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Das Ende des Geldes | Vortrag Franz Hörmann

von msk / am 13.11.2011

Anmerkung seitens dorf tv.: Aufgrund der aktuellen Debatte um Occupy Austria wurde der Bereitsteller des Videos kontaktiert.

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Das Ende des Geldes wie wir es kennen. Aufbruch in eine neue Gesellschaft. Vortrag von Univ. Prof. Dr. Franz Hörmann im Wissensturm / Linz am 8.11.2011.

Die anschliessenden Publikumsfragen finden Sie hier: https://www.dorftv.at/videos/open-space/2913

„Banken erfinden Geld aus Luft“ und verlangen dafür Zinsen und Sicherheiten. Diese Vorgehensweise sei ein vorprogrammiertes Enteignungssystem, welches vor allem den Eliten dazu diene, sich immer mehr Vermögen anzueignen. Mit dieser Feststellung hat Prof. Hörmann in der Öffentlichkeit reges Interesse ausgelöst. Als Professor für Unternehmensrechnung weiß er, wie das Bankenwesen und dessen „Bilanztricks“ funktionieren.

Unser heutiges Geld ist ein verzinstes Schuldgeld, das von privaten Banken als Kredit in Umlauf gebracht wird. Um das Geld für die Zinsen überhaupt an die Banken zurückzahlen zu können, muss die Verschuldung wie in einem Pyramidenspiel immer weiter ausgedehnt werden. Das geschieht solange, bis die Schuldner unter der Last zusammenbrechen und enteignet werden. Seien es Private, Unternehmen oder sogar ganze Staaten.

In unserem heutigen Geldsystem werden Schulden niemals getilgt, da es buchungstechisch unmöglich ist. Deshalb versuchen heute die Staaten vergeblich, mit immer gigantischeren neuen Schulden die alten zu begleichen.

Mit seiner brillianten Analyse dekonstruiert Prof. Hörmann althergebrachte Modelle, Begriffe und Institutionen und eröffnet damit ganz neue Denkansätze.

Richtig verstanden sei Geld nur eine Regel zur gerechten Verteilung von Gütern und Dienstleistungen in der Bevölkerung. Unser heutiges Geld kann diese wichtige Funktion nicht erfüllen, da es z.B. sowohl zum Kauf von Lebensmitteln wie auch von Spekulanten verwendet wird, um die Lebensmittelpreise zu manipulieren und dadurch leistungslose Einkommen zu erzielen.

Prof. Hörmann nennt konkrete Vorschläge zur Lösung der Krise und zeigt auf, dass die heutige Situation ganz und gar nicht alternativlos ist. Durch offenes Denken und neue Technologien entstehen kreative Ansätze. Der Aufbruch in eine ökologische und gerechte Gesellschaft wird spürbar.

Franz Hörmann wurde 1960 in Wien geboren. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien und habilitierte 1994 in diesem Fach mit einer Arbeit über den Einfluss der neuen Softwaretechnologien auf das Rechnungswesen.
Seit 1998 ist er a.o. Univ.-Prof. am Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen der Wirtschaftsuniversität Wien. Von 2001 bis 2011 war er außerdem Gastprofessor am Institut für Wirtschaftsinformatik an der Johannes Kepler Universität Linz mit Schwerpunkt Wissensmanagement. Sein Forschungsschwerpunkt liegt heute in der Entwicklung konzeptioneller und technologischer Grundlagen zur nachhaltigen Entwicklung der globalen menschlichen Gesellschaft.
Er ist Autor u.a. (zusammen mit Dr. Otmar Pregetter) von
- Das Ende des Geldes. Wegweiser in eine ökosoziale Gesellschaft
- Vereint Euch! Neues Geld für eine neue Gesellschaft.

www.franzhoermann.com
www.antibilanz.info

Veranstalter, Organisatoren:
attac.at (Linz), VHS Linz, Zentrum für Wissensmanagement (ZWM) JKU/Linz, und andere.

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