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Nachtschicht im LichtSpielArbeit

von dorftv / am 07.07.2015

Ein Nachmittagsgespräch mit Julia Müllegger (Kino Ebensee)
und Katharine Schmiedleitner (Geh`schicht`ln).

Festival Fiktion
Schichtwechsel –
Hackeln in Ebensee
Festival der Regionen

Über die Nachtschicht. Über Arbeiterwelten im Kino und reales und fiktionales Ebense.

Nachtg’schicht’ln

Die Nachtschicht des Festivals ist jenen Menschen gewidmet, die in der Nacht arbeiten: den klassischen SchichtarbeiterInnen in Produktionsbetrieben, aber auch den Lkw-FahrerInnen, BäckerInnen, NachtwächterInnen, ZeitungsausfahrerInnen, KrankenpflegerInnen, KellnerInnen, TaxifahrerInnen, Prostituierten etc. …

Diese nachtaktiven Leute aus Ebensee und Umgebung werden vor das Mikrofon gebeten, um ihre Erfahrungen mit der nächtlichen Arbeit zu erzählen. Die Beiträge werden in die Musiksendung „Nachtschatten“ des „Freien Radio Salzkammergut“ von Mitternacht bis sechs Uhr früh eingebettet, um die Nachtarbeitsgespräche möglichst zeitauthentisch wiederzugeben.

Und apropos einbetten … eine fotogene Bettskulptur mit integriertem Radio wird in Ebensee aufgestellt, um auf die nächtlichen Beiträge hinzuweisen.

Nachzuhören gibt es die Gespräche auch auf www.meduza.at

Arbeitswelten im Kino

Der Kulturverein Kino Ebensee gestaltet eine Filmreihe, die sich unterschiedlichen filmischen Darstellungen von Arbeitswelten annähert. Dabei werden vergangene und gegenwärtige Möglichkeiten erkundet, auf welche Weise Themen wie Arbeitskämpfe, Arbeitslosigkeit, Stilllegungen von Werken, Umstrukturierungen, Arbeitsmigration usw. mit den Mitteln des Films erfasst oder dokumentiert werden können.

Die „Bebilderung“ von Arbeit wird zwangsläufig als eine politische verstanden; sie nimmt stets Stellung – deutet, interpretiert, verbrämt, reflektiert, unterstützt oder konterkariert herrschende Auffassungen. Die Programmgestaltung nimmt sich vier Unterkapitel vor: „Arbeiterbewegungen am Ende des Sozialismus“ mit geschichtlichen Beiträgen, „Arbeit unser“ mit Beispielen aus der näheren Umgebung Ebensees, „Sinnentleerte Welt“ über Auswirkungen der Globalisierung, und „Ränder der Kampfzone“ über die Krise am Arbeitsmarkt.

Im ersten Teil des Projektes werden Avant- garde-, Dokumentar- und Kurzfilme im Foyer des Kinos gezeigt, das wie ein Wohn- zimmer mit Fernsehgerät eingerichtet ist. Weitere Dokumentar- und Spielfilme werden im zweiten Teil im Kinosaal auf großer Leinwand gezeigt.

Die künstlerische Gestaltung des Foyers als Fernsehzimmer für das Festival der Regionen teilen sich zwei Künstler. Der Scharnsteiner Markus Moser richtet die Decke des Kino-Foyers mit seiner Wireart „Die Möblierung des Fernsehens“ neu ein.
Der Obertrauner Wolfgang Müllegger lädt in seiner Installation aus einfachen Baumaterialien zum Verweilen im Kino-Foyer.

Live gesendet am 23. Juni 2015

Video Einbetten
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Dieses Video wurde seit April 2014 (Relaunch Webseite) insgesamt 1 Mal an folgenden Terminen gesendet:
Dienstag, Juni 23, 2015 - 15:55
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