Zukunft Baukultur II - Fokus OÖ

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Created at 18. Sep. 2015

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by Plattform Baukultur OÖ

Podiumsdiskussion am 16. September 2015 im afo OÖ

Die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten lud gemeinsam mit der Plattform Baukulturpolitik am
16. September erneut zur Podiumsdiskussion ?Zukunft Baukultur. Diesmal lag der Fokus auf Oberösterreich.
Unter den Diskutanten waren die beiden Landtagsabgeordneten Alfred Frauscher (ÖVP) und Erich Rippl
(SPÖ), die beiden Landtagskandidaten Ulrike Böker (Die Gru?nen) und Wolfgang Bernhard (NEOS) und
Wolfgang Modera, Leiter der Abteilung Wohnbauförderung des Landes OÖ. Unter der Moderation von Volker
Dienst stellten sie unter anderem ihre Meinung zur Transparenz bei öffentlichen Bauvorhaben oder
nachhaltigen Mobilitätskonzepten dar.

Die vielfältigen Herausforderungen vor denen Entscheidungsträger von Land und Gemeinden bei baulichen
Projekten stehen und die hohe Verantwortung die sich daraus für die Gestaltung der Umwelt ergibt, standen
im Mittelpunkt des Abends. Der Vorschlag, den offenen Architekturwettbewerb als Regelverfahren zur
Lösungsfindung für anstehende Bauaufgaben zu etablieren, stieß nicht auf ungeteilte Zustimmung. Es
besteht Angst vor der Vielzahl der Projekte und den möglicherweise höheren Kosten für die
Wettbewerbsabwicklung. Der offene Architekturwettbewerb ist das sicherste und wirtschaftlichste
Verfahren. Er verursacht nur marginal höhere Kosten, die aber durch die Vielfalt der eingereichten
Vorschläge mehr als wettgemacht werden, so Kammerpräsident Rudolf Kolbe. Böker plädierte in der
Hinsicht auf Finanzen für eine Förderung der Projektentwicklungs- und Planungskosten: Diese Kosten
müssen momentan von den Gemeinden getragen werden. Das Land Oberösterreich hat kein Verständnis
dafür, dass das eine große Herausforderung ist.

Ein weiteres Thema war die Abwicklung von Hochbauprojekten der Gemeinden durch Generalübernehmer.
Die Vergabe an Generalübernehmer soll nicht zum Regelverfahren werden, hob Frauscher besonders
hervor.

Bernhard Rihl, Regionalsprecher OÖ der Plattform Baukulturpolitik, machte auf den Mangel an Gesetzen zur
Transparenz bei öffentlichen Ausschreibungen in Oberösterreich aufmerksam. Die Einrichtung einer
Schlichtungsstelle im Vergaberechtsschutz mit Antragslegitimation der Kammern würde dem
entgegenwirken, meinte Rippl dazu.

Beim Thema der zukunftssicheren Mobilitätskonzepte waren sich die Politiker weitgehend einig und
befürworten die sanfte Mobilität und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.

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