20 Jahre Euro - was hat die Gemeinschaftswährung der europäischen Integration gebracht?

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Created at 10. Jan. 2022

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by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Robert Leitner (Leiter Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft in der WK Oberösterreich) und Judith Vorbach (EU-Referentin AK Oberösterreich, Mitglied im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss) zu Gast.

Live gesendet am Donnerstag, 3. Februar 2022, 17.30 – 18.30 Uhr

Der Stachel im Fleisch CXVI

Rund 342 Millionen Menschen zahlen täglich mit dem Euro, er ist seit 2002 die Gemeinschaftswährung von 19 EU-Ländern. "Der Euro ist der Triumph eines Symbols über die Substanz", erklärte der US-Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman im Jahr 2001 anlässlich der Einführung des gemeinsamen Zahlungsmittels. Tatsächlich sollte der Euro die europäische Einigung weiter festigen, ja geradezu unumkehrbar machen. Vor allem aber sollte er wirtschaftliche Stabilität bringen und den Binnenmarkt stärken. Die zwanzigjährige Geschichte des Euro ausschließlich aus der Erfolgsperspektive darzustellen, greift allerdings zu kurz. Eine ausgewogene Bilanz hat darauf hinzuweisen, dass sich die angekündigten Vorteile keineswegs in gleichen Maßen auf die EU-Mitgliedsstaaten verteilt haben. Profitieren konnten in erster Linie Länder, die schon vor der Euro-Einführung über stabile Währungen verfügten. Die Staaten im südlichen Europa, allen voran Griechenland, hatten jedoch im Zuge der Schuldenkrise ab 2009 immer wieder Schwierigkeiten, weil sie die Währung nicht eigenständig abwerten konnten, um auf den Märkten zu bestehen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, was nach 20 Jahren Euro von dessen ursprünglichen Intentionen übrig geblieben ist, inwieweit die gemeinsame Währung tatsächlich zur Stärkung der Wertegemeinschaft beiträgt und welche Lehren in Zukunft aus den ersten zwei Jahrzehnten zu ziehen sind.

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