Welt-Bilder | 07.2 | Das mechanistische Welt-Bild I - 27.11.2012

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by dorftv

Univ. Prof. Dr. Walter Ötsch
Vorlesung „Themen und Theorien der Kulturwissenschaften I“ an der Johannes Kepler Universität Linz im Wintersemester 2012

7. Stunde – Teil 2, 27.11.2012
Das mechanistische Welt-Bild I

Rene Descartes (1596 – 1650)

1624 Traitè de l’homme
1637 Discours de la méthode (mit „Geometrie“ und „Dioptrique“
1641 Meditationes de prima philosophia
gilt als Begründer der neuzeitlichen Philosophie

Endpunkt einer langen kulturellen Entwicklung

1. Der Descartes’sche Zweifel (in Meditationes)

Descartes unternimmt eine radikale Kritik bisheriger Sichtweisen.
Er stellt sich die prinzipielle Frage, wie man zu Erkenntnis und Wahrheit kommen könnte
Er bezieht seinen Zweifel auch auf sich selbst: man könne aus guten Gründen an den Inhalten des eigenen Denkens und sogar an seiner sinnlichen Wahrnehmung zweifeln.
Wenn ich aber zweifle, so kann ich selbst dann, wenn ich mich täusche, nicht daran zweifeln, dass ich zweifle: „Da es ja immer noch ich bin, der zweifelt, kann ich an diesem Ich, selbst wenn es träumt oder phantasiert, selber nicht mehr zweifeln.“
Er zieht folgenden Schluss: à Existenz als Denkender à Eigenexistenz: Cogito, ergo sum („Ich denke, also bin ich“) à Ich bin ein urteilendes, denkendes Ding: res cogitans.
Der individuelle selbstreflektierende und selbstbezogene „Innen-Raum“ als Basis.

Grundvoraussetzung der Existenz eines individuellen „Ich“.

2. Exkurs: Die Rolle Gottes bei Descartes

Die Ich-Position von Descartes führt über Gott zu einer klaren Außen-Position

3. Strenger Dualismus:

Die Realität besteht nach Descartes aus zwei qualitativ unterschiedenen Teilen (plus: Gott)

http://www.walteroetsch.at/videos-von-vorlesungen/videos-zur-vorlesung-…

Videoproduktion: Alexander Grömmer und JKU
Video auf youtube: http://bit.ly/22ZTrwC

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