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Unterwegs in Österreich - Gmunden: Nostalgiefahrt mit dem Raddampfer Gisela

Created at 24. Apr. 2026

by dorftv

Unterwegs in Gmunden!
Nostalgiefahrt mit dem Raddampfer "Gisela". Dabei wurden wir vom MS Rudolf Ippisch begleitet.
Die „Gisela” (Baujahr 1871) ist einer der ältesten Raddampfer der Welt und verfügt noch über eine „oszillierende Verbunddampfmaschine“.
MS Rudolf Ippisch gilt als eines der schönsten und ältesten Motorschiffe in Österreich und  wurde 1928 in Holland gebaut.
Die Traunseeschifffahrt wurde im Jahr 1839 von John Andrews und Joseph John Ruston gegründet.
Das Unternehmen war die erste gewerbliche Schifffahrtslinie auf einem Binnensee in Österreich! 
Die beiden Engländer brachten die Technologie der Dampfmaschine an den Traunsee.
Am 15. Mai 1839 durchpflügte der erste Schaufelraddampfer "Sophie", den Traunsee. Das Schiff wurde 1837 von Ruston konstruiert, mit Dampfmaschinen und Kesseln der englischen Firma Boulton & Watt ausgestattet und in Ebensee auf Kiel gelegt. 1858 folgte das zweite Traunseeschiff "Elisabeth" mit einer Länge von 45 Meter (Schwesterschiff der heute noch dampfenden "Gisela"). Die Dampfschifffahrt erreichte in den Jahren 1850 bis 1880 eine Hochblüte, da sich Frachtfahrten und der Fremdenverkehr auf dem Traunsee prächtig entwickelten. Private Gastwirte erneuerten ihre Steganlagen, die Menschen der Umgebung erkannten immer mehr ihre Ausflugsheimat und der Hofstaat mit Sommer-Sitz in Bad Ischl benötigte mehr Fahrkapazität auf dem See. So wurde der Bedarf an einem neuen Dampfschiff gegeben, wodurch Ruston nunmehr auf seiner Werft in Wien das 52m lange neue Schiff "Gisela" bauen ließ und mit einer Dampfmaschine aus Prag ausstattete. Dieses Schiff wurde 1870 auf Kiel gesetzt und im September 1872 in Betrieb genommen. Der Stahlschiffrumpf musste wieder demontiert werden und nach dem Bahntransport in Ebensee-Rindbach zusammengefügt werden. Die erste Probefahrt fand am 24.09.1871 statt, den Sattdampf von 3,5 bar für die Zwillingsmaschine lieferte ein Kofferkessel. Die Indienststellung 1872 erlaubte eine Konzessionierung für 501 Fahrgäste bei einer Besatzung von 6 Mann. Erst 1936 wurde der Platz des Steuermanns mit einer hölzernen Kabine versehen. Nach der "Gisela" wurden noch weitere zwei, aber kleinere Dampfschiffe auf dem Traunsee eingesetzt. Der Bau von Strassen und Bahn zwischen Traunkirchen und Ebensee, der hohe Betriebsaufwand und teure Kohleverbrauch der Dampfer ließen die Schiffe unrentabel werden.
 

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