Letzte Generation blockiert Linzer Hauptstraße

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Created at 21. Nov. 2022

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by dorftv

Presseaussendung - Linz, 21. November 2022, 8:00 Uhr

Nach Aktionen in Wien und Graz haben sich heute Früh erstmals auch in Linz Menschen der Letzten Generation der fossilen Zerstörung in den Weg gesetzt. Mit ihren Körpern brachten sie den Verkehr auf der Hauptstraße zum Stillstand, um in der Klima- und Energiekrise endlich sinnvolle Sparmaßnahmen einzufordern – allem voran Tempo 100 auf der Autobahn. Nach Wien und Graz ist Linz bereits die dritte Stadt in Österreich, in der Bürger:innen friedlich und entschlossen zivilen Widerstand leisten.

Jelena Saf, 24, Webentwicklerin, hat sich mit einer Hand am Asphalt festgeklebt: “Ich bin heute hier für meine zwei jüngeren Schwestern. Ich will nicht, dass sie einmal in einer Klimahölle leben müssen – deshalb stelle ich mich hier und heute der fossilen Zerstörung in den Weg. Wir brauchen jetzt endlich Maßnahmen! Tempo 100 auf der Autobahn kostet nichts, und erspart uns jedes Jahr 180 Millionen Liter Sprit und 460.000 Tonnen CO2. Wie lange wollen Nehammer und Kogler noch warten?"

Mit ihr auf der Straße sitzt Jacob Ranftl. Der 29-jährige Elektrotechniker hat genug von leeren Worten und gebrochenen Versprechen: “Die nächste Weltklimakonferenz, die nächste bittere Enttäuschung. Ist es wirklich notwendig, dass sich Menschen an die Straße kleben, damit unser Überlebensrecht endlich ernst genommen wird? Wir haben alles andere versucht, und es hat nicht funktioniert. Auch unsere Regierung hat diese Krise nicht im Griff: Wo bleibt das Klimaschutzgesetz? Warum werden die Empfehlungen des Umweltbundesamts zu Tempo 100 noch immer ignoriert?”

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