Impfpflicht als Befreiungsschlag - was bewirkt die gesellschaftliche Belastungsprobe?

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Created at 22. Dec. 2021

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by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Ralph Schallmeiner (Nationalratsabgeordneter und Gesundheitssprecher, Die Grünen) und Margot Peters (Psychiaterin, stellvertretende Vorsitzende pro mente OÖ) zu Gast.

Live gesendet am Dienstag, 25. Jänner 2022, 17.30 – 18.30 Uhr

Der Stachel im Fleisch CXV

Am 1. Februar 2022 tritt in Österreich die allgemeine Impfpflicht in Kraft. Noch selten wurde ein Gesetz im Vorfeld von einer verlgleichbaren gesellschaftlichen Streitwucht begleitet, ebenso selten fand eine Beschlussfassung im Nationalrat bisher eine derart überwältigende Mehrheit. Doch damit sind die Konflikte nicht ausgestanden, die Gräben bleiben festgefahren. Angesichts der oft hasserfüllt und grölend vorgebrachten Kritik an der – so die Darstellung der schwarz-grünen Bundesregierung – „Ultima Ratio“ zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie werden Sorgen und Ängste immer weniger wahrgenommen, die von Politik und Öffentlichkeit auf alle Fälle Beachtung finden sollten. Damit einher geht die Herausforderung, nicht nur den Zweck und die Zielsetzung der Impfpflicht deutlich zu vermitteln und Unklarheiten im Hinblick auf den zeitlichen Rahmen und die Maßnahmen zur Umsetzung so gut wie möglich auszuräumen, sondern auch allfällige psycho-soziale Begleiterscheinungen dieses Eingriffs in die Grundrechte im Auge zu behalten.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, warum die staatlichen Corona-Maßnahmen in Österreich auf größere emotionale Ablehnung stoßen als in anderen EU-Mitgliedsstaaten, worauf bei einer Einführung der Impfpflicht mit Augenmaß besonders zu achten ist und welche Langzeitfolgen dieses erbittert geführten politischen Konflikts zu erwarten sind.

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