins 21. Jahrhundert.

Der Begriff „Bauernmöbel“ verleitet bei wörtlicher Auslegung im Sinn von „Möbel von und für Bauern“ zu falschen Vorstellungen. Nur selten wurden diese Möbel von Bauern selbst hergestellt. Ihre Produzenten waren Landtischler, die häufig zusätzlich Landwirtschaft betrieben, da das Handwerk allein den Lebensunterhalt oft nicht sicherte. Sie arbeiteten unter anderen Bedingungen als städtische Zunfttischler – mit geringeren Auflagen, weniger Gesellen und preiswerteren Materialien. Diese Unterschiede wurden unter anderem in der Theresianischen Handwerksordnung von 1762 festgelegt.

Seit dem 16. Jahrhundert verbreitete sich die farbige Malerei als Dekorationsform auf ländlichen Möbeln. Mit der sogenannten Bauernmalerei sollten kostbare Materialien wie Marmor oder Edelhölzer imitiert und an die Möbelkultur von Adel und Stadtbürgertum angeknüpft werden. Gefertigt wurden die Möbel aus regional verfügbarem Weichholz.

➡️ 2026 widmet sich der Sumerauerhof unter dem Motto „Do It Yourself!” mit zwei Ausstellungsschwerpunkten der Frage, wie viel Gestaltungskraft in alltäglichen Handlungen stecken kann. Die Ausstellungen verbinden regionale Geschichte und Naturwissen mit aktuellen Themen wie Nachhaltigkeit, Eigeninitiative und Zukunftssinn. 💡


🎥: Laurin Döpfner

📅 26.04.-31.10.2026
📍 Sumerauerhof St. Florian

Share & Embed
Embed this Video

Link to this Video

Add new comment

login or register to post comments.