Hofburg-Wahl 2022 - worüber sollte sich das Land den Kopf zerbrechen?

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Created at 8. Sep. 2022

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by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Margitta Mätzke (Leiterin Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik, JKU) und Marlen Schachinger (Schriftstellerin) zu Gast.

Live gesendet am Freitag, 16. September 2022, 16.00 – 17.00 Uhr

Der Stachel im Fleisch CXXIX

Am 9. Oktober 2022 finden in Österreich Bundespräsidentschaftswahlen statt, in den Wochen davor erfährt die politische Auseinandersetzung um das höchste Amt der Republik entsprechend große Aufmerksamkeit. So weit so gut, möchte man meinen, in einer demokratisch verfassten Gesellschaft. Doch wie selten zuvor ist ein allgemeines Unbehagen spürbar, dafür sorgen nicht nur die vielen Krisenmomente, die das Vertrauen der Menschen in die Politik auf eine schwere Probe stellen. Noch nie war die Liste der Kandidaturen so lang wie in diesem Jahr, doch es treten ausschließlich Männer für den Einzug in die Hofburg an. Zudem sind vier der Herausforderer von Alexander Van der Bellen dem Lager der extremen Rechten zuzuordnen. Sie verschaffen sich mediale Diskurshoheit, bieten sich als Ventile einer breiten Erregung an und werfen fragwürdige Schlaglichter auf ein Land, dessen soziale Grundfeste in den vergangenen Jahren ohnehin ausreichend erschüttert wurden. Umso wichtiger ist es, die Blickrichtung beim aktuellen Urnengang zu verändern und zukunftsrelevante Themen und Standpunkte in den Fokus zu rücken, die Vielfalt und Zusammenhalt fördern, integrativ wirken und die demokratische Kultur des Landes stärken.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, warum Wut und Unzufriedenheit in den vergangenen Jahren als Paradigmen der Politik so wirkmächtig geworden sind, welchen Beitrag Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft zur öffentlichen Debatte leisten und wie sich in einer pluralistischen Gesellschaft neue Hoffnung und Zuversicht entfalten lassen.

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