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Da Seppin Pepi - z' Mehring

von Kronschläger He... / am 02.10.2017

Regie/Edition: Heinrich Kronschläger

Der Seppin Pepi ist taubstumm. Er lebt in einem abgeschiedenen kleinen Dorf am Rande des Sauwalds im Hausruckviertel.
Er wurde am 24. Jänner 1953 geboren und konnte die Volksschule aufgrund seiner Behinderung nicht besuchen. Die Taubstummenschule in Linz brach er aufgrund seines großen Heimat- und Freiheitsdranges ab und er konnte sich ein Leben lang nicht verständigen, lebt in seiner eigenen Welt und wird oft einsam sein.
Pepi ist sehr intelligent und sensibel, äußerst behutsam, achtsam und ein sehr aufmerksamer Beobachter. Er verbringt viel Zeit in der Natur.
Im Dorf wurde ihm manchmal die Rolle des « Dorftrottels » zugewiesen und vor allem die anderen Kinder waren arg zu ihm - zeigten ihm die Geste des Halsabschneidens oder Aufhängens und lachten ihn aus! Pepi wurde von vielen zum Außenseiter abgestempelt - er konnte sich nicht wehren ! Einige "Nischen" wurden ihm gelassen. Er sammelt alte Uhren und mechanische Wecker. 1994 hat er am hölzernen Scheunentor eine Uhrenausstellung gemacht.
Einige alte Bauern sagten öfter, unterm Hitler wäre er abgeholt und vergast worden und es wäre das Beste für alle gewesen.
Heinrich Kronschläger, Dokumentator, ist mit ihm aufgewachsen und fühlt sich mit dem Seppin Pepi irgendwie seelenverwandt - beide sind Aussenseiter.
Der Heinrich hat immer das Leben von Pepi aufmerksam beobachtet, hat viele Fotos von ihm gemacht. In seine Familie wurde Pepi als achtes Kind aufgenommen und er ging bei ihnen ganz selbstverständlich aus und ein und war beim Filmen öfter einfach im Bild. Bei einigen anderen Familien hatte er ein "unausgesprochenes Hausverbot".
Bei Durchsicht des Filmmaterials 2012 kristallisierte sich der Gedanke, einen Film über den Seppin Pepi zu machen. Beim Dorffest 2013 wurde dem Pepi nachträglich zu seinem 60. Geburtstag von Monika gratuliert und Geschenke überreicht - er freute sich sehr darüber und war tief berührt. Im August 2013 zeigte ich ihm bereits eine Vorabversion des Films und er kam mehrmals zurück und bedankte sich sehr bei mir - er war auch sehr überrascht, sich im Fernseher zu sehen!
Der Film auf DVD wurde ihm und seiner Schwester Mitzi zu seinem Geburtstag 2017 übergegeben. Sie hat mir einen sehr lieben Brief geschrieben und geschildert, wie sich die Familie gemeinsam mit Pepi den Film angesehen haben.
Einige Leute im Dorf erhielten ebenfalls eine Kopie des Films.

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Dieses Video wurde seit April 2014 (Relaunch Webseite) insgesamt 3 Mal an folgenden Terminen gesendet:
Donnerstag, November 2, 2017 - 03:22
Mittwoch, November 1, 2017 - 21:29
Mittwoch, November 1, 2017 - 15:36
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Regie/Edition: Heinrich Kronschläger

Der Seppin Pepi ist taubstumm. Er lebt in einem abgeschiedenen kleinen Dorf am Rande des Sauwalds im Hausruckviertel.
Er wurde am 24. Jänner 1953 geboren und konnte die Volksschule aufgrund seiner Behinderung nicht besuchen. Die Taubstummenschule in Linz brach er aufgrund seines großen Heimat- und Freiheitsdranges ab und er konnte sich ein Leben lang nicht verständigen, lebt in seiner eigenen Welt und wird oft einsam sein.
Pepi ist sehr intelligent und sensibel, äußerst behutsam, achtsam und ein sehr aufmerksamer Beobachter. Er verbringt viel Zeit in der Natur.
Im Dorf wurde ihm manchmal die Rolle des « Dorftrottels » zugewiesen und vor allem die anderen Kinder waren arg zu ihm - zeigten ihm die Geste des Halsabschneidens oder Aufhängens und lachten ihn aus! Pepi wurde von vielen zum Außenseiter abgestempelt - er konnte sich nicht wehren ! Einige "Nischen" wurden ihm gelassen. Er sammelt alte Uhren und mechanische Wecker. 1994 hat er am hölzernen Scheunentor eine Uhrenausstellung gemacht.
Einige alte Bauern sagten öfter, unterm Hitler wäre er abgeholt und vergast worden und es wäre das Beste für alle gewesen.
Heinrich Kronschläger, Dokumentator, ist mit ihm aufgewachsen und fühlt sich mit dem Seppin Pepi irgendwie seelenverwandt - beide sind Aussenseiter.
Der Heinrich hat immer das Leben von Pepi aufmerksam beobachtet, hat viele Fotos von ihm gemacht. In seine Familie wurde Pepi als achtes Kind aufgenommen und er ging bei ihnen ganz selbstverständlich aus und ein und war beim Filmen öfter einfach im Bild. Bei einigen anderen Familien hatte er ein "unausgesprochenes Hausverbot".
Bei Durchsicht des Filmmaterials 2012 kristallisierte sich der Gedanke, einen Film über den Seppin Pepi zu machen. Beim Dorffest 2013 wurde dem Pepi nachträglich zu seinem 60. Geburtstag von Monika gratuliert und Geschenke überreicht - er freute sich sehr darüber und war tief berührt. Im August 2013 zeigte ich ihm bereits eine Vorabversion des Films und er kam mehrmals zurück und bedankte sich sehr bei mir - er war auch sehr überrascht, sich im Fernseher zu sehen!
Der Film auf DVD wurde ihm und seiner Schwester Mitzi zu seinem Geburtstag 2017 übergegeben. Sie hat mir einen sehr lieben Brief geschrieben und geschildert, wie sich die Familie gemeinsam mit Pepi den Film angesehen haben.
Einige Leute im Dorf erhielten ebenfalls eine Kopie des Films.

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