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Parking Day - Verkehrsberuhigung jetzt!

Created at 21. Sep. 2026

by Solidarwerkstatt

Verkehrsberuhigung jetzt! Keine A-26 Autobahnpiste in die Linzer Innenstadt!

Viele LinzerInnen wünschen sich eine Verkehrsberuhigung in der Innenstadt: Reduzierung der Autoverkehrs, Ausweitung der Fußgänger- und Begegnungszonen, flächendeckende 30 km/h, mehr Platz für RadfahrerInnen und FußgängerInnen. Städte wie Lubljana zeigen vor, wie die Innenstadt Schritt für Schritt vom Durchzugsverkehr entlastet werden kann und BewohnerInnen wie Geschäftsleute davon profitieren. Eine solche Stadt senkt Abgase, Feinstaub, Lärm und
Unfallgefahren erheblich. Sie kann einen merkbaren Beitrag leisten, in immer heißeren Sommern die Stadt abzukühlen und lebenswerter zu gestalten.
Angeblich wollen das auch die politisch Verantwortlichen in der Stadt: Die Linzer Radfahrstrategie, die 2024 im Gemeinderat beschlossen wurde, sieht vor, den Anteil des Rades am Gesamtverkehr in Linz von 10 auf 25 Prozent bis 2040 mehr als zu verdoppeln. Der Motorisierte Individualverkehr soll von 42 auf 26 Prozent zurückgehen. Bürgermeister Prammer will bis 2040 den MIV-Anteil sogar auf 22 Prozent nahezu halbieren. Das Innenstadt-Konzept der Stadt Linz (2024) formuliert
sogar ausdrücklich als Ziel, „die Dominanz der Kfz-Verkehrs in der Innenstadt brechen. Wie aber vertragen sich diese Versprechungen mit der geplanten A26-
Autobahnausfahrt beim Bahnhof, die Unmengen an zusätzlichen Autoverkehr in die Innenstadt bringen wird. Mit drei Tunnelröhren und vier Straßenebenen soll ein
gewaltiges Autobahnkreuz beim Bahnhof gebaut werden. Damit wird nicht nur wertvoller Grünraum beim Bergschlösslpark weiter zerstört, sondern auch - laut
Berechnungen der ASFINAG – der Autoverkehr in der Innenstadt gewaltig erhöht:
• plus 21 Prozent im Altstadtviertel
• plus 25 Prozent im Rathausviertel
• plus 28 Prozent im Neustadtviertel
• plus 32 Prozent im Volksgartenviertel
Besonders betroffen ist das Bahnhofsviertel mit einem Zuwachs des Autoverkehrs entlang der Kärtner- und umliegender Straßen um 100 und mehr Prozent. Wie will man „die Dominanz des Kfz- Verkehrs in der Innenstadt brechen“, wenn man ihm gleichzeitig den roten Teppich mit einer Autobahnabfahrt mitten in die Stadt ausrollt. Auch die Investitionen in den öffentlichen Verkehr, durch den die Mühlkreisbahn zum Hauptbahnhof durchgebunden werden soll, werden dadurch konterkariert. Das Gebiet um den Hauptbahnhof hat auch als lebenswertes Wohn- und Arbeitsgebiet nur dann eine Zukunft, wenn es tatsächlich verkehrsberuhigt und nicht durch diese Autobahnausfahrt zur Verkehrshölle gemacht wird.
Das müssen wir verhindern. Die A26-Autobahnausfahrt beim Bahnhof darf nicht gebaut werden. Nur dann haben wir eine Chance auf eine verkehrsberuhigte lebenswerte Linzer Innenstadt. Als erster Schritt muss Linz endlich aus der Mitfinanzierung der A26 aussteigen. Es braucht einen verbindlichen Plan, wie die Verkehrsberuhigung Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Die Linzerinnen und Linzer haben ein Recht auf Mitsprache und Teilhabe in diesem Prozess. Aber der erste Schritt muss sein, die Innenstadt nicht mit zusätzlichem Autoverkehr zu belasten.
Die Linzer Innenstadt darf keine Autobahnpiste werden! Verkehrsberuhigung jetzt!

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