Notfall Coronavirus – wie weit darf die Nutzung von Daten bei der Pandemiebekämpfung gehen?

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Created at 23. Apr. 2020

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by Martin Wassermair

Thomas Lohninger (Leiter Datenschutzorganisation epicenter.works) war bei Politikredakteur Martin Wassermair per Videoschaltung zu Gast.

Live gesendet am Dienstag, 28. April 2020, 16.00 - 16.50 Uhr.

Angesichts der Coronavirus-Krise stehen Politik und Gesellschaft vor einer schwierigen Entscheidung: Wenn es schon möglich ist, Menschen per Smartphone darüber zu informieren, dass sie mit einer infizierten Person Kontakt gehabt haben, warum soll diese Technologie dann nicht zur Eindämmung der Pandemie eingesetzt werden? Sie könnten mithilfe einer Corona-App rasch in Quarantäne gehen und die Übertragungsketten früher unterbrechen. Tatsächlich regt sich gegen die Vorstellung aber auch massiver Widerstand. Denn ein allzu sorglos umgesetztes Contact-Tracing könnte zur Folge haben, dass personenbezogene Daten, falls sie nicht temporär aufbewahrt werden, eine gigantische Datensammlung mit jeder Menge sehr privater Informationen schaffen - was mit den Grundrechten nicht in Einklag zu bringen wäre.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, wie es in Zeiten der Coronavirus-Pandemie um die Privatsphäre bestellt ist, was die Abwägung von Gesundheit und Freiheitsrechten für den Datenschutz bedeutet und inwieweit Kontroll- und Überwachungsintentionen durch die aktuelle Krise neuen Aufwind erfahren.

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