Am 7. Dec. 2014 | 19:00 Uhr + Dieses Video kann nicht On Demand im Web zur Verfügung gestellt werden. Filmdokumentation: Als das große Unheil begann - Von Bürgerkrieg, Weltkrieg und Wiederaufbau in der Region rund um den Hausruckwald Created at 1. Dec. 2014 6722 Ansichten by Dominik Kirchtag BeschreibungEmbed Musste Österreich nach dem Ersten Weltkrieg erst die Drangsale der Ersten Republik - des Ständestaates - den Anschluss an Hitler-Deutschland und die Unfreiheit der Besatzungszeit erdulden, um endlich von seinen Bewohnern akzeptiert zu werden? Diese Frage bildet den „roten Faden“, der sich durch das Zeitzeugenprojekt zieht. Im Vordergrund stehen aber Menschen, die eine Generation vertreten, welche innerhalb von rund 20 Jahren große Opfer bringen mussten, um den Zweiten Weltkrieg und den darauf folgenden Wiederaufbau bewältigten zu können. Am Beispiel der österreichischen Geschichte des 20. Jahrhunderts kann man belegen, wie materielle Not und das daraus resultierende Elend Menschen formen kann: Sie wurden Werkzeuge für Potentaten, denen das persönliche Machtstreben ein vorrangiges Ziel war. Im Vordergrund des Films „Als das große Unheil begann - Von Bürgerkrieg, Weltkrieg und Wiederaufbau in der Region rund um den Hausruckwald“ stehen Menschen, die eine Generation vertreten, die innerhalb von 20 Jahren große Opfer bringen mussten, um den Zweiten Weltkrieg und den Wiederaufbau bewältigten zu können. Sie erzählen von den Lebensbedingungen jener Jahre: der großen Not, dem Anschluss an Hitler-Deutschland 1938 und dem Beginn des 2. Weltkrieges 1939 dem im Februar 1934 der Österreichische Bürgerkrieg vorausgegangen war. Peter Pohn widmet seine Filmdokumentation in erster Linie Aussagen von Zeitzeugen, die in den 1930er-Jahren im oberösterreichischen Kohlenrevier lebten. Hier wurde zum Beispiel der Bürgerkrieg auf einen tragischen Höhepunkt gebracht: Die grausamen Geschehnisse im Kinosaal des Arbeiterheims Holzleithen in der Gemeinde Ottnang erschütterte die Bevölkerung in ganz Oberösterreich. Was war passiert? Nachdem Soldaten und Mitglieder der Heimwehr am 13. Februar 1934 das Arbeiter-heim in Holzleithen stürmten, exekutierten sie sechs Schutzbündler und streckten sie mit mehr als 60 Schüssen nieder. Vier fanden dabei den Tod, zwei verdankten ihr Weiterleben dem damaligen Gemeindearzt Franz Hitzenberger. Dieser wurde laut Aussagen seines Sohnes ins Arbeiterheim gerufen und verhinderte dort ein weiteres Anlegen auf die Überlebenden. Die Zeitzeugenberichte beschreiben neben den Ereignissen des Bürgerkrieges im Kohlenrevier vor allem die Lebensbedingungen der Menschen in dieser Region, unmittelbar vor bzw. nach den Kampfhandlungen. Auch Freizeitgestaltung, Kultur und das Verhältnis zwischen den politischen Lagern werden beleuchtet. Abgeschlossen wird die Dokumentation mit einem Zeitzeugengespräch. Unter anderem erinnert LH a.D. Dr. Ratzenböck an seine Mutter, die im Zuge des Einmarsches der Deutschen Wehrmacht im Bezirk Grieskirchen meinte: „Es wird Krieg geben! Gut, dass der „Peppi“ noch nicht so alt ist.“ Doch der „Peppi“ musste in den letzten Kriegsjahren einrücken und verlor einige seiner Klassenkameraden im Krieg. Zu hören ist auch der ehemalige Bergmann Franz Sturmair aus Altenhof, der über seine Schulerlebnisse während der NS-Zeit spricht. Noch heute ist er darüber erschüttert, dass von einem Tag auf den anderen „Grüß Gott“ abgeschafft und „Heil Hitler“ eingeführt wurde. Außerdem erzählt er über die NS-Propagandamaßnahmen, die schon sehr bald Kinder zu begeisterten Kriegsanhängern werden ließen. Außerdem spricht Theresia Schausberger aus Redl Zipf über ihre Erlebnisse an der sogenannten Heimatfront. Als 17 Jährige wurde sie zwangsverpflichtet und musste für den Rüstungsbetrieb „Schlier“ arbeiten. Filmdokumentation von Peter Pohn Länge: 60min Share & Embed Embed this Video Link to this Video Add new comment Kommentar verfassen login or register to post comments. Filme auf DORFTV 208 Videos, 8 Members #Tags Holzleithen Heimwehr Peter Pohn Kohleabbau hausruckviertel 12. 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