Beton auf der grünen Wiese – wie verträgt sich Bauen mit dem Klimaschutz?

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Created at 3. Jun. 2022

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by Martin Wassermair

Bei Martin Wassermair waren Gerlind Weber (Professorin für Raumplanung und Ländliche Neuordnung, BOKU Wien) und Alexandra Puchner (Leitung Investoren- und Standortmanagement, Business Upper Austria) zu Gast.

Live gesendet am Dienstag, 14. Juni 2022, 19.00 – 20.00 Uhr

Der Stachel im Fleisch CXXIV

Fast ein Fünftel des gewidmeten Baulandes liegt in Österreich brach, weil Investorinnen und Investoren Grund und Boden erwerben, um durch die steigenden Preise hohe Gewinne zu erzielen. Hinzu kommt seit geraumer Zeit auch die Umwidmung landwirtschaftlicher Flächen in Bauland, das den bäuerlichen Betrieben perspektivisch mehr finanzielle Sicherheit bieten soll. Und auch der Trend hin zu Einfamilienhäusern scheint weiterhin ungebrochen. Das stellt die Raumordnung vor Probleme, denn die Handlungsspielräume der Planung werden immer mehr eingeschränkt. Aus diesem Grunde wird die Forderung lauter, dem Flächenverbrauch und der Spekulation einen Riegel vorzuschieben. Dazu müssen allerdings die räumlich relevanten Herausforderungen zusammengedacht werden, vom Naturschutz, über Landwirtschaft, Verkehr, Energie aus erneuerbaren Quellen, Landschaftserhalt bis hin zur intergenerationellen Gerechtigkeit.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen daher u.a. Fragen, inwiefern der Umgang mit Bauland für die Klimazukunft eine Rolle spielt, warum die Nachnutzung von Gewerbe- und Industriebrachen dabei einen wichtigen Beitrag leistet und welche Eingriffsmöglichkeiten Politik und Verwaltung bei der Problembewältigung erhalten sollten.

In Kooperation mit afo – architekturforum oö.

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