18 Jahre lang filmte der iranische Regisseur Massoud Bakhshi seine drei Nichten beim Aufwachsen. So entstand der Dokumentarfilm „All My Sisters“, der zeigt, wie sich Kindheit, Familie und gesellschaftliche Erwartungen über die Jahre verändern.
Seit 2022 ist assistierter Suizid in Österreich unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Wann wird aus dem Wunsch, nicht mehr leiden zu müssen, der Wunsch zu sterben? Über diese Fragen und darüber, was am Lebensende wirklich passiert, sprach die Palliativmedizinerin Dr. Christine Eckmayr am 10. Juli 2026 im Studio Wels. Für sie steht dabei eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Was braucht ein Mensch, damit er trotz schwerer Erkrankung bis zuletzt möglichst selbstbestimmt leben kann?
Wie wird man eigentlich ein guter Schriftsteller? Und welche Rolle kann Literatur in einer Gesellschaft spielen? Darüber sprach Josef Haslinger am 25. Juni 2026 im Linzer Stifterhaus mit Moderator Michael Kerbler.
In Kronstorf bei Enns entsteht derzeit Googles erstes Rechenzentrum in Österreich – ein Projekt mit über 42.000 Quadratmetern verbauter Fläche auf 50 Hektar ehemaligem Ackerland. Die Gegend gilt traditionell als einer der fruchtbarsten Böden des Landes. Genehmigt wurde die Anlage wie ein gewöhnlicher Gewerbebetrieb.
Als der Schweizer Schriftsteller Max Frisch 1965 den Satz „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen“ schrieb, brachte er ein Problem auf den Punkt, das bis heute nachwirkt. Die sogenannten Gastarbeiter*innen wurden in den 1960er- und 1970er-Jahren nach Österreich geholt, um den Arbeitskräftemangel in der boomenden Wirtschaft auszugleichen. Man brauchte Hände für die Fabriken, die Baustellen und die Schwerindustrie. Doch hinter jeder Arbeitskraft stand ein Mensch – mit Hoffnungen, Ängsten, Familien und einer eigenen Geschichte.
„Ganz normale Männer“ – so nannte der Historiker Christopher Browning 1993 sein Buch über ein Polizeibataillon, das am Holocaust mitwirkte. Es bestand aus ganz gewöhnlichen Leuten, nicht aus Monstern. 20 Jahre später zeigte der Soziologe Stefan Kühl: Nicht nur die Männer waren „ganz normal“, sondern auch die Organisationen, die die Verbrechen ermöglichten, funktionierten nach den Logiken ganz normaler Organisationen.
Ein Zimmermann kommt zur Beratung. Er hat im Streit mit seiner Frau die Tür eingeschlagen. Die Frau ist mit dem Kind zur Mutter gegangen. Was ihn in die Männerberatung treibt, ist nicht Einsicht – zumindest nicht sofort. Es ist die Angst, die Beziehung zu verlieren. Wochen später, nach einem neuerlichen Streit, in dem seine Frau verletzende Worte findet, sagt er zu seiner Frau: „Hör auf, das tut mir weh." Sie sieht ihn verblüfft an und hört auf. Er selbst schämt sich dafür. „Ich bin mir vorgekommen wie die ärgste Memme", berichtet er hinterher.
Die Autorin Marlen Schachinger-Pusiol bringt auf den Punkt, worum es in der neu erschienenen Anthologie Wannst net fort muaßt, so bleib? geht: um Herkunft und Identität, um Orte, die prägen, und um die Frage, ob Heimat etwas ist, das bleibt – oder etwas, das man mitnimmt.
Wenn im Mai der Eurovision Song Contest nach Wien kommt, wird die Stadt wieder zur Bühne für ein internationales Millionenpublikum. Doch neben Glitzer, Pop und großer Show stellt sich auch die Frage: Wie inklusiv ist dieses Event wirklich? Im Studioformat Das Dreieck diskutierten die Moderatorinnen Katja Ilnizki (FS1) und Katharina Obermayer (OKTO) mit Matthias Friedrich, dem Deputy Head of Event des ORF, sowie der OKTO-Moderatorin Ivana Veznikova über den Weg zu einem inklusiven Großevent.
Im Wiener Veranstaltungsraum Depot wurde am 16. März 2026 nicht nur über Feminismus gesprochen, sondern auch über Macht, Gewalt, Solidarität und die Frage, wie politische Kämpfe miteinander verbunden werden können. Moderiert von Stefanie Klamuth diskutierten die Journalistin Sophia Boddenberg und die Pädagogin, Aktivistin und Forscherin Marcela Torres.