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Linzfest Talks (2) - Wolfgang Steininger

von Arijyak / am 10.06.2011

Die Kino-Besessenheit wurde Wolfgang Steininger in die Wiege gelegt. Bereits mit neun Jahren saß der heutige Geschäftsführer der Local-Bühne Freistadt, des Moviemento und des City-Kino Linz an der Kasse des Lichtspielhauses der Eltern in Taufkirchen an der Pram.
Nach dem Wirtschaftspädagogik-Studium in Wien kam der am 1. August 1956 geborene Steininger zu der folgenschweren Erkenntnis, „dass die freie Wirtschaft noch gemeiner ist als die Kino-Wirtschaft und Schüler nervenaufreibender sind als Filmverleiher“.
Die Folge: 1984 gründete der begeisterte Fußball-Fan (Dauerkarten-Besitzer für die Spiele des SV Freistadt) die Local-Bühne Freistadt, das längstgediente Programmkino Oberösterreichs. Dort findet heuer von 25. bis 29. August zum 23. Mal das ebenfalls von Steininger initiierte Festival „Der neue Heimatfilm“ statt. An fünf Tagen präsentieren Regisseure, Produzenten und Darsteller aus 20 Ländern ihre Filme. Das Geheimnis für den Erfolg liegt laut Veranstalter in der ungezwungenen Atmosphäre: „Manchen Gästen taugt’s bei uns so, weil wir sie in Ruhe lassen.“
Mit der Eröffnung des Moviemento-Kinos an der Linzer Dametzstraße im Jahr 1990 und der Übernahme des City-Kinos am Graben 1999 etablierte sich der 54-Jährige als einer der führenden Kultur-Motoren Oberösterreichs. Dass er längst unheilbar vom Cineasten-Virus befallen ist, verhehlt der zweifache Familienvater, dessen Lieblingsfilm „Die Regenschirme von Cherbourg“ von Jacques Demy aus dem Jahr 1964 ist, keine Sekunde: „Filmliebhaber sind kranke Menschen!“

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