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Vater Kgf und Heimkehr

Created at 22. Sep. 2026

by Kronschläger Heinrich

Mein Vater Heinrich, geb. 1914 in der Pfarre Natternbach erzählt über seine Kindheit in Mehring 6,
die Schulzeit in St. Sixt und Knechtzeit beim Bauer Buchinger in Enzenkirchen im Innviertel.
Im 2. WK wurde er Unteroffizier der Deutschen Wehrmacht, wurde hoch ausgezeichnet,
kam 1945 in russische Kriegsgefangenschaft im Lager 7445/2 in Nasijelsk. 
Heinrich galt drei Jahre als verschollen, bis endlich eine Karte aus der Kriegsgefangenschaft kam.
Sein Bruder Karl wurde schwer am Fuß verletzt, die Brüder Hans und Hiasl fallen in Russland.
In der kleinen Pfarre starben 111 junge Männer, über 80 werden vermisst.
1949 kam er als letzter Heimkehrer der Pfarre heim und übernahm das desolate Haus.
Seine Schwester Maria hatte die kleine Landwirtschaft alleine weitergeführt, alle fünf
Brüder waren eingezogen. Sie wurde ganz krumm und buckelig von der vielen Arbeit.
Heinrich schrieb ihr ein Ausgedinge, sie erhielt auch eine kleine Pension.
1979 nahm ich ihre Erzählungen auf und 1997 schrieb ich sie ab und gab es als
Buch "Erinnerungen von Maria Kronschläger" heraus. Es ist in der Zwischenzeit ein
beeindruckendes Zeitdokument geworden über eine Frau, die in der Kriegszeitszeit die furchtbare
Not der Leute überlebte, noch das Allernotwendigste schaffte.
Er sagte öfter, man muss froh sein, überhaupt wieder heim gekommen zu sein.
Heinrich berichtet auch, wie Leute die Not für sich ausnutzten und sich am Krieg bereicherten.
Ich erstellte diesen Film auch zum Andenken und zur Erinnerung an meinen Vater, meiner Tante Maridl
und den vielen Gefallenen, begraben in fremder Erde.
Es darf einfach nicht Alles vergessen werden.
                                                                                                                       Heinrich

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